Unser Trinkwasser gehört uns - nicht Coca-Cola

Das Problem

Liebe Lüneburger*innen!

Unsere lebenswerte Hansestadt ist gesegnet mit unglaublich reinen und gesunden Trinkwasservorkommen.

Sauberes und jederzeit verfügbares Trinkwasser ist besonders in Zeiten des Klimawandels und der vermehrten Hitze-Sommer ein schützenswertes Gut und muss für viele Generationen vorgehalten werden.

Unser Grundwasservorkommen gehört der Allgemeinheit und darf nicht verkauft werden!

Coca-Cola Lüneburg will nun einen dritten Trinkwasserbrunnen erschließen und 1.000 Jahre altes Grundwasser aus 200 Metern Tiefe fördern. Ziel ist die Auslastung der Abfüllanlage, so dass nicht wie bisher 350 Millionen sondern dann 700 Millionen Liter jährlich aus dem Boden gepumpt werden. Der internationale Konzern wird dann unser Grundwasser unter dem Markennamen Vio teuer verkaufen (1 Liter kosten den Getränkehersteller derzeit 0,018 Cent, der verkauft es im Handel für 77 Cent weiter). Die Auswirkungen auf unsere Umwelt und die zukünftigen Generationen durch die dauerhafte Wasserentnahme ist nicht abzusehen: Trocken gelegte Vegetation, Absenkung des Bodenreliefs und schließlich das Absinken des Grundwasserspiegels.  

Ich selber habe zwei Kinder und möchte, dass die beiden eine unbeschwerte Zukunft hier im wunderschönen Lüneburg haben: Mit sauberem, immer verfügbarem Trinkwasser aus der Leitung. Für das Wohl der zukünftigen Generationen und zum Schutz unseres Trinkwassers möchten wir mit Euren Unterschriften verhindern, dass ein dritter Brunnen gebaut wird und unwiderruflicher Schaden an unserem kostbaren Gut geschieht!

Wir brauchen ein Wassermanagement, welches solche regionale Entnahmen zukunftsfähig und generationengerecht reguliert und im Zweifel unterbindet!

Wenn wir zusammenhalten müssen unsere politischen Vertreter*innen unsere Bedenken ernst nehmen und für die künftigen Generationen Mensch, Fauna und Flora verhindern, dass unsere lebenswichtige Ressource Wasser an einen international agierenden Konzern vergeudet wird!

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Karina TimmannPetitionsstarter*in
Erfolg
Diese Petition war mit 145.285 Unterstützer*innen erfolgreich!

Das Problem

Liebe Lüneburger*innen!

Unsere lebenswerte Hansestadt ist gesegnet mit unglaublich reinen und gesunden Trinkwasservorkommen.

Sauberes und jederzeit verfügbares Trinkwasser ist besonders in Zeiten des Klimawandels und der vermehrten Hitze-Sommer ein schützenswertes Gut und muss für viele Generationen vorgehalten werden.

Unser Grundwasservorkommen gehört der Allgemeinheit und darf nicht verkauft werden!

Coca-Cola Lüneburg will nun einen dritten Trinkwasserbrunnen erschließen und 1.000 Jahre altes Grundwasser aus 200 Metern Tiefe fördern. Ziel ist die Auslastung der Abfüllanlage, so dass nicht wie bisher 350 Millionen sondern dann 700 Millionen Liter jährlich aus dem Boden gepumpt werden. Der internationale Konzern wird dann unser Grundwasser unter dem Markennamen Vio teuer verkaufen (1 Liter kosten den Getränkehersteller derzeit 0,018 Cent, der verkauft es im Handel für 77 Cent weiter). Die Auswirkungen auf unsere Umwelt und die zukünftigen Generationen durch die dauerhafte Wasserentnahme ist nicht abzusehen: Trocken gelegte Vegetation, Absenkung des Bodenreliefs und schließlich das Absinken des Grundwasserspiegels.  

Ich selber habe zwei Kinder und möchte, dass die beiden eine unbeschwerte Zukunft hier im wunderschönen Lüneburg haben: Mit sauberem, immer verfügbarem Trinkwasser aus der Leitung. Für das Wohl der zukünftigen Generationen und zum Schutz unseres Trinkwassers möchten wir mit Euren Unterschriften verhindern, dass ein dritter Brunnen gebaut wird und unwiderruflicher Schaden an unserem kostbaren Gut geschieht!

Wir brauchen ein Wassermanagement, welches solche regionale Entnahmen zukunftsfähig und generationengerecht reguliert und im Zweifel unterbindet!

Wenn wir zusammenhalten müssen unsere politischen Vertreter*innen unsere Bedenken ernst nehmen und für die künftigen Generationen Mensch, Fauna und Flora verhindern, dass unsere lebenswichtige Ressource Wasser an einen international agierenden Konzern vergeudet wird!

