

Keine Versorgungslücke in Potsdam!
Das Problem
Die angekündigte Schließung der Frauenheilkunde, der Geburtshilfe und des Endometriosezentrums im Alexianer St. Josefs Krankenhaus Potsdam zum 1. August 2026 betrifft weit mehr als einzelne Krankenhausabteilungen. Sie gefährdet die wohnortnahe Gesundheitsversorgung von Frauen, Familien und chronisch erkrankten Menschen in Potsdam und der gesamten Region.
Mit der Schließung entfällt ein bedeutender Teil der gynäkologischen Versorgung in der Landeshauptstadt – von der allgemeinen Frauenheilkunde über Vorsorgeuntersuchungen und operative Eingriffe bis hin zu der Behandlung gut- und bösartiger Erkrankungen.
Während die Alexianer GmbH und das Land Brandenburg von einer „Weiterentwicklung" der Krankenhausversorgung sprechen, fehlt bislang eine transparente und verbindliche Darstellung, wie diese Versorgung künftig konkret sichergestellt werden soll.
Besonders besorgniserregend ist, dass aufgrund der bevorstehenden Veränderung und der grundlegenden Umstrukturierung, Termine und Behandlungen bereits jetzt kurzfristig abgesagt werden. Für viele Betroffene bedeutet dies große Unsicherheit hinsichtlich ihrer Diagnostik, Behandlung und weiteren medizinischen Versorgung.
Das Endometriosezentrum darf nicht ersatzlos verschwinden!
Potsdam für den Erhalt des Endometriosezentrums Potsdam!
Mit der Schließung des Endometriosezentrums verliert Potsdam sein einziges zertifiziertes Endometriosezentrum. Für Patientinnen mit Endometriose gibt es damit künftig keine gleichwertige zertifizierte Anlaufstelle mehr in der Landeshauptstadt. Viele Betroffene werden für Diagnostik, operative Eingriffe und spezialisierte Behandlung auf Zentren außerhalb Potsdams ausweichen müssen – verbunden mit längeren Anfahrtswegen, längeren Wartezeiten sowie zusätzlichen körperlichen, psychischen und finanziellen Belastungen.
Gerade weil Endometriose eine komplexe chronische Erkrankung ist, die häufig eine interdisziplinäre Behandlung und besondere operative Expertise erfordert, kann eine spezialisierte Versorgung nicht ohne Weiteres durch die allgemeine gynäkologische Versorgung ersetzt werden.
Endometriose betrifft in Deutschland schätzungsweise zwei Millionen Menschen. Bis zur Diagnose vergehen durchschnittlich etwa sechs bis zehn Jahre. Schmerzen, Organbeteiligungen, Unfruchtbarkeit und erhebliche Einschränkungen der Lebensqualität gehören für viele Betroffene zum Alltag.
In Potsdam leben rund 188.000 Menschen. Etwa 45.000 bis 50.000 Frauen befinden sich im gebärfähigen Alter. Geht man davon aus, dass etwa jede zehnte Frau an Endometriose erkrankt, leben allein in Potsdam schätzungsweise 5.000 Frauen mit Endometriose.
Erst 2024 wurde das Endometriosezentrum im St. Josefs Krankenhaus offiziell zertifiziert. Es stellt einen wichtigen Baustein der spezialisierten Versorgung in Brandenburg dar und leistet einen entscheidenden Beitrag zu einer frühzeitigen Diagnostik, einer qualifizierten operativen Versorgung sowie zur langfristigen Verbesserung der Lebensqualität der Patientinnen.
Der politische Auftrag besteht bereits.
Im Koalitionsvertrag der Bundesregierung heißt es ausdrücklich:
„Medizinische Vorsorge, Behandlung und Forschung gestalten wir geschlechts- und diversitätssensibel (inklusive queere Menschen) aus und berücksichtigen dabei die speziellen Bedürfnisse in jedem Lebensabschnitt aller Geschlechter, zum Beispiel Geburt und Wechseljahre, sowie spezifische Krankheitsbilder wie Endometriose, Brust- und Prostatakrebs. Zugang zur Grundversorgung, insbesondere in der Gynäkologie, Geburtshilfe und Hebammenversorgung sichern wir flächendeckend."
(Koalitionsvertrag 2025, Zeilen 3542–3549)
https://www.koalitionsvertrag2025.de/
Gerade vor diesem Hintergrund darf die Schließung zentraler Versorgungsangebote nicht ohne gleichwertige und verbindlich geregelte Alternativen erfolgen.
