KeineSchule!DurchschnittsABI2020

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Das ist eine Petition für alle Schüler, Eltern und Lehrer! In allen Bundesländern!

Die Abschlussprüfungen dürfen nicht stattfinden und die Schulen müssen für mindestens den Rest des Schuljahres geschlossen bleiben!

Das Thema betrifft nicht nur alle Schüler sondern auch deren Familien sowie die Lehrer und deren Familien.

Der Einfachheitshalber wird alles mit dem Abitur beschrieben, gilt aber natürlich auch für alle anderen schulischen Abschlüsse (z.B. Mittlere Reife etc.)


Andere Länder haben bereits gehandelt!

Frankreich: Baccalauréat (Äquivalent zum Abitur)    ABGESAGT 2.4.

England: A Levels (Äquivalent zum Abitur)               ABGESAGT 3.4.

5.263 Internationale Schulen (in 158 Ländern): IB   ABGESAGT 23.3.

 

Bewusste Verharmlosung

Die Wissenschaft kann noch nicht abschließend bewerten, ob eine Übertragung des Covid-19 Virus über Aerosole (Tröpfchenkerne, kleiner als 5 Mikrometer) im normalen gesellschaftlichen Umgang ausgeschlossen werden kann. Wir sprechen also von der Übertragung über die Luft! In vielen Ländern, auch in extrem betroffenen Gebieten in Deutschland, herrschen sogar in Parks „5- Meter-Abstandsregelungen“. Und nun sollen ca. 350.000 Schüler in engen, geschlossenen Klassenzimmer mit ca. 0,5 Metern Abstand zueinander, stundenlang den Unterricht besuchen! Selbst bei stetigem Lüften, verteilen sich die Viren raumfüllend und konzentrieren sich auf.  Ganz abgesehen von dieser Gefahrenquelle bleiben da noch alle anderen:  zu wenig Abstand für kurze Augenblicke, Austausch eines Papiers oder Schreibutensils, der Gang auf die Toilette, das Niesen und Husten (Heuschnupfenzeit!). Unter solchen Bedingungen dem Unterricht konzentriert zu folgen, um kurz danach in einer Prüfung den Lernstoff abrufbereit zu haben, ist selbst den unbekümmerten Naturen unter den Schülern kaum zuzutrauen. Und was ist mit denen, die Ängste und Sorgen mit sich tragen? Es wird die Tage viel über psychologische Auswirkungen auf die Menschen geschrieben: Von Sorgen, Ängsten, Panikattacken, Schuldgefühlen und vielem mehr. Die Schüler sollen das „einfach“ wegstecken und die für sie wichtigste Prüfung in ihrem jungen Leben gut bestehen? Sind wir noch bei Verstand?!!! Hunderttausende große, mittlere und kleine Unternehmen und Konzerne haben ihre Produktionen eingestellt und die Angestellten entweder ins Home Office oder in Kurzarbeit geschickt. Wo es nur geht, setzt man auf Einzelbüros, Vermeidung von Meetings und anderen „Kontakt-Stellen“, so wie wir es aus der Politik auch jeden Tag im Fernsehen  und in den Nachrichten miterleben können: Abstand, Videokonferenzen, wenig bis null Berührungspunkte und testen, testen, testen.

Nötige Maßnahmen?

Werden also alle Schüler, die nach Ostern in den Unterricht und in die Prüfungen gezwungen werden sollen, vorher getestet und danach einer Mindest-Quarantäne von 2 Wochen unterworfen, um dann wirklich nur gesunde Schüler in den Unterricht zu schicken? Eigentlich ist das keine Frage. Es ist eine Notwendigkeit. Eine Notwendigkeit, die aber nicht vorgesehen ist. Tests sind nur besonderen Personengruppen vorbehalten. Schüler, welche sich gemeinsam lange Zeit in engen Räumen aufhalten sollen, zählen bisher nicht dazu. Dass sich diese Minister selbst in jeder erdenklichen Art und Weise schützen und im Zweifelsfall als Beamte auch bevorzugt getestet und klinisch behandelt werden ist bekannt. Aber sie muten dem Rest der Bevölkerung zu, dass sie ihre jungen Leute, Töchter, Söhne, Enkelinnen und Enkel und Zukunftsgestalter nicht nur selbst in Gefahr bringen sondern auch als unbedingter Multiplikator für die weitere Ausbreitung dieser hochansteckenden und tödlichen Pandemie  missbraucht werden, ist skandalös und darf so nicht hingenommen werden.