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Karina TimmannPetitionsstarter*in

Die Entscheidungsträger*innen

Johanne Modder
Vorsitzende SPD-Landtagsfraktion Niedersachsen
Beantwortet
Grundsätzlich begrüße ich es, wenn sich über die Auswirkungen des Klimawandels kritisch-konstruktiv Gedanken gemacht und diese auch in Petitionen geäußert werden. Ebenfalls kann ich es gut nachvollziehen, wenn generelle Kritik am Geschäftsmodell der Grundwasserentnahme zu rein kommerziellen Zwecken geäußert wird. Ein nachhaltiges Wassermanagement ist der Niedersächsischen SPD-Landtagsfraktion ein sehr wichtiges Anliegen. SPD und CDU haben als regierungstragende Fraktionen das Wassermanagement über einen Entschließungsantrag im Niedersächsischen Landtag zum Thema gemacht. Der Antrag enthält konkrete Forderungen für ein effizientes und zukunftsfähiges Wassermanagement und wird gegenwärtig im Umweltausschuss beraten. Im Landeshaushalt 2020 wurden weitere Fördermittel für regionale Wasserkonzepte zur Verfügung gestellt. Das Niedersächsische Umweltministerium erarbeitet ein landesweites Wasserversorgungskonzept, im Rahmen dessen der aktuelle und zukünftige Nutzungsdruck auf die Grundwasserressourcen ausgearbeitet wird. Zu diesem Zweck werden die gegenwertigen und zukünftigen Entnahmen aus dem Grundwasser der jeweiligen Grundwasserneubildung gegenübergestellt. Für die im hiesigen Fall vom Unternehmen beantragte zusätzliche Grundwasserentnahme wird durch die zuständige untere Wasserbehörde des Landkreises Lüneburg gegenwärtig ein wasserrechtliches Verfahren durchgeführt. Im Zuge dessen wird anhand von verschiedenen Prüfschritten die kritische Frage geklärt werden, ob die Grundwasserentnahme umweltverträglich gewinnbar ist. Inhalt und Ablauf eines wasserrechtlichen Verfahrens sowie fachliche Anforderungen an die jeweiligen Prüfschritte des Verfahrens sind hierbei gesetzlich und fachlich geregelt. Dabei ist mir besonders wichtig zu betonen, dass die Entnahme zu Trinkwasserzwecken für die öffentliche Wasserversorgung stets Vorrang gegenüber der sonstigen Förderung von Grundwasser hat. Die Ergebnisse dieses rechtlichen Verfahrens gilt es nun abzuwarten. Foto: Henning Schaffen
Ulrich Mädge
Oberbürgermeister Hansestadt Lüneburg
Beantwortet
Wir werden uns auch die Unterlagen angucken, es wird kein blindes Weiterso geben an der Stelle - das wissen übrigens auch die Mitarbeiter von Coca Cola. Ich finde es gut, dass Leute sich engagieren, einbringen, nachdenken und ich kann zusagen, dass keine Unterschrift verloren geht, sondern dass wir dieses mit den zuständigen Behörden, mit dem Land, dem Bund und den Abgeordneten besprechen werden und hoffen, dass dort dann auch die alten Gesetze geändert werden, damit wir zukünftig im Sinne dieser Petenten agieren können. Foto: Stadt Lüneburg
Detlev Schulz-Hendel
MdL, Bündnis90/Grüne, Sprecher für Wirtschaft und Verkehr
Beantwortet
In Zeiten der dramatischen Klimakrise wird die Frage, wem das Wasser gehört, immer dringlicher und drängender. Wir brauchen einen neuen Umgang mit unserem Grund- und Trinkwasser. Der Schutz des Grundwassers und der öffentlichen Trinkwasser hat dabei Vorrang. Wertvolles Trinkwasser zu Niedrigstpreisen an Coca-Cola zu vergeben, gehört nicht zu den gebotenen Umgang mit unserem Wasser. Weder der Landkreis Lüneburg noch das Land Niedersachsen sind für möglichst hohe Einnahmen von Konzernen wie Coca Cola zuständig. Ich bin mir ziemlich sicher, dass der Landkreis Lüneburg das Problem erkannt hat und den weiteren Prozess bezüglich des dritten Brunnens kritisch begleiten wird. Wir als Grüne werden das auf allen Ebenen tun und auf die notwendigen gesetzlichen Änderungen drängen. Dazu gehören dann auch mehr kommunale Einflussmöglichkeiten. Foto: Detlev Schulz-Hendel
Markus Graff
Fraktionsvorsitzender DIE LINKE Kreistag Lüneburg
Beantwortet
Ich selbst habe die Petition unterschrieben und sie auch auf meiner Facebookseite (Die Linke Adendorf) veröffentlicht. Wir haben im Kreistag den Antrag gestellt die Landesregierung aufzufordern, das Wasserhaushaltsgesetz (WHG) entsprechend zu ändern. Uns schwebt ein örtliches Vetorecht vor. Unsere Möglichkeiten auf Kreisebene sind leider begrenzt. Foto: Markus Graff
Ulrich Blanck
Vorsitzender Stadtratsfraktion B90/GRÜNE
Beantwortet
Ich und meine Fraktion unterstützen die Forderung der Petition. Deswegen habe ich für meine Fraktion beantragt, dass der Stadtrat der Petition beitreten möge. Foto: B90/GRÜNE Lüneburg

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Petition am 11. August 2020 erstellt