Förderung von Kleinwindkraftanlagen

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Ich komme mir manchmal vor wie Don Quijote, anstatt wie die spanische Romanfigur beharrlich gegen Windmühlen anzukämpfen, setze ich mich allerdings für die Kleinwindräder ein und reite dabei eher gegen träge Gesetzesmühlen an.  "Ich bin überzeugt, dass wir für einen wirksamen Klimaschutz alle geeigneten Möglichkeiten nutzen müssen erneuerbare Energien auszubauen. Vor allem im Hinblick auf zunehmende E-Mobilität können Kleinwindanlagen auf Einfamilienhäusern dazu  einen wichtigen Beitrag leisten, denn insbesondere die Windenergieerzeugung im Hinblick auf den Klimaschutz bedarf auch alternativer Ansätze!"

Die Nutzung von Mikro- und Kleinwindanlagen steht in Deutschland noch am Anfang. Je besser die gesetzlichen Rahmenbedingungen und je offener die Genehmigungsbehörden sind, desto mehr könnten Kleinwindkraftanlagen zur Energiewende Ihren Teil beitragen.

Die Zielsetzung der Förderung von Kleinwindkraftanlagen ist, sowohl das Potenzial der individuellen Ausnutzung von Windenergie auf Seiten der Privathaushalte zu aktivieren, als auch das Hemmnis der derzeitigen hohen Anschaffungskosten für die Errichtung einer Anlage mit einer finanziellen Unterstützung zu überwinden und die bürokratischen Hürden zu senken.

Dies gewinnt besonders vor folgendem Hintergrund an Bedeutung: Gemäß dem Klimaschutz kommt der Nutzung von Windenergie eine vergleichsweise hohe Bedeutung bei den regenerativen Energien zu. Um entsprechende Standorte für weitere Windkraftanlagen zu eruieren, wurden bereits viele Untersuchungen zu potenziellen Eignungsgebieten für die Windenergie durchgeführt, mit den Ergebnissen, dass nur noch wenige Gebiete für den weiteren Ausbau von Windkraft geeignet sind. Um die Nutzung von Windkraft dennoch zu ermöglichen, bedarf es dringend alternativer Ansätze. So kann mit der Errichtung von Kleinwindkraftanlagen auf privater Ebene ein wichtiger Beitrag zum Ausbau regenerativer Energien im Sinne der Eigenversorgung geleistet werden.

In den Städten stehen aber noch sehr wenige Windräder. Ein Tabu-Thema: Das Thema sollte aber nicht länger tabu bleiben, denn im Rahmen der Energiewende müssen alle Optionen für die dezentrale Energieversorgung geprüft werden, dazu gehört auch das Kleinwindrad im urbanen Raum. In Stadtkernen und in Citybereichen könnten die Flachdächer von Hochhäusern aufgrund der exponierten Lage für Windräder sprechen. Im Umland als auch an Randlagen von Vororten sowie Gewerbe- und Industriegebieten können durchaus auch gute Standorte für Kleinwindkraftanlagen vorhanden sein.

Ein Windrad kann die Photovoltaikanlage besonders im Winter unterstützen, bei schönem Wetter kommt der Strom von der Sonne, ist der Himmel bedeckt, übernimmt das Windrad die Stromerzeugung. Durch staatliche Förderung könnten wir einen rasanten Aufschwung und eine schnelle Weiterentwicklung in der Kleinwindbranche erleben.

"Ich bin der Meinung, das wir vor dem Hintergrund des immer stärker werdenden Klimawandels, es uns einfach nicht mehr leisten können auf die individuelle Ausnutzung von Windenergie auf Seiten der Privathaushalte gänzlich zu verzichten und dieses Potential, wie bisher, weiter kaum nutzen." 

Dass es auf vielen deutschen Hausdächern neben den bereits vielfach installierten Solarpanelen dann bald auch kleine Windräder geben wird, ist eine einigermaßen realistische Vorstellung.

Marco Warstat