

Kitas müssen auch im Sommer sicher sein – für Kinder, Fachkräfte und berufstätige Eltern
Das Problem
Warum wir diese Petition starten:
Klimaschutz wird diskutiert. Und trotzdem sitzen Kinder in überhitzten Kita-Räumen, während ihre Eltern keine Wahl haben, als sie dort zu lassen.
Das ist kein Einzelfall. Das ist Alltag in deutschen Kitas im Sommer. Und es ist Zeit, das zu ändern!
Was wir fordern:
Träger und Kommunen müssen sicherstellen, dass Kindertageseinrichtungen auch bei extremer Hitze sichere, gekühlte Aufenthaltsbereiche bieten.
Konkret bedeutet das: klimatisierte oder ausreichend gekühlte Räume als verbindlichen Standard, Fördermittel für Verschattung, Lüftung und technische Kühllösungen sowie ausreichend dimensionierte Kühlmöglichkeiten für Lebensmittel, damit Mahlzeiten und Getränke auch an Hitzetagen sicher gelagert und den Kindern angeboten werden können.
Dazu braucht es praxistaugliche Notfallpläne für Hitzetage mit klarer, rechtzeitiger Information an Eltern, bauliche Anpassungen bestehender Gebäude mit langfristiger Perspektive und transparente Regelungen, wann und unter welchen Bedingungen Betreuungszeiten angepasst werden dürfen.
Warum das so dringend ist:
Kinder sind keine Selbstverständlichkeit – und ihre Zukunft auch nicht
Wer Kinder großzieht, leistet etwas für uns alle. Kinder sind nicht nur das Herzstück von Familien, sondern die Grundlage einer funktionierenden Gesellschaft. Dass wir ihnen sichere, gesunde Bedingungen bieten wollen, ist kein idealistisches Ziel. Es ist eine kollektive Verantwortung, der wir uns verpflichtet fühlen – unabhängig davon, ob man selbst Kinder hat oder nicht.
Mittel für Investitionen in Kitas sind vorhanden. Sie müssen nur konsequent dafür eingesetzt werden. Was an anderer Stelle als Infrastrukturaufgabe selbstverständlich finanziert wird, sollte auch hier gelten: Eine Gesellschaft, die in ihre jüngsten Mitglieder investiert, investiert in sich selbst.
In überhitzten Räumen sind Kinder nicht sicher
Wenn es draußen zu heiß ist, bleiben Kinder drinnen. Soweit, so logisch. Das Problem: Die Innenräume vieler Kitas heizen sich an Sommertagen kaum weniger auf als die Außenbereiche. Kinder sind physiologisch anfälliger für Hitze als Erwachsene. Sie regulieren ihre Körpertemperatur schlechter und können ihrem Umfeld nicht einfach ausweichen.
Hinzu kommt ein oft übersehenes praktisches Problem: Wenn Kühlmöglichkeiten für Lebensmittel fehlen oder nicht ausreichen, können Mahlzeiten und Getränke bei extremer Hitze nicht sicher gelagert werden. Was im privaten Haushalt selbstverständlich ist – ein funktionierender Kühlschrank, ausreichend Platz für frische Lebensmittel – ist in vielen Kitas nicht gewährleistet. Das ist nicht nur eine Frage der Qualität, sondern der Hygiene und Gesundheit.
Wer Kinder schützen will, muss auch die Räume und die Versorgung schützen, die ihren Alltag ausmachen.
Fachkräfte arbeiten am Limit – auch ohne Hitze
Pädagogisches Personal leistet anspruchsvolle Arbeit unter dauerhaft herausfordernden Bedingungen. Extreme Hitze verschärft das zusätzlich. Erschöpfte Fachkräfte können keine optimale Betreuung gewährleisten. Das schadet am Ende den Kindern. Gute Arbeitsbedingungen in Kitas sind keine Frage des Komforts, sondern der Betreuungsqualität.
Früher abholen klingt einfach – ist es aber nicht
Wenn eine Kita bei Hitze früher schließt oder spontan kürzer öffnet, hört man oft: „Dann holen die Eltern ihre Kinder eben früher ab." Doch das setzt voraus, dass Eltern einen Job mit Gleitzeit haben, ein funktionierendes privates Netzwerk, das einspringen kann, oder die finanzielle Sicherheit, einen Arbeitstag einfach zu unterbrechen.
