Keine Windriesen vor unserer Haustür – für ein lebenswertes Tangstedt!


Keine Windriesen vor unserer Haustür – für ein lebenswertes Tangstedt!
Das Problem
Kein Bau von Windrädern in 800 Metern Entfernung zur Wohnbebauung – für den Schutz von Tangstedts Landschaft, Gesundheit und Lebensqualität
Unsere Gemeinde Tangstedt steht vor einer grundlegenden Entscheidung: Am Kringelweg sollen drei Windkraftanlagen mit einer Höhe von jeweils etwa 270 Metern errichtet werden in nur 800 Metern Entfernung zur Wohnbebauung. Zum Vergleich: Der Hamburger Fernsehturm ist 279 m hoch und von fast überall in Hamburg sichtbar. Die geplanten Anlagen würden damit das Ortsbild unserer ländlich geprägten Gemeinde dauerhaft und massiv verändern.
In vergleichbaren Gemeinden, z.B. in Bönningstedt/Tangstedt-Pinneberg, hat diese Entwicklung bereits zu erheblichem Protest geführt. Zu Recht. Auch wir sollten uns als Bürgerinnen und Bürger die Frage stellen: Welchen Preis sind wir bereit zu zahlen für eine vermeintlich klimafreundliche Lösung, deren lokale Folgen bisher verharmlost werden?
Wirtschaftliche Aspekte: Der Nutzen ist minimal
Der Tangstedter Klimabeirat rechnet in seiner Veröffentlichung mit „bestenfalls“ Einnahmen von insgesamt 3,7 Mio. € für die Gemeinde über 25 Jahre. Was auf den ersten Blick beachtlich wirkt, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als kaum relevant für unseren Haushalt:
· In den ersten 16 Jahren belaufen sich die tatsächlichen Einnahmen für die Gemeinde auf lediglich etwa 19.000 € pro Jahr, zuzüglich der allgemeinen Kommunalzuwendung nach §6 EEG in Höhe von rund 68.000 € jährlich, die bundesweit für verschiedene nachhaltige Projekte gezahlt werden und dies unabhängig von konkreten Vorhaben vor Ort. Insgesamt entspricht dies etwa 2 % des derzeitigen Haushaltsdefizits der Gemeinde Tangstedt.
· Erst ab dem Jahr 2043 sind jährliche Gesamteinnahmen von rund 250.000 € vorgesehen, inklusive der fortlaufenden EEG-Zahlung. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die betreibende Firma zu diesem Zeitpunkt noch existiert und zahlungsfähig ist.
Auch das Argument zusätzlicher Einkommensteuer greift kaum: Bleiben 15 % der Einkommen- und Lohnsteuer in Tangstedt, entspricht das nur ca. 3.000 € pro Windrad und Jahr, selbst wenn ein Verpächter 50.000 € Einnahmen pro Jahr versteuert. Sinkende Einkommenssteuer durch Wegzug, bzw. Abwertungen der Immobilien sind wahrscheinlich. Gleichzeitig sinken durch die Nähe zu Windkraftanlagen die Immobilienwerte in einem Radius von 1 bis 3 Kilometern um bis zu 15 %. Das ist ein realer und spürbarer Verlust für viele Bürgerinnen und Bürger.
Verlust von Landschaft und Lebensqualität
Die geplanten Anlagen würden mit ca. 270 Metern Höhe alle bisherigen Strukturen in der Landschaft auf Jahrzehnte überragen. Tangstedt, bislang geprägt von Offenheit, Grünflächen und natürlicher Weite, würde visuell industrialisiert.
Befürworter sprechen davon, dass große Windräder „ein modernes Erscheinungsbild“ vermitteln. Wir sehen das anders: Windkraftanlagen dieser Größenordnung zerschneiden die Silhouette unseres Ortes, wirken dominant und fremd in der bisher harmonischen Umgebung. Solche massiven Eingriffe dürfen nicht durch beschönigende Aussagen verharmlost werden.
Ökologische Risiken: Schutz von Tierarten ist nicht gewährleistet
Windkraft ist erneuerbare Energie – aber sie ist nicht frei von Nebenwirkungen. Besonders betroffen sind Greifvögel, Fledermäuse und andere Arten, die in unserer Region heimisch sind.
Laut einem Interview mit der Biologin Johanna Romberg (GEO-Magazin) sterben jährlich allein in Norddeutschland über 8.500 Mäusebussarde an Windkraftanlagen. 8.500 Mäusebussarde sind fast 8 % des Gesamtbestands.