Wir fordern:
- eine transparente und öffentliche Darstellung der zukünftigen Versorgungsstruktur
- eine lückenlose Weiterbehandlung aller Patientinnen
- den Erhalt einer wohnortnahen gynäkologischen Versorgung in Potsdam
- den Erhalt der spezialisierten Endometrioseversorgung durch das Endometriosezentrum im St Josefs-Krankenhaus
- den Erhalt sicherer Strukturen für die Geburtshilfe
- den sozialverträglichen Erhalt der Arbeitsplätze der betroffenen Fachkräfte
Unsere Bitte an die Verantwortlichen:
- René Wilke, Minister für Gesundheit und Soziales des Landes Brandenburg
- Brigitte Meier, Beigeordnete für Ordnung, Sicherheit, Soziales und Gesundheit der Landeshauptstadt Potsdam
- Alexander Mommert, Regionalgeschäftsführer der Alexianer St. Josef Potsdam GmbH,
- Tomislav Gmajnic, Geschäftsführer Strategie, Finanzen und Personal des Klinikums Ernst von Bergmann.
Wir appellieren an Sie, Ihrer gemeinsamen Verantwortung für die Gesundheitsversorgung in Potsdam und Brandenburg gerecht zu werden und gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln, damit Frauen und Familien auch künftig wohnortnah, qualitativ hochwertig und ohne Versorgungslücken medizinisch versorgt werden.
Unterstützen Sie unsere Petition!
Diese Petition richtet sich an alle Menschen, denen eine wohnortnahe und qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung am Herzen liegt. Eine starke gynäkologische Versorgung betrifft nicht nur Frauen, sondern auch ihre Partnerinnen und Partner, Familien, Kinder und unsere gesamte Gesellschaft.
Die Krankenhausreform darf nicht dazu führen, dass Menschen den Zugang zu notwendiger medizinischer Versorgung verlieren.
Bitte unterstützen Sie diese Petition mit Ihrer Unterschrift und setzen Sie gemeinsam mit uns ein Zeichen für eine verlässliche, wohnortnahe und zukunftsfähige Frauengesundheit in Potsdam.

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Das Problem
Die angekündigte Schließung der Frauenheilkunde, der Geburtshilfe und des Endometriosezentrums im Alexianer St. Josefs Krankenhaus Potsdam zum 1. August 2026 betrifft weit mehr als einzelne Krankenhausabteilungen. Sie gefährdet die wohnortnahe Gesundheitsversorgung von Frauen, Familien und chronisch erkrankten Menschen in Potsdam und der gesamten Region.
Mit der Schließung entfällt ein bedeutender Teil der gynäkologischen Versorgung in der Landeshauptstadt – von der allgemeinen Frauenheilkunde über Vorsorgeuntersuchungen und operative Eingriffe bis hin zu der Behandlung gut- und bösartiger Erkrankungen.
Während die Alexianer GmbH und das Land Brandenburg von einer „Weiterentwicklung" der Krankenhausversorgung sprechen, fehlt bislang eine transparente und verbindliche Darstellung, wie diese Versorgung künftig konkret sichergestellt werden soll.
Besonders besorgniserregend ist, dass aufgrund der bevorstehenden Veränderung und der grundlegenden Umstrukturierung, Termine und Behandlungen bereits jetzt kurzfristig abgesagt werden. Für viele Betroffene bedeutet dies große Unsicherheit hinsichtlich ihrer Diagnostik, Behandlung und weiteren medizinischen Versorgung.
Das Endometriosezentrum darf nicht ersatzlos verschwinden!
Potsdam für den Erhalt des Endometriosezentrums Potsdam!
Mit der Schließung des Endometriosezentrums verliert Potsdam sein einziges zertifiziertes Endometriosezentrum. Für Patientinnen mit Endometriose gibt es damit künftig keine gleichwertige zertifizierte Anlaufstelle mehr in der Landeshauptstadt. Viele Betroffene werden für Diagnostik, operative Eingriffe und spezialisierte Behandlung auf Zentren außerhalb Potsdams ausweichen müssen – verbunden mit längeren Anfahrtswegen, längeren Wartezeiten sowie zusätzlichen körperlichen, psychischen und finanziellen Belastungen.