Und gibt es überhaupt Schutzmasken für alle Schüler, was ja wie weltweit bekannt ist, die absolute Mindestanforderung ist! Oder bekommt nur der Lehrer eine?

Wert eines Menschenlebens?

Es geht nicht um Panikmache. Die Pandemie ist todernst! Keine Statistik kann die täglichen Dramen auf den Intensivstationen darstellen.

Es geht doch darum, die Menschen mit durchdachten Konzepten, die die Gefahr der Pandemie und die damit einhergehenden Ängste berücksichtigen, von tatsächlich notwendigen Handlungen zu überzeugen.    

Keine Panikmache! Covid-19 ist SEHR real:

Ebola: 11.323 Tote

Covid-19 bisher: 103.536 Tote                      Stand, 04.April 2020

Dabei war Ebola nicht über die Luft übertragbar und Infizierte zeigten sehr schnell Krankheitssymptome, was für die Eindämmung wesentlich war.  

Wir müssen jetzt alle nur erdenklichen Schutzmaßnahmen ergreifen und einhalten, bis ein getesteter Impfstoff vorhanden ist (laut Bill Gates ist damit, trotz der enormen Anstrengung der Wissenschaftler, allerfrühestens in 2021 zu rechnen).

Mentale Belastungen

Während unsere Nachbarländer bezüglich Prüfungen und Schulbesuch Klarheit und Vernunft im Namen der Gesundheit an den Tag legen, haben die deutschen Kultusminister - via einer für sie sicheren Telefonkonferenz!- beschlossen, dass die Schüler der Abschlussklassen und ihre Lehrer sich für mehrere Stunden gemeinsam in die Unterrichtsräume begeben müssen, um ganz normal Unterricht zu machen. Schüler und Lehrer, die bereits ohnehin durch das ständige Hin- und Her der Politik, ob das Abitur nun stattfindet oder nicht, belastet sind, sollen nun ihre persönlichen Ängste, Bedenken und Unsicherheiten verdrängen, um Prüfungsaufgaben zu bewältigen, die in ihrem Umfang und in ihrem Anspruch bereits seit Langem festgelegt sind; also nicht der aktuell angespannten Ausnahmesituation angepasst wurden. Eine gute Vorbereitung ist seit der Schließung der Schulen zu einer Sache der Unmöglichkeit geworden und individuelle Vorbereitungen, z.B. Lerngruppen, Nachhilfe bzw. Sonder-Vorbereitungskurse für Abiturienten sind und werden auch weiterhin nicht möglich sein.

In einer solchen  Situation – per Telefonkonferenz – auf die Abiturprüfung zu bestehen, ist grotesk. Es herrscht Ausnahmezustand und die Diskussion über „gerechte“ Abiturprüfungen zwischen den einzelnen Bundesländern oder Schulen, ist unnötig. Es wird dieses Jahr in keinerlei Hinsicht ein „faires“ Abitur geben. Es wird nur Verlierer geben und ein nicht absehbares Risiko der Neuinfektionen.

Tote werden somit billigend in Kauf genommen!

Wir glauben, dass weder vergangene noch zukünftige Abschlussjahrgänge ein Problem mit einem diesjährigen Durchschnittsabitur haben; vielmehr werden sie froh sein, nicht selbst dieser angespannten Situation ausgesetzt gewesen zu sein.

Mindestens 70 % der Notenleistungen, und damit wesentlich mehr als in den Nachbarländern, wurden von den Schülern bereits erbracht und es besteht keinerlei Notwendigkeit für finale Abschlussprüfungen, deren Inhalte bereits abgefragt und getestet wurden. Die diesjährigen Abiturienten und Abiturientinnen haben ihre Leistungsfähigkeit bereits bewiesen.

ABI 2021?