Viele Familien haben das nicht. Und sie sollen sich dafür nicht rechtfertigen müssen. Verlässliche Betreuungszeiten sind kein Luxus. Sie sind die Grundlage, auf der Familien ihren Alltag aufbauen.
Das trifft Frauen besonders – und das ist kein Zufall
Nach wie vor tragen Frauen einen Großteil der Care-Arbeit in Familien. Wenn Betreuung wegfällt, sind es oft Mütter, die umplanen, zurückstecken oder zu Hause bleiben. Das ist keine persönliche Entscheidung aus dem Nichts. Es ist das Ergebnis von Strukturen, die Frauen systematisch benachteiligen!
Gleichzeitig wird gesellschaftlich laut gefordert, dass mehr Frauen in Vollzeit oder zumindest in mehr Stunden arbeiten sollen. Dieser Wunsch ist berechtigt. Aber er ist unehrlich, solange die Infrastruktur fehlt, die ihn erst möglich macht. Eine Kita, die im Sommer unzuverlässig wird, ist keine Kleinigkeit. Sie ist ein konkretes Hindernis für die Erwerbsbeteiligung von Müttern.
Wer Gleichstellung ernst nimmt, muss auch Kitas ernst nehmen.
Strukturen müssen die Verantwortung tragen – nicht Einzelpersonen
Es gibt bereits Vorschriften. Es gibt Empfehlungen. Und es gibt engagierte Fachkräfte und Leitungen, die täglich das Beste aus schwierigen Situationen machen.
Aber das reicht nicht. Solange die baulichen, finanziellen und organisatorischen Voraussetzungen fehlen, können selbst die besten Regelungen nicht greifen. Die Verantwortung für sichere Kitas bei Hitze gehört nicht auf die Schultern von Erzieher:innen oder Einrichtungsleitungen. Sie gehört auf die Agenda von Trägern, Kommunen und Politik. Die Mittel dafür müssen bereitgestellt werden – nicht als Gefälligkeit, sondern als das, was es ist: eine öffentliche Aufgabe.
Fazit: Kitas sind systemrelevante Infrastruktur. Wer in sie investiert, investiert in Kinder – und damit in uns alle.
99
Das Problem
Warum wir diese Petition starten:
Klimaschutz wird diskutiert. Und trotzdem sitzen Kinder in überhitzten Kita-Räumen, während ihre Eltern keine Wahl haben, als sie dort zu lassen.
Das ist kein Einzelfall. Das ist Alltag in deutschen Kitas im Sommer. Und es ist Zeit, das zu ändern!
Was wir fordern:
Träger und Kommunen müssen sicherstellen, dass Kindertageseinrichtungen auch bei extremer Hitze sichere, gekühlte Aufenthaltsbereiche bieten.
Konkret bedeutet das: klimatisierte oder ausreichend gekühlte Räume als verbindlichen Standard, Fördermittel für Verschattung, Lüftung und technische Kühllösungen sowie ausreichend dimensionierte Kühlmöglichkeiten für Lebensmittel, damit Mahlzeiten und Getränke auch an Hitzetagen sicher gelagert und den Kindern angeboten werden können.
Dazu braucht es praxistaugliche Notfallpläne für Hitzetage mit klarer, rechtzeitiger Information an Eltern, bauliche Anpassungen bestehender Gebäude mit langfristiger Perspektive und transparente Regelungen, wann und unter welchen Bedingungen Betreuungszeiten angepasst werden dürfen.
Warum das so dringend ist:
Kinder sind keine Selbstverständlichkeit – und ihre Zukunft auch nicht
Wer Kinder großzieht, leistet etwas für uns alle. Kinder sind nicht nur das Herzstück von Familien, sondern die Grundlage einer funktionierenden Gesellschaft. Dass wir ihnen sichere, gesunde Bedingungen bieten wollen, ist kein idealistisches Ziel. Es ist eine kollektive Verantwortung, der wir uns verpflichtet fühlen – unabhängig davon, ob man selbst Kinder hat oder nicht.
Mittel für Investitionen in Kitas sind vorhanden. Sie müssen nur konsequent dafür eingesetzt werden. Was an anderer Stelle als Infrastrukturaufgabe selbstverständlich finanziert wird, sollte auch hier gelten: Eine Gesellschaft, die in ihre jüngsten Mitglieder investiert, investiert in sich selbst.
