Mathematik Abitur 2021: Forderung nach Anpassung des Bewertungsmaßstabs

Das Problem

Sehr geehrtes Kultusministerium, sehr geehrter Herr Piwarz,

Corona hat uns alle eingeschränkt. Jede:r hat die sozialen und psychischen Auswirkungen auf das Leben am eigenen Leibe gespürt. Bei uns Schüler:innen kam aber noch die Frage des bevorstehenden Abis dazu: Im März 2020 fühlte man die Auswirkungen der Krise in Deutschland; gerade, als wir unser erstes Halbjahr der Oberstufe geschafft hatten. Von da an begannen die Unsicherheiten: Es wäre schwer aufzuzählen, wie oft sich die Anweisungen für uns seitdem immer und immer wieder geändert haben. Dass meist die Gesamtsituation deutlich mehr Schuld daran hatte als einzelne Personen, und auch, dass Lehrer:innen sowie Schulleitungen das Beste gegeben haben, ist uns natürlich bewusst. Trotzdem waren wir es, die diese Last auf den Schultern tragen mussten.

Entsprechend erstaunt waren die meisten von uns, Schüler:innen sowie Lehrer:innen, als wir das diesjährige Abitur im Leistungskurs sowie Grundkurs Mathematik gesehen hatten. Der Schwierigkeitsgrad des Abiturs war nicht nur extrem hoch, es hat den meisten auch an Zeit gefehlt, zu viele Schüler:innen konnten einzelne Aufgaben nicht lösen, weil es trotz der halben Stunde an Zeit gemangelt hat. Da haben uns auch die in diesem Jahr ausgelassenen Themen nicht geholfen

Das empfinden wir in mehreren Aspekten als ungerecht. Alle von uns hatten über die Oberstufenzeit hinweg mindestens 12 Wochen keinen Präsenzunterricht. Und es ist kein Geheimnis, dass der Fernunterricht nicht ansatzweise so effektiv ist, wie der Unterricht in der Schule. Hinzu kommt der psychische Stress, der durch die vielen Unsicherheiten ein ständiger Begleiter unserer Zeit in der Oberstufe war. Außerdem wurde uns oftmals nahegelegt, dass wir davon profitieren würden, den Ersttermin für die Prüfungen wahrzunehmen. Dass dies tatsächlich zu unserem Vorteil war, ist jetzt nur noch schwer zu glauben.

Besonders nach der Aufruhr im letzten Jahr bestand die Hoffnung, dass dieses Jahr in den Abiturprüfungen Rücksicht auf die gegebenen Umstände genommen werden würde. Davon wurden wir aber leider enttäuscht.

Wir bitten deshalb zu beachten, dass wir uns nicht einfach über ein schweres Abitur beschweren, um eine bessere Note zu erhalten. Wir fühlen uns ungerecht behandelt und verlangen, dass das eingesehen und die Bewertung dementsprechend angepasst wird.

Diese Petition hat 600 Unterschriften erreicht

Das Problem

Sehr geehrtes Kultusministerium, sehr geehrter Herr Piwarz,

Corona hat uns alle eingeschränkt. Jede:r hat die sozialen und psychischen Auswirkungen auf das Leben am eigenen Leibe gespürt. Bei uns Schüler:innen kam aber noch die Frage des bevorstehenden Abis dazu: Im März 2020 fühlte man die Auswirkungen der Krise in Deutschland; gerade, als wir unser erstes Halbjahr der Oberstufe geschafft hatten. Von da an begannen die Unsicherheiten: Es wäre schwer aufzuzählen, wie oft sich die Anweisungen für uns seitdem immer und immer wieder geändert haben. Dass meist die Gesamtsituation deutlich mehr Schuld daran hatte als einzelne Personen, und auch, dass Lehrer:innen sowie Schulleitungen das Beste gegeben haben, ist uns natürlich bewusst. Trotzdem waren wir es, die diese Last auf den Schultern tragen mussten.

Entsprechend erstaunt waren die meisten von uns, Schüler:innen sowie Lehrer:innen, als wir das diesjährige Abitur im Leistungskurs sowie Grundkurs Mathematik gesehen hatten. Der Schwierigkeitsgrad des Abiturs war nicht nur extrem hoch, es hat den meisten auch an Zeit gefehlt, zu viele Schüler:innen konnten einzelne Aufgaben nicht lösen, weil es trotz der halben Stunde an Zeit gemangelt hat. Da haben uns auch die in diesem Jahr ausgelassenen Themen nicht geholfen

Das empfinden wir in mehreren Aspekten als ungerecht. Alle von uns hatten über die Oberstufenzeit hinweg mindestens 12 Wochen keinen Präsenzunterricht. Und es ist kein Geheimnis, dass der Fernunterricht nicht ansatzweise so effektiv ist, wie der Unterricht in der Schule. Hinzu kommt der psychische Stress, der durch die vielen Unsicherheiten ein ständiger Begleiter unserer Zeit in der Oberstufe war. Außerdem wurde uns oftmals nahegelegt, dass wir davon profitieren würden, den Ersttermin für die Prüfungen wahrzunehmen. Dass dies tatsächlich zu unserem Vorteil war, ist jetzt nur noch schwer zu glauben.

Besonders nach der Aufruhr im letzten Jahr bestand die Hoffnung, dass dieses Jahr in den Abiturprüfungen Rücksicht auf die gegebenen Umstände genommen werden würde. Davon wurden wir aber leider enttäuscht.

Wir bitten deshalb zu beachten, dass wir uns nicht einfach über ein schweres Abitur beschweren, um eine bessere Note zu erhalten. Wir fühlen uns ungerecht behandelt und verlangen, dass das eingesehen und die Bewertung dementsprechend angepasst wird.

Die Entscheidungsträger*innen

Kultusminister Christian Piwarz
Kultusminister Christian Piwarz
sächsischer Kultusminister

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