Gerade weil Endometriose eine komplexe chronische Erkrankung ist, die häufig eine interdisziplinäre Behandlung und besondere operative Expertise erfordert, kann eine spezialisierte Versorgung nicht ohne Weiteres durch die allgemeine gynäkologische Versorgung ersetzt werden.
Endometriose betrifft in Deutschland schätzungsweise zwei Millionen Menschen. Bis zur Diagnose vergehen durchschnittlich etwa sechs bis zehn Jahre. Schmerzen, Organbeteiligungen, Unfruchtbarkeit und erhebliche Einschränkungen der Lebensqualität gehören für viele Betroffene zum Alltag.
In Potsdam leben rund 188.000 Menschen. Etwa 45.000 bis 50.000 Frauen befinden sich im gebärfähigen Alter. Geht man davon aus, dass etwa jede zehnte Frau an Endometriose erkrankt, leben allein in Potsdam schätzungsweise 5.000 Frauen mit Endometriose.
Erst 2024 wurde das Endometriosezentrum im St. Josefs Krankenhaus offiziell zertifiziert. Es stellt einen wichtigen Baustein der spezialisierten Versorgung in Brandenburg dar und leistet einen entscheidenden Beitrag zu einer frühzeitigen Diagnostik, einer qualifizierten operativen Versorgung sowie zur langfristigen Verbesserung der Lebensqualität der Patientinnen.
Der politische Auftrag besteht bereits.
Im Koalitionsvertrag der Bundesregierung heißt es ausdrücklich:
„Medizinische Vorsorge, Behandlung und Forschung gestalten wir geschlechts- und diversitätssensibel (inklusive queere Menschen) aus und berücksichtigen dabei die speziellen Bedürfnisse in jedem Lebensabschnitt aller Geschlechter, zum Beispiel Geburt und Wechseljahre, sowie spezifische Krankheitsbilder wie Endometriose, Brust- und Prostatakrebs. Zugang zur Grundversorgung, insbesondere in der Gynäkologie, Geburtshilfe und Hebammenversorgung sichern wir flächendeckend."
(Koalitionsvertrag 2025, Zeilen 3542–3549)
https://www.koalitionsvertrag2025.de/
Gerade vor diesem Hintergrund darf die Schließung zentraler Versorgungsangebote nicht ohne gleichwertige und verbindlich geregelte Alternativen erfolgen.
Wir fordern:
- eine transparente und öffentliche Darstellung der zukünftigen Versorgungsstruktur
- eine lückenlose Weiterbehandlung aller Patientinnen
- den Erhalt einer wohnortnahen gynäkologischen Versorgung in Potsdam
- den Erhalt der spezialisierten Endometrioseversorgung durch das Endometriosezentrum im St Josefs-Krankenhaus
- den Erhalt sicherer Strukturen für die Geburtshilfe
- den sozialverträglichen Erhalt der Arbeitsplätze der betroffenen Fachkräfte
Unsere Bitte an die Verantwortlichen:
- René Wilke, Minister für Gesundheit und Soziales des Landes Brandenburg
- Brigitte Meier, Beigeordnete für Ordnung, Sicherheit, Soziales und Gesundheit der Landeshauptstadt Potsdam
- Alexander Mommert, Regionalgeschäftsführer der Alexianer St. Josef Potsdam GmbH,
- Tomislav Gmajnic, Geschäftsführer Strategie, Finanzen und Personal des Klinikums Ernst von Bergmann.
Wir appellieren an Sie, Ihrer gemeinsamen Verantwortung für die Gesundheitsversorgung in Potsdam und Brandenburg gerecht zu werden und gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln, damit Frauen und Familien auch künftig wohnortnah, qualitativ hochwertig und ohne Versorgungslücken medizinisch versorgt werden.
Unterstützen Sie unsere Petition!
Diese Petition richtet sich an alle Menschen, denen eine wohnortnahe und qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung am Herzen liegt. Eine starke gynäkologische Versorgung betrifft nicht nur Frauen, sondern auch ihre Partnerinnen und Partner, Familien, Kinder und unsere gesamte Gesellschaft.
Die Krankenhausreform darf nicht dazu führen, dass Menschen den Zugang zu notwendiger medizinischer Versorgung verlieren.
Bitte unterstützen Sie diese Petition mit Ihrer Unterschrift und setzen Sie gemeinsam mit uns ein Zeichen für eine verlässliche, wohnortnahe und zukunftsfähige Frauengesundheit in Potsdam.

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Petition am 8. Juli 2026 erstellt