Auch Rotmilane und andere Arten sind massiv gefährdet.
Bundesweit kommen Hunderttausende Vögel jährlich durch Rotorblätter zu Tode.
Wer also für Windkraft eintritt, muss auch diese Konsequenzen offen ansprechen und verantwortungsvoll abwägen.
Gesundheitliche Belastungen: 35 dB(A) sind nicht harmlos
Die Nähe zur Wohnbebauung stellt auch ein gesundheitliches Risiko dar. Studien zeigen: Tieffrequente Geräusche, Infraschall und das sogenannte „Zischen“ der Rotoren können zu Schlafstörungen, Konzentrationsproblemen, Kopfschmerzen und Dauermüdigkeit führen. Besonders kritisch ist der Dauerschallpegel von rund 35 dB(A). Das entspricht z.B. einem dauerhaften Brummen eines alten Netzteiles und ist jedoch draußen rund um die Uhr wahrnehmbar.
Probieren Sie es selbst aus: Stellen Sie sich in etwa 1 km Entfernung zu einem bereits bestehenden Großwindrad und hören Sie bewusst hin. Die tatsächliche Belastung ist besonders in der Nacht oder bei bestimmten Windrichtungen spürbar.
Mitbestimmung und Transparenz: Zu viele offene Fragen
Viele Bürgerinnen und Bürger fühlen sich unzureichend informiert. Die Planungen wurden lange Zeit nur in begrenzten Kreisen diskutiert und zentrale Fragen, etwa zur Betreiberhaftung beim Rückbau oder zu alternativen Standorten bleiben bislang unbeantwortet.
Einige Zahlen deuten zudem darauf hin, dass es bei der Planung nicht ausschließlich um ökologische Verantwortung, sondern auch um wirtschaftliche Interessen geht. Umso wichtiger ist eine offene, demokratische Debatte, an der sich alle Bürgerinnen und Bürger beteiligen können.
Unser Appell: Energiewende ja – aber nicht um jeden Preis
Wir sagen ausdrücklich Ja zur Energiewende. Aber wir fordern: nicht auf Kosten der Gesundheit, Natur und Lebensqualität unserer Gemeinde! Ein Mindestabstand von nur 800 Metern ist weder verantwortbar noch notwendig. Stattdessen sollte geprüft werden:
-alternativ geeignete Flächen außerhalb dichter Wohnbebauung
-PV-Anlagen auf öffentlichen Dächern
-Bürger-Solarprojekte
-Geothermie
-Wärmepumpen statt Fernwärme mit Wind
-sinnvolle andere Formen nachhaltiger Erzeugung
Tangstedt könnte gezielt in Photovoltaik auf kommunalen Dächern, Bürger-Solarprojekte und Wärmepumpen für Neubaugebiete investieren und damit lokale Wertschöpfung ohne Naturzerstörung planen und mit Windrädern NICHT Tangstedt selbst zerstören. Ernsthafte Abwägungen lokaler Beeinträchtigungen zu den Prüfungen von Alternativen fehlen.
Schon mehr als 700 Bürgerstimmen gegen das Projekt
In Wilstedt und Wilstedt-Siedlung (Stand 12ter Mai) haben bereits über 700 Bürgerinnen und Bürger in kurzer Zeit ihre Unterschrift gegen den geplanten Windpark geleistet. Dieses deutliche Votum aus der Bevölkerung sollte von der lokalen Politik nicht übergangen werden.
Ein Blick in benachbarte Gemeinden wie Bönningstedt und Tangstedt-Pinneberg zeigt: Auch dort haben engagierte Bürger erfolgreich den wohnortnahen Bau von Windkraftanlagen verhindert mit Unterstützung kommunaler Entscheidungsträger, die den Willen der Menschen ernst genommen haben.
Kommunalpolitik sollte immer auch Sprachrohr der Bürgerinnen und Bürger sein. Wer gewählt wurde, um unsere Interessen zu vertreten, sollte deren Meinungen kennen und berücksichtigen.
Übrigens: Auch südlich der B432 in etwa 800 m Entfernung vom Aldi-Markt sind aktuell Windkraftanlagen ähnlicher Größenordnung in Planung.
👉 Unterschreiben Sie online oder in der vor dem Haus „Kraienkamp 7“ in Wilstedt ausliegender Liste
Ihre Stimme zählt – für ein lebenswertes Tangstedt!
