Kommunales Wildtierverbot für Zirkusbetriebe in Hilzingen gefordert!

Das Problem

Sehr geehrter Metzler, sehr geehrte Damen und Herren des Gemeinderats,

vom 08. bis 13. Juni 2016 wird Circus Krone auf dem Festplatz Hilzingen gastieren. Mit dabei hat der Betrieb über 200 Tiere, darunter auch Wildtiere wie Elefanten, Tiger, Löwen, Seelöwen und ein Nashorn.

Immer mehr Menschen haben zwischenzeitlich erkannt, dass eine Wildtierhaltung im Zirkus nicht mehr zeitgemäß und weder ethisch noch moralisch vertretbar ist. Die Redaktion von Frontal21 (ZDF) hat dazu im März 2015 eine repräsentative Umfrage in Auftrag gegeben. ,,Demnach finden es zwei Drittel der Deutschen nicht gut, wenn Wildtiere wie Elefanten, Giraffen oder Tiger in Zirkusbetrieben gehalten werden. Lediglich 15 Prozent äußern keine Bedenken", so die Redaktion.

Zahlreiche, darunter europäische Länder wie Österreich und die Niederlande, haben bereits gehandelt und ein Wildtierverbot für Zirkusse erlassen. Bereits 2003 hat der Bundesrat in einem Entschließungsantrag an den Bundestag für ein Verbot von Wildtieren im Zirkus gestimmt und die Bundesregierung beauftragt, ein Verbot zu erarbeiten. Nachdem sich Jahre lang nichts getan hat und das Leid der Wildtiere im Zirkus immer größer wurde, startete der Bundesrat im November 2011 erneut eine Initiative. Doch das zuständige Bundesministerium für Ernährung,
Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) führt seine Blockadehaltung  fort und überlässt die Elefanten, Bären, Tiger und andere Wildtiere, sowie sogenannte "domestizierte Tiere" wie Pferde, Esel, Ponys usw. weiterhin ihrem Zirkusschicksal. Am 18.03.2016 stimmte der Bundesrat erneut für ein Wildtierverbot und beauftragt nun zum dritten Mal die Bundesregierung ein Gesetz zu erarbeiten.

Übrigens sprechen sich mittlerweile zahlreiche Parteien für ein bundesweites Verbot aus (SPD, Bündnis 90/Die Linke, Die Linke), sowie der Agrarausschuss des Bundesrats und die Bundestierärztekammer.

Da sich bundespolitisch bisher nichts an der Situation geändert hat, beschließen immer mehr Städte, keine öffentlichen Flächen mehr an Zirkusse mit Wildtieren zu vermieten. Solche Verbote gibt es bereits in über 51 Städten, darunter Erding, Mörfelden-Walldorf, Worms, Speyer, Köln und Erlangen. Ständig kommen neue hinzu.

Wie Videos diverser Tierschutz/Tierrechtsorganisationen und private Aufnahmen durch Tierrechtler und Tierschützer immer wieder veranschaulichen, leiden viele Zirkustiere unter Stereotypien, wie beispielsweise das "Weben" bei Elefanten und Pferden, oder das monotone Auf- und Ablaufen von Großkatzen und anderer Tierarten. Dieses Verhalten wurde bei den Krone-Tieren bereits mehrfach beobachtet und dokumentiert.

Jeder zur Empathie fähige Mensch muss zu der Erkenntnis kommen, dass dieses auf Ausbeutung basierende System falsch ist und nichts in der heutigen Zeit zu suchen hat: Die Tiere werden bei Kälte und Hitze, Wind und Wetter in engen LKWs von Ort zu Ort gekarrt, müssen bei lauter Musik und grellem Licht Kunststücke aufführen und verbringen den Rest der Zeit in ihren meist engen Gehegen. Das Wort "Wildtier" leitet sich bekanntermaßen von "wild" ab.

Bei den Kontrollen durch die zuständigen Veterinärbehörden werden immer wieder Verstöße festgestellt. Wie beispielsweise das bayerische Umweltministerium erst kürzlich auf Anfrage der SPD-Tierschutzexpertin Susann Biedefeld einräumen musste, wurden in Bayern seit 2010 bei fast jeder zweiten Kontrolle Verstöße gegen tierschutzrechtliche Vorschriften festgestellt (249 Verstöße bei 512 Kontrollen). Es ist davon auszugehen, dass es in anderen Bundesländern nicht recht viel anders aussieht!

Ich fordere Sie hiermit im Namen aller Unterstützer auf, künftig keine städtischen Flächen mehr an Zirkusse mit Wildtieren zu vermieten und ein kommunales Verbot zu erarbeiten.


