Petition updateKeine Finanzier. des Landesverrats der Reg. durch Normalbürger über gesetzl. KrankenkassenUnd auch keine Kürzung von Geld für Alleinerziehende mit Kindern über 12 Jahren!
Desh Ol LinadorMannheim, Germany
Apr 27, 2026

Die Bundesregierung erwägt, den Unterhaltsvorschuss - das ist eine Art Härtefall-Kindergeld - für Kinder im Alter über 12 Jahren zu streichen und den Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung von Kindern zu verschieben. Wenn das wahr würde, hätte das - ebenso wie die zur Debatte stehende Streichung der kostenlosen Ehegatten-Mitversicherung bei den gesetzlichen Krankenkassen - negative Auswirkungen auf das Wohl von Eltern und deren minderjähriger Kinder. Hier ein Online-Artikel der Zeitung Merkur von gestern (vollständiger Wortlaut):

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HINGEHÖRT: SPAR-PAPIER DER MERZ-REGIERUNG „BESCHÄMEND“? – „FÜR KINDER UND RENTNER ZAHLE ICH GERNE STEUERN“
Artikel von Moritz Bletzinger • 1Tage • 3 Minuten Lesezeit

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Das Kanzleramt will sparen und setzt den Rotstift bei Leistungen für Kinder an. Die Vorschläge erregen einen Aufschrei. Hingehört! Die Leser-Diskussion der Woche.

München – Ein brisantes Arbeitspapier bringt die Merz-Regierung in Erklärungsnot. Bund, Länder und kommunale Spitzenverbände haben seit Dezember 2025 still und heimlich ein Sparpaket ausgearbeitet – mit mehr als 70 Maßnahmen und einem Volumen von über 8,6 
Milliarden Euro im Sozialbereich.

[ Foto von Bundeskanzler F. Merz ]
Das heiß diskutierte Arbeitspapier war von Friedrich Merz‘ Kanzleramt in Auftrag gegeben worden.
© Kay Nietfeld/picture alliance/dpa

Besonders viel Kritik gibt es für einen Aspekt: Der Unterhaltsvorschuss soll massiv eingeschränkt werden. Derzeit erhalten über 850.000 Kinder diese staatliche Leistung, die einspringt, wenn ein Elternteil keinen Unterhalt zahlt. Künftig soll die Altersgrenze wieder auf zwölf Jahre gesenkt werden – Jugendliche zwischen zwölf und 18 würden leer ausgehen. Einsparungsziel: rund eine Milliarde Euro. Getroffen würde vor allem eine Gruppe, die ohnehin am Limit lebt: Alleinerziehende, die knapp über der Bürgergeld-Grenze liegen. Laut Bertelsmann Stiftung sind vier von zehn alleinerziehenden Familien armutsgefährdet.


Leserinnen und Leser kritisieren Spar-Ideen der Merz-Regierung: „Werden bald keine Kinder mehr haben“
Viele unserer Leserinnen und Leser sehen die Spar-Ideen ebenfalls kritisch. „Warum soll es auch allen Kindern gleich gut gehen?“, fragt eine Person in einem Kommentar rhetorisch und zieht einen historischen Vergleich: „Ähnlich wie zu Kaisers Zeiten – drei Stände, und haste nichts, dann wirste nichts.“ Ein anderer warnt: „Wenn wir unsere Kinder nicht mehr unterstützen, dann werden wir bald keine mehr haben! Für unsere Kinder und Rentner zahle ich gerne Steuern!“

Doch es gibt auch Gegenstimmen: „Ich finde das richtig – in erster Linie vom anderen Elternteil den Unterhalt holen!“, schreibt ein weiterer Leser. Öffentliche Kritiker wie das Portal buergergeld.org weisen darauf hin, dass das Arbeitspapier genau diesen Punkt völlig außen vor lässt. Die eigentliche Ursache – säumige Unterhaltspflichtige – bleibt unbehandelt. Der Rückgriff auf Unterhaltsschuldner stieg zwar von 197 auf 544 Millionen Euro, deckt aber nur einen Bruchteil der Ausgaben.

Spar-Vorschläge der Merz-Regierung: Das sagen unsere Leserinnen und Leser
😤 – Warum soll es auch allen Kindern gleich gut gehen? Ach ja, sind ja keine Wählerstimmen, ach ja, bringen Sie ja kein Geld, sondern kosten nur. Tolle Voraussetzungen für eine Zukunft in Deutschland. Ähnlich wie zu Kaisers Zeiten: drei Stände und haste nichts, dann wirste nichts.

😨 – Einfach nur beschämend – wenn wir unsere Kinder nicht mehr unterstützen, dann werden wir bald keine mehr haben! Für unsere Kinder und Rentner zahle ich gerne Steuern!

💵 – Ich finde das richtig, in erster Linie vom anderen Elternteil den Unterhalt zu holen!

⏳ – Die Kinder sind unsere Zukunft – hört man immer wieder – aber jetzt werden Leistungen gestrichen. Tolle Regierung.


Unterhaltsvorschuss und Kinderbetreuung auf der Kippe – Doppel-Streichung hätte enorme Auswirkungen
Brisant: Die Kürzung wird von der Merz-Regierung damit begründet, dass Alleinerziehende dank Ganztagsbetreuung heute gut erwerbstätig seien – während dasselbe Papier an anderer Stelle vorschlägt, den Rechtsanspruch auf eben diese Betreuung zu verschieben. Der Paritätische Gesamtverband nennt das schlicht „widersprüchlich und unangemessen“.

Am Ende bleibt die Frage offen, die Sozialverbände, Alleinerziehende und Leserinnen und Leser gleichermaßen umtreibt: Wie viel ist einer Gesellschaft ihre Zukunft wert – und wer trägt die Rechnung dafür? (moe)

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