Petition updateBerichten Sie wöchentlich über den Klimawandel!Hitzewelle und unterkühlte Journalisten
Sonja SchuhmacherWeiden, Germany
Oct 23, 2018

Liebe Unterstützer*innen,

ein beispielloser Sommer liegt hinter uns. Auf vielen Äckern verdorrte die Ernte, Waldbrände wüteten, die gesamte Nordhalbkugel der Erde wurde von einer anhaltenden Hitzewelle erfasst. Dennoch ist die Berichterstattung der Medien nach wie vor unzureichend. Deshalb bitte ich Sie auch diesmal wieder: Schreiben Sie an das neue Leitungsteam des SPIEGEL:

Hier die Adresse: leserbriefe@spiegel.de

Und hier 2 Textvorschläge, falls Sie keine Zeit haben, selbst etwas aufzusetzen: 

1. Kurzfassung:
BERICHTEN SIE WÖCHENTLICH ÜBER DEN KLIMAWANDEL! (kann allwöchentlich abgeschickt werden)

2. Langfassung:

Sehr geehrter Herr Klussmann, sehr geehrte Frau Hans, sehr geehrter Herr Fichtner,

dass wir erneut eine Regierung haben, die den Kohleausstieg verschleppt und auch sonst keine geeigneten Maßnahmen ergreift, um den Klimakollaps zu verhindern – daran tragen auch die deutschen Medien eine Mitschuld. Durch Verschweigen und Verharmlosen verhindern sie, dass die breite Öffentlichkeit die Tragweite des Problems erkennt.

Auch nach der beispiellosen Hitze und Dürre dieses Sommers mussten wir Leser uns mit folgendem begnügen:

  • ein Stimmungsbild über die Hitzewelle, in dem mehr von Schadensersatz für Landwirte die Rede war als von künftiger Ernährungssicherheit;

-        ein Bericht über den heldenhaften Versuch eines Mannes, seinen Konsum so weit einzuschränken, dass er dem Klima nicht schadet. Leider wirkte dies für viele wohl eher abschreckend, und es fehlten wieder einmal Hinweise auf die Versäumnisse der Politik und übersichtliche Tipps, die jeder umsetzen kann, um seine Klimabilanz zu verbessern;

-        ein Interview mit einem Klima-Experten, das bei Lesern den Eindruck erwecken konnte, alles sei halb so schlimm (dasselbe gilt für den Kommentar von Axel Bojanowski auf Spiegel Online). Stattdessen wünsche ich mir Interviews mit Fachleuten, die deutlichere Worte finden, z.B. Prof. Lesch, Prof. Schellnhuber, Prof. Kemfert, Prof. Quaschning oder Naomi Klein;

-        ebenso unbefriedigend: ein Interview mit Robert Habeck, bei dem die Interviewer die Themen Ökologie und Klima als „Angstmacher“ abtaten und im übrigen links liegen ließen;

-        der seitenlange Bericht über die Grünen, ebenfalls in Ihrer neuesten Ausgabe, spricht alles Mögliche an, politische Inhalte, also Klimaschutz und Naturschutz kommen allenfalls am Rande vor;

Der britische GUARDIAN, wie der SPIEGEL eine der wenigen unabhängigen Publikationen in Europa, berichtet hingegen täglich über den Klimawandel, den weltweiten Widerstand und Entwicklungen im Klimaschutz. Kritische Stimmen wie die des Kolumnisten George Monbiot finden hier Raum. Warum nicht auch im SPIEGEL?

Mit freundlichen Grüßen

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Interessante Links:

Bitte schicken Sie dieses Update auch in Ihre Freunde und Bekannten!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung!

Herzliche Grüße

Ihre Sonja Schuhmacher
Bund Naturschutz Weiden in der Oberpfalz

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