Mit freundlichen Grüßen,

Wildtierverbot Deutschland & alle Unterstützer

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Simon Fischer, Wildtierverbot DeutschlandPetitionsstarter*in
Diese Petition hat 940 Unterschriften erreicht

Das Problem

Sehr geehrter Metzler, sehr geehrte Damen und Herren des Gemeinderats,

vom 08. bis 13. Juni 2016 wird Circus Krone auf dem Festplatz Hilzingen gastieren. Mit dabei hat der Betrieb über 200 Tiere, darunter auch Wildtiere wie Elefanten, Tiger, Löwen, Seelöwen und ein Nashorn.

Immer mehr Menschen haben zwischenzeitlich erkannt, dass eine Wildtierhaltung im Zirkus nicht mehr zeitgemäß und weder ethisch noch moralisch vertretbar ist. Die Redaktion von Frontal21 (ZDF) hat dazu im März 2015 eine repräsentative Umfrage in Auftrag gegeben. ,,Demnach finden es zwei Drittel der Deutschen nicht gut, wenn Wildtiere wie Elefanten, Giraffen oder Tiger in Zirkusbetrieben gehalten werden. Lediglich 15 Prozent äußern keine Bedenken", so die Redaktion.

Zahlreiche, darunter europäische Länder wie Österreich und die Niederlande, haben bereits gehandelt und ein Wildtierverbot für Zirkusse erlassen. Bereits 2003 hat der Bundesrat in einem Entschließungsantrag an den Bundestag für ein Verbot von Wildtieren im Zirkus gestimmt und die Bundesregierung beauftragt, ein Verbot zu erarbeiten. Nachdem sich Jahre lang nichts getan hat und das Leid der Wildtiere im Zirkus immer größer wurde, startete der Bundesrat im November 2011 erneut eine Initiative. Doch das zuständige Bundesministerium für Ernährung,
Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) führt seine Blockadehaltung  fort und überlässt die Elefanten, Bären, Tiger und andere Wildtiere, sowie sogenannte "domestizierte Tiere" wie Pferde, Esel, Ponys usw. weiterhin ihrem Zirkusschicksal. Am 18.03.2016 stimmte der Bundesrat erneut für ein Wildtierverbot und beauftragt nun zum dritten Mal die Bundesregierung ein Gesetz zu erarbeiten.

Übrigens sprechen sich mittlerweile zahlreiche Parteien für ein bundesweites Verbot aus (SPD, Bündnis 90/Die Linke, Die Linke), sowie der Agrarausschuss des Bundesrats und die Bundestierärztekammer.

Da sich bundespolitisch bisher nichts an der Situation geändert hat, beschließen immer mehr Städte, keine öffentlichen Flächen mehr an Zirkusse mit Wildtieren zu vermieten. Solche Verbote gibt es bereits in über 51 Städten, darunter Erding, Mörfelden-Walldorf, Worms, Speyer, Köln und Erlangen. Ständig kommen neue hinzu.

Wie Videos diverser Tierschutz/Tierrechtsorganisationen und private Aufnahmen durch Tierrechtler und Tierschützer immer wieder veranschaulichen, leiden viele Zirkustiere unter Stereotypien, wie beispielsweise das "Weben" bei Elefanten und Pferden, oder das monotone Auf- und Ablaufen von Großkatzen und anderer Tierarten. Dieses Verhalten wurde bei den Krone-Tieren bereits mehrfach beobachtet und dokumentiert.

Jeder zur Empathie fähige Mensch muss zu der Erkenntnis kommen, dass dieses auf Ausbeutung basierende System falsch ist und nichts in der heutigen Zeit zu suchen hat: Die Tiere werden bei Kälte und Hitze, Wind und Wetter in engen LKWs von Ort zu Ort gekarrt, müssen bei lauter Musik und grellem Licht Kunststücke aufführen und verbringen den Rest der Zeit in ihren meist engen Gehegen. Das Wort "Wildtier" leitet sich bekanntermaßen von "wild" ab.

Bei den Kontrollen durch die zuständigen Veterinärbehörden werden immer wieder Verstöße festgestellt. Wie beispielsweise das bayerische Umweltministerium erst kürzlich auf Anfrage der SPD-Tierschutzexpertin Susann Biedefeld einräumen musste, wurden in Bayern seit 2010 bei fast jeder zweiten Kontrolle Verstöße gegen tierschutzrechtliche Vorschriften festgestellt (249 Verstöße bei 512 Kontrollen). Es ist davon auszugehen, dass es in anderen Bundesländern nicht recht viel anders aussieht!

Ich fordere Sie hiermit im Namen aller Unterstützer auf, künftig keine städtischen Flächen mehr an Zirkusse mit Wildtieren zu vermieten und ein kommunales Verbot zu erarbeiten.


Mit freundlichen Grüßen,

Wildtierverbot Deutschland & alle Unterstützer

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Simon Fischer, Wildtierverbot DeutschlandPetitionsstarter*in

Die Entscheidungsträger*innen

Herr Rupert Metzler
Herr Rupert Metzler

Neuigkeiten zur Petition