
Liebe Unterstützer*innen,
dank eures großartigen Engagements haben bereits über 11.000 Menschen unsere Petition unterschrieben – vielen Dank dafür*!
Wir sehen: Die Petition beginnt zu wirken.
Die Medien berichten, Politiker*innen reagieren – am Dienstag wurde sogar kurzfristig eine öffentliche Sondersitzung des Bildungsausschusses einberufen. Doch das, was dort zu hören war, hat uns nicht beruhigt. Im Gegenteil:
Bildungsminister Freiberg konnte keine klare Begründung für die Streichung der geplanten Verbesserung liefern. Stattdessen stellte er sogar anerkannte wissenschaftliche Erkenntnisse infrage – etwa, dass ein Betreuungsschlüssel von 1:3 nachweislich besser für Kleinkinder ist (siehe Empfehlungen von Bertelsmannstiftung, OECD,...).
Auch über die realen Auswirkungen schien wenig Klarheit zu herrschen: Ein theoretischer Schlüssel von 1:4 entspricht in der Praxis eher einem Verhältnis von 1:6, da u.a. Vorbereitungszeiten, Elterngespräche und Krankheitsausfälle nicht mitgerechnet werden. Hierüber scheint es den Verantworlichen an Verständnis zu fehlen.
Was bedeutet es nun, wenn der Landtag die Verbesserung des Betreuungsschlüssels kippt?
- Viele Träger haben auf die Zusage vertraut, Personal eingestellt oder gehalten. Wird jetzt gestrichen, drohen Kündigungen – und damit noch weniger Fachkräfte in einem System, das schon heute am Limit läuft!
- Kinder verlieren Bezugspersonen, Gruppen müssen schließen, Eingewöhnungen fallen aus. (Groß-)Eltern, Kinder und Fachkräfte sind die Leidtragenden.
- Für unsere Kleinsten bedeutet das potenziell instabilere Beziehungen, für Eltern und Fachkräfte weniger Verlässlichkeit und noch mehr Belastung.
Auch jegliche Argumente der Finanzierung sind vorgeschoben, denn Studien zeigen: Frühe Investitionen zahlen sich aus. Kürzungen kosten langfristig mehr – sozial wie wirtschaftlich.
Mehr noch: Jeder Euro, der in frühkindliche Bildung investiert wird, bringt bis zu 10 Euro gesellschaftlichen Nutzen! (Quellen: Bertelsmann Stiftung, Deutsches Institut für Wirtschaft, J. Heckman). "Einsparungen" an dieser Stelle sind daher absolut absurd.
Jetzt braucht es unsere gemeinsame Stimme mehr denn je. Nicht nur von Fachleuten, sondern von uns allen – Eltern, Großeltern, Freundinnen, Nachbarinnen. Jede Unterschrift zählt!
Deshalb meine persönliche Bitte an euch: Teilt die Petition erneut – besonders mit Menschen, die euch nahestehen. Menschen, deren Stimmen gehört werden, wenn ihr ihnen erklärt, wie wichtig dieses Thema für unsere Kinder und unsere Zukunft ist.
Petition jetzt teilen – www.change.org/4-1inBrandenburgsKitas
Und:
Wer kann, ist herzlich eingeladen, morgen ein starkes Zeichen vor dem Landtag zu setzen! Am Donnerstag, den 10. April, wird es erneut eine öffentliche Sitzung des Landtags geben. Die Caritas ruft – im Namen der LIGA Brandenburg – zur Demonstration auf:
Demo am Donnerstag, 10.04., um 9 Uhr (Sitzungsbeginn: 10 Uhr)
Ort: Vor dem Landtag in Potsdam
Kontaktiert auch gerne Eure lokalen Politiker*Innen und/oder Herrn Minister Freiberg direkt. Es sind oft die persönlichen Gespräche, die den Unterschied machen. Wenn jeder Unterzeichnerin nur eine weitere Person überzeugt, verdoppeln wir unsere Stimme – für unsere Kinder, für die Fachkräfte, für eine bessere Zukunft.
Lasst uns jetzt gemeinsam laut bleiben und Danke, dass ihr Teil dieser Bewegung seid!
Mit herzlichen Grüßen
Christina Kelkel,
Initiatorin der Petition „Keine Streichung der Personalschlüsselerhöhung in Brandenburgs Kitas!“
*PS: Ein besonderer Dank geht auch an alle, die die Petition zusätzlich finanziell unterstützt haben – durch eure Beiträge konnten wir noch mehr Menschen erreichen!