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Das Problem
Kein Bau von Windrädern in 800 Metern Entfernung zur Wohnbebauung – für den Schutz von Tangstedts Landschaft, Gesundheit und Lebensqualität
Unsere Gemeinde Tangstedt steht vor einer grundlegenden Entscheidung: Am Kringelweg sollen drei Windkraftanlagen mit einer Höhe von jeweils etwa 270 Metern errichtet werden in nur 800 Metern Entfernung zur Wohnbebauung. Zum Vergleich: Der Hamburger Fernsehturm ist 279 m hoch und von fast überall in Hamburg sichtbar. Die geplanten Anlagen würden damit das Ortsbild unserer ländlich geprägten Gemeinde dauerhaft und massiv verändern.
In vergleichbaren Gemeinden, z.B. in Bönningstedt/Tangstedt-Pinneberg, hat diese Entwicklung bereits zu erheblichem Protest geführt. Zu Recht. Auch wir sollten uns als Bürgerinnen und Bürger die Frage stellen: Welchen Preis sind wir bereit zu zahlen für eine vermeintlich klimafreundliche Lösung, deren lokale Folgen bisher verharmlost werden?
Wirtschaftliche Aspekte: Der Nutzen ist minimal
Der Tangstedter Klimabeirat rechnet in seiner Veröffentlichung mit „bestenfalls“ Einnahmen von insgesamt 3,7 Mio. € für die Gemeinde über 25 Jahre. Was auf den ersten Blick beachtlich wirkt, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als kaum relevant für unseren Haushalt:
· In den ersten 16 Jahren belaufen sich die tatsächlichen Einnahmen für die Gemeinde auf lediglich etwa 19.000 € pro Jahr, zuzüglich der allgemeinen Kommunalzuwendung nach §6 EEG in Höhe von rund 68.000 € jährlich, die bundesweit für verschiedene nachhaltige Projekte gezahlt werden und dies unabhängig von konkreten Vorhaben vor Ort. Insgesamt entspricht dies etwa 2 % des derzeitigen Haushaltsdefizits der Gemeinde Tangstedt.
· Erst ab dem Jahr 2043 sind jährliche Gesamteinnahmen von rund 250.000 € vorgesehen, inklusive der fortlaufenden EEG-Zahlung. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die betreibende Firma zu diesem Zeitpunkt noch existiert und zahlungsfähig ist.
Auch das Argument zusätzlicher Einkommensteuer greift kaum: Bleiben 15 % der Einkommen- und Lohnsteuer in Tangstedt, entspricht das nur ca. 3.000 € pro Windrad und Jahr, selbst wenn ein Verpächter 50.000 € Einnahmen pro Jahr versteuert. Sinkende Einkommenssteuer durch Wegzug, bzw. Abwertungen der Immobilien sind wahrscheinlich. Gleichzeitig sinken durch die Nähe zu Windkraftanlagen die Immobilienwerte in einem Radius von 1 bis 3 Kilometern um bis zu 15 %. Das ist ein realer und spürbarer Verlust für viele Bürgerinnen und Bürger.
Verlust von Landschaft und Lebensqualität
Die geplanten Anlagen würden mit ca. 270 Metern Höhe alle bisherigen Strukturen in der Landschaft auf Jahrzehnte überragen. Tangstedt, bislang geprägt von Offenheit, Grünflächen und natürlicher Weite, würde visuell industrialisiert.
Befürworter sprechen davon, dass große Windräder „ein modernes Erscheinungsbild“ vermitteln. Wir sehen das anders: Windkraftanlagen dieser Größenordnung zerschneiden die Silhouette unseres Ortes, wirken dominant und fremd in der bisher harmonischen Umgebung. Solche massiven Eingriffe dürfen nicht durch beschönigende Aussagen verharmlost werden.
Ökologische Risiken: Schutz von Tierarten ist nicht gewährleistet
Windkraft ist erneuerbare Energie – aber sie ist nicht frei von Nebenwirkungen. Besonders betroffen sind Greifvögel, Fledermäuse und andere Arten, die in unserer Region heimisch sind.
Laut einem Interview mit der Biologin Johanna Romberg (GEO-Magazin) sterben jährlich allein in Norddeutschland über 8.500 Mäusebussarde an Windkraftanlagen. 8.500 Mäusebussarde sind fast 8 % des Gesamtbestands.
