Petition updateKeine Bühne für Nationalisten in Hamburg - Frei.Wild-Konzert absagen !Immerhin eine Mail von Herrn Frommhold ...
Martin NieswandtHalstenbek, Germany
Apr 24, 2015
Zwei Wochen nach Beginn unserer Petition und nach drei vergeblichen Versuchen, mit Uwe Frommhold über unser Anliegen telefonisch in Dialog zu treten erreichte mich gestern um 12:27 Uhr nachfolgende Mail: "wir respektieren Ihr Engagement und sind bei Ihnen, wenn es darum geht, gegen Gewalt, Rassismus, Faschismus und Intoleranz einzutreten. Nach unseren Erfahrungen und Einschätzung widersprechen Veranstaltungen der Band Frei.Wild diesen Grundsätzen nicht. Daher sehen wir auch keine Veranlassung das Konzert abzusagen. Die Ansichten der Band zu gesellschaftlichen Fragen, den Medien und ihren Kritikern mögen kontrovers diskutiert werden – es sind aber Ansichten der Band und damit sind wir der falsche Ansprechpartner. Des Weiteren halten wir unseren ethischen und moralischen Kompass für intakt und halten daher den vorgeschlagenen Musikbeirat und dessen personelle Besetzung zwar für höchst charmant, haben für ein solches Gremium aber keinen Bedarf." Etwa zehn Miuten später versuchte ich ein viertes Mal, telefonisch Herrn Frommhold zu erreichen. Erneut war er für uns nicht zu sprechen. Um 12:57 Uhr schrieb ich ihm per mail: "haben Sie herzlichen DANK dafür, daß Sie nun erstmals persönlich auf das Anliegen unserer Petition reagieren ! Gleichzeitig sind wir erfreut zu lesen, daß Sie persönlich und die O2-World Hamburg gemeinsam mit uns gegen Gewalt, Rassismus, Faschismus und Intolerenz eintreten. Unabhängig davon, daß Sie selbst Ihren ethischen und moralischen Wertekompaß für intakt halten: Wie wäre es, wenn Sie ein Ihre subjektive Einschätzung durch aktive Hamburger Musikerinnen und Musiker objektivieren ließen ? Die vorgeschlagenen Personen sind keineswegs "in Stein gemeißelt". Gern benennen Sie doch andere oder weitere hanseatische Kulturschaffende, die Sie für noch geeigneter halten !?! Die erfolgreiche Petition von hinz & kunzt für die Flaschensammler am Hamburger Flughafen zeigt, daß einvernehmliche Lösungen möglich sind. Aktuell 8875 Menschen fänden es ein gutes Zeichen, wenn auch Sie bei einer gemeinsamen guten Tasse Hamburger Kaffee mit uns über eine konstruktive Lösung sprechen könnten ... Über Ihre Gesprächseinladung freuen wir uns sehr !" Bedeauerlicherweise gab es wiederum keine Reaktion der O2-World Hamburg ! Fazit: Die Anschutz-Gruppe geht offenbar davon aus, mit "business as usual" weiter nach Gutsherrenart allein zu bestimmen wem sie eine Bühne gibt. Abschließend noch zwei aktuelle Einschätzungen zu Frei.Wild: http://www.salto.bz/article/15042015/freiwild-die-ss http://www.blog.schattenbericht.de/2015/04/frei-wild-die-band-die-wahrheit-der-hitlergruss/ Auch wenn das in der Lesart der O2-World Hamburg, von Klaus Farin und anderen Frei-Wild-Verstehern sicher alles völlig demokratisch ist - Wir bleiben wachsam ! Frische Freitagsgrüße und nochmals DANKE für Ihr / Euer Engagement Martin Nieswandt
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