In überhitzten Räumen sind Kinder nicht sicher
Wenn es draußen zu heiß ist, bleiben Kinder drinnen. Soweit, so logisch. Das Problem: Die Innenräume vieler Kitas heizen sich an Sommertagen kaum weniger auf als die Außenbereiche. Kinder sind physiologisch anfälliger für Hitze als Erwachsene. Sie regulieren ihre Körpertemperatur schlechter und können ihrem Umfeld nicht einfach ausweichen.
Hinzu kommt ein oft übersehenes praktisches Problem: Wenn Kühlmöglichkeiten für Lebensmittel fehlen oder nicht ausreichen, können Mahlzeiten und Getränke bei extremer Hitze nicht sicher gelagert werden. Was im privaten Haushalt selbstverständlich ist – ein funktionierender Kühlschrank, ausreichend Platz für frische Lebensmittel – ist in vielen Kitas nicht gewährleistet. Das ist nicht nur eine Frage der Qualität, sondern der Hygiene und Gesundheit.
Wer Kinder schützen will, muss auch die Räume und die Versorgung schützen, die ihren Alltag ausmachen.
Fachkräfte arbeiten am Limit – auch ohne Hitze
Pädagogisches Personal leistet anspruchsvolle Arbeit unter dauerhaft herausfordernden Bedingungen. Extreme Hitze verschärft das zusätzlich. Erschöpfte Fachkräfte können keine optimale Betreuung gewährleisten. Das schadet am Ende den Kindern. Gute Arbeitsbedingungen in Kitas sind keine Frage des Komforts, sondern der Betreuungsqualität.
Früher abholen klingt einfach – ist es aber nicht
Wenn eine Kita bei Hitze früher schließt oder spontan kürzer öffnet, hört man oft: „Dann holen die Eltern ihre Kinder eben früher ab." Doch das setzt voraus, dass Eltern einen Job mit Gleitzeit haben, ein funktionierendes privates Netzwerk, das einspringen kann, oder die finanzielle Sicherheit, einen Arbeitstag einfach zu unterbrechen.
Viele Familien haben das nicht. Und sie sollen sich dafür nicht rechtfertigen müssen. Verlässliche Betreuungszeiten sind kein Luxus. Sie sind die Grundlage, auf der Familien ihren Alltag aufbauen.
Das trifft Frauen besonders – und das ist kein Zufall
Nach wie vor tragen Frauen einen Großteil der Care-Arbeit in Familien. Wenn Betreuung wegfällt, sind es oft Mütter, die umplanen, zurückstecken oder zu Hause bleiben. Das ist keine persönliche Entscheidung aus dem Nichts. Es ist das Ergebnis von Strukturen, die Frauen systematisch benachteiligen!
Gleichzeitig wird gesellschaftlich laut gefordert, dass mehr Frauen in Vollzeit oder zumindest in mehr Stunden arbeiten sollen. Dieser Wunsch ist berechtigt. Aber er ist unehrlich, solange die Infrastruktur fehlt, die ihn erst möglich macht. Eine Kita, die im Sommer unzuverlässig wird, ist keine Kleinigkeit. Sie ist ein konkretes Hindernis für die Erwerbsbeteiligung von Müttern.
Wer Gleichstellung ernst nimmt, muss auch Kitas ernst nehmen.
Strukturen müssen die Verantwortung tragen – nicht Einzelpersonen
Es gibt bereits Vorschriften. Es gibt Empfehlungen. Und es gibt engagierte Fachkräfte und Leitungen, die täglich das Beste aus schwierigen Situationen machen.
Aber das reicht nicht. Solange die baulichen, finanziellen und organisatorischen Voraussetzungen fehlen, können selbst die besten Regelungen nicht greifen. Die Verantwortung für sichere Kitas bei Hitze gehört nicht auf die Schultern von Erzieher:innen oder Einrichtungsleitungen. Sie gehört auf die Agenda von Trägern, Kommunen und Politik. Die Mittel dafür müssen bereitgestellt werden – nicht als Gefälligkeit, sondern als das, was es ist: eine öffentliche Aufgabe.
Fazit: Kitas sind systemrelevante Infrastruktur. Wer in sie investiert, investiert in Kinder – und damit in uns alle.
Die Entscheidungsträger*innen

Neuigkeiten zur Petition
Diese Petition teilen
Petition am 26. Juni 2026 erstellt