Neuigkeit zur PetitionKraftwerk Jänschwalde muss im Betrieb bleiben!Brief an den Ministerpräsidenten Dr. Dietmar Woidke
Volker Vahrenholt, Dr.Berlin, Deutschland
03.04.2022

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer, 

folgender Brief wurde am 29.03.2022 an den MP von Brandenburg, Dr. Dietmar Woidke, geschickt:

Sehr geehrter Herr Dr. Woidke,

wir haben am 18.03.2022 die Petition „Kraftwerk Jänschwalde muss in Betrieb bleiben“ gestartet. Bis zum 29.03.2022, Stand 21:00 haben bereits 6.370 Unterzeichnerinnen und Unterzeichner Ihre digitale Unterschrift abgegeben.

Wir fordern, die gesetzlichen Rahmenbedingungen zu schaffen, um den Weiterbetrieb des Braunkohlekraftwerks und des Braunkohletagebaus Jänschwalde zu ermöglichen. Die Unterzeichner der Initiative sind sehr in Sorge, dass zum einen sehr viele Arbeitsplätze in der Region verloren gehen werden. Zum anderen bestehen aber auch erhebliche Bedenken, dass durch die Abschaltung des Kraftwerks Jänschwalde bzw. weiterer Kohlekraftwerke in Verbindung mit den Folgen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine die Versorgungssicherheit gefährdet sein könnte. Denn der Krieg hat eine erschreckend hohe und tiefgreifende Abhängigkeit Deutschlands von russischen Energieimporten zu Tage gefördert. Viele Unterzeichner verstehen nicht, warum in der jetzigen Phase auf in Deutschland abbaubare Rohstoffe und Energieerzeugung verzichtet werden soll, wenn durch das notwendige Zurückfahren der Energieimporte aus Russland eine Versorgungslücke entsteht. Wir sind uns darüber im Klaren, dass die Energieerzeugung aus Erneuerbaren kurz- und mittelfristig keine Alternative darstellt, da die Energie und insbesondere der Strom nicht gespeichert werden können. Dies erfordert auch bei einem massiven Zubau von erneuerbaren Energiequellen Backup-Kraftwerke für sogenannte Dunkelflauten.

Die Initiative fordert daher:

-       Den Weiterbetrieb des Braunkohletagebaus Jänschwalde

-       Den Weiterbetrieb des Kraftwerks Jänschwalde

-       Den Braunkohleausstieg erst frühestens 2038 zu terminieren, ein vorgezogener Kohleausstieg 2030 wird vehement abgelehnt. Die Minderungsziele müssen ggf. angepasst werden, da die Versorgungssicherheit vor dem Klimaschutz kommen muss.

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident Dr. Woidke, wir müssen entschieden daran arbeiten, die Energieimporte aus Russland zu reduzieren. Wir dürfen aber auch keine neuen Abhängigkeiten zu Staaten aufbauen, bei denen die Verwendungszwecke der Deviseneinnahmen sehr fraglich sind. Gleichzeitig muss eine Versorgungslücke in Deutschland vermieden werden. Das Fazit lautet daher, dass wir die Grundlast weiterhin in Deutschland selbst erzeugen müssen.

Mit freundlichen Grüßen

Die Initiative

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