Viel wichtiger ist es jetzt, den Fokus auf die weitere Bildung und Notenfindung aller anderen Schüler zu legen. Die künftigen Abiturienten müssen, je nach Klassenstufe, die Unterrichtsinhalte noch lernen und vermittelt bekommen. Wie groß die Lücken durch die Corona Krise sind und werden, ist noch nicht absehbar, aber die zukünftige Wissensvermittlung ist sicher ein weitaus wichtigeres Thema als das Durchführen der diesjährigen Abschlussprüfung, der bereits ausgelernten Schüler. Hier wird davon abgelenkt, dass den folgenden Jahrgängen jetzt deutliche Nachteile entstehen, da wir digital immer noch gefühlt in der Steinzeit leben.

Hierzu u.a. folgende Themen:

-          Ausbau des Online Unterrichts

-          Optimierung aller elektronischen Medien

-          Anpassung der kommenden Abiturprüfungen (z.B. gleiches Niveau für alle  Bundesländer im Hinblick auf Gerechtigkeit)

Nochmals zur Erinnerung:

1.      Auch gesunde Menschen, altersunabhängig, sterben am Coronavirus

2.      Menschen mit Herz-Kreislauf-Problemen, Diabetes, Asthma, hohem Blutdruck und Krebs sind besonders gefährdet

3.      Auch ohne erkennbare Symptome, gerade bei jungen Menschen,  wird das Virus an weitere Familienmitglieder oder Kontaktpersonen unwissentlich  weitergegeben.

Daher muss das Abitur abgesagt werden. Ansonsten hat die deutsche Bürokratie zig tausend Menschenleben auf dem Gewissen.

Aktuelle offizielle Zahlen (Stand April 11.2020, 19.16 Uhr)

Deutschland: 122.422 Infizierte | 2.778 Tote (1.680 Tote vor 5d)

Italien:            152.577 Infizierte | 19.468 Tote

Spanien:          161.883 Infizierte | 16.480 Tote

England:         78.991 Infizierte   | 9.875 Tote

Frankreich:      124.869 Infizierte | 13.197 Tote

US:                 511.020 Infizierte | 19.833 Tote

Weltweit:     1.742.425 Infizierte | 106.954 Tote

Diese Petition fordert daher die Absage der Abiturs und anderen Schulabschlussprüfungen für dieses Schuljahr. Die Gesundheit der Schüler, Eltern und Lehrer ist weitaus wichtiger als die Prüfungen!

Wir fordern, dass die Länder sich auf ein bundesweit anerkanntes Durchschnittsabitur einigen, wie unsere Nachbarländer, und zwar jetzt!

Und dass sie endlich die zukünftigen und aktuell wirklich wichtigen Angelegenheiten in Angriff nehmen:           

1.      Regelung aller bildungsrelevanten Maßnahmen für die zukünftigen Jahrgänge

2.      Regelung aller weiteren Maßnahmen für die im Herbst anlaufenden Ausbildungen und Studien.

Was ist nach dem ABI 2020?

Für die jetzigen Abiturienten hat der weitere Werdegang, sei es Studium oder Ausbildung in der ungewissen Situation des kommenden Jahres Priorität. Nur ein sehr geringer Anteil der jetzigen Abiturienten hat eventuell bereits einen Ausbildungs- oder Studienplatz und es ist nicht absehbar, ob sie diese antreten können. Ein ganzer Jahrgang Abschlussschüler geht direkt in Hartz 4? Sollen diese wirklich wichtigen Themen durch die jetzige sinnlose und lebensgefährdende Diskussion über die Durchführung von Abschlussprüfungen verdrängt werden?

Schlusswort

Diese Petition geht nicht nur die Schüler und Schülerinnen an, sondern auch alle Eltern, Großeltern, Lehrer und die Menschen ganz Deutschlands. Alle Schüler und die gesamte Bevölkerung sind es wert, geschützt zu werden und tragen Verantwortung, andere zu schützen.

Wir erachten es deshalb als wichtig, dass diese Petition nicht nur an Schüler und Schülerinnen sowie deren Familien verbreitet wird, sondern an alle Bevölkerungsgruppen. Es geht uns alle an.