
Liebe Friedensfreundin, lieber Friedensfreund,
die Kultur der Militarisierung dringt immer stärker in unseren Alltag ein, obwohl sich viele Menschen in Deutschland keineswegs wünschen, „kriegstüchtig“ zu werden. Auch die Denkschrift der Evangelischen Kirche übernimmt zahlreiche Narrative zur Bedrohungslage und sieht sich in der Pflicht, die eigenen Strukturen so auszubauen, dass die Kirche im Krisenfall handlungsfähig ist (EKD, 2025, Abschn. 61, S. 67). Damit vergibt die Denkschrift eine große Chance: Statt Brücken zu bauen, schließt die EKD die Reihen im eigenen geopolitischen Lager. Der Rat unterliegt dabei einer fatalen Selbstbeschränkung, indem er sich im Wesentlichen auf das deutsche Staatsgebiet und seine europäischen Partner konzentriert. Doch gerade die Kirche hat den Auftrag, über Grenzen hinweg Dialog und Versöhnung zu fördern. Insbesondere unter Christinnen und Christen könnte sie Brücken des Friedens bauen.
Die Petition an den Rat der Evangelischen Kirche ist ein wichtiges Zeichen gegen die zunehmende Militarisierung unserer Gesellschaft. Vielen Dank für deine Unterstützung, falls du bereits unterschrieben hast. Innerhalb nur einer Woche haben wir gemeinsam über 1.200 Unterzeichner:innen gewonnen – ein großartiger Start, der zeigt, wie vielen Menschen eine Überarbeitung der Denkschrift am Herzen liegt.
Falls du bisher noch keine Gelegenheit hattest, kannst du die Petition hier unterzeichnen. Lass uns gemeinsam noch mehr Menschen erreichen: Teile die Petition in deinem Familien- und Freundeskreis, in Gemeinden und Initiativen – besonders bei den Ostermärschen in ganz Deutschland. Dafür haben wir ein Flugblatt erstellt, das du hier herunterladen kannst.
Außerdem findest du unter folgender Adresse eine Sammlung von Materialien und Artikeln zur EKD-Denkschrift. Wir freuen uns sehr über deine Anregungen und Hinweise – schick sie gerne an info@gruenealternative.de.
Gemeinsam bewegen wir mehr!
Solidarische Grüße
Karl-W. Koch & Thomas Krings
(Sprecher Grüne Alternative e.V.)