Auch Rotmilane und andere Arten sind massiv gefährdet.
Bundesweit kommen Hunderttausende Vögel jährlich durch Rotorblätter zu Tode.
Wer also für Windkraft eintritt, muss auch diese Konsequenzen offen ansprechen und verantwortungsvoll abwägen.
Gesundheitliche Belastungen: 35 dB(A) sind nicht harmlos
Die Nähe zur Wohnbebauung stellt auch ein gesundheitliches Risiko dar. Studien zeigen: Tieffrequente Geräusche, Infraschall und das sogenannte „Zischen“ der Rotoren können zu Schlafstörungen, Konzentrationsproblemen, Kopfschmerzen und Dauermüdigkeit führen. Besonders kritisch ist der Dauerschallpegel von rund 35 dB(A). Das entspricht z.B. einem dauerhaften Brummen eines alten Netzteiles und ist jedoch draußen rund um die Uhr wahrnehmbar.
Probieren Sie es selbst aus: Stellen Sie sich in etwa 1 km Entfernung zu einem bereits bestehenden Großwindrad und hören Sie bewusst hin. Die tatsächliche Belastung ist besonders in der Nacht oder bei bestimmten Windrichtungen spürbar.
Mitbestimmung und Transparenz: Zu viele offene Fragen
Viele Bürgerinnen und Bürger fühlen sich unzureichend informiert. Die Planungen wurden lange Zeit nur in begrenzten Kreisen diskutiert und zentrale Fragen, etwa zur Betreiberhaftung beim Rückbau oder zu alternativen Standorten bleiben bislang unbeantwortet.
Einige Zahlen deuten zudem darauf hin, dass es bei der Planung nicht ausschließlich um ökologische Verantwortung, sondern auch um wirtschaftliche Interessen geht. Umso wichtiger ist eine offene, demokratische Debatte, an der sich alle Bürgerinnen und Bürger beteiligen können.
Unser Appell: Energiewende ja – aber nicht um jeden Preis
Wir sagen ausdrücklich Ja zur Energiewende. Aber wir fordern: nicht auf Kosten der Gesundheit, Natur und Lebensqualität unserer Gemeinde! Ein Mindestabstand von nur 800 Metern ist weder verantwortbar noch notwendig. Stattdessen sollte geprüft werden:
-alternativ geeignete Flächen außerhalb dichter Wohnbebauung
-PV-Anlagen auf öffentlichen Dächern
-Bürger-Solarprojekte
-Geothermie
-Wärmepumpen statt Fernwärme mit Wind
-sinnvolle andere Formen nachhaltiger Erzeugung
Tangstedt könnte gezielt in Photovoltaik auf kommunalen Dächern, Bürger-Solarprojekte und Wärmepumpen für Neubaugebiete investieren und damit lokale Wertschöpfung ohne Naturzerstörung planen und mit Windrädern NICHT Tangstedt selbst zerstören. Ernsthafte Abwägungen lokaler Beeinträchtigungen zu den Prüfungen von Alternativen fehlen.
Schon mehr als 700 Bürgerstimmen gegen das Projekt
In Wilstedt und Wilstedt-Siedlung (Stand 12ter Mai) haben bereits über 700 Bürgerinnen und Bürger in kurzer Zeit ihre Unterschrift gegen den geplanten Windpark geleistet. Dieses deutliche Votum aus der Bevölkerung sollte von der lokalen Politik nicht übergangen werden.
Ein Blick in benachbarte Gemeinden wie Bönningstedt und Tangstedt-Pinneberg zeigt: Auch dort haben engagierte Bürger erfolgreich den wohnortnahen Bau von Windkraftanlagen verhindert mit Unterstützung kommunaler Entscheidungsträger, die den Willen der Menschen ernst genommen haben.
Kommunalpolitik sollte immer auch Sprachrohr der Bürgerinnen und Bürger sein. Wer gewählt wurde, um unsere Interessen zu vertreten, sollte deren Meinungen kennen und berücksichtigen.
Übrigens: Auch südlich der B432 in etwa 800 m Entfernung vom Aldi-Markt sind aktuell Windkraftanlagen ähnlicher Größenordnung in Planung.
👉 Unterschreiben Sie online oder in der vor dem Haus „Kraienkamp 7“ in Wilstedt ausliegender Liste
Ihre Stimme zählt – für ein lebenswertes Tangstedt!
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Petition am 12. Mai 2025 erstellt