Keine Aufnahme der Wölfe in das Jagdgesetz

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Der Deutsche Jagdverband fordert: "Der Wolf ist in den Katalog der bejagbaren Arten des Bundesjagdgesetzes aufzunehmen“
(Veröffentlichung vom 11.04.2018)

Aber: Wölfe gehören nicht unter die Obhut einer eigennützig handelnden Interessengruppe...

-- die Naturschutz durch Bewirtschaften ersetzt

-- deren Jagdpächtersystem nicht zwischen Hobbyjägern und Naturpflegern    differenziert

-- auf deren Hegeringversammlungen offen der Wolf als Beutekonkurrent eingestuft wird

-- die den Wert einer Tierart nach dem Wert eines Pachtreviers bemisst

-- deren Präsidiumsmitglied die Rolle des wolfjagenden Jägers als „Schädlingsbekämpfer“ bezeichnet

-- die bisher keinen nennenswerten Beitrag zur Ergreifung der mutmaßlichen Verbandsmitglieder geleistet hat, die für die illegalen Tötungen von Wölfen und Luchsen verantwortlich sind.

Die Rückkehr der Wölfe in unsere Natur wird schon jetzt durch die Managementpläne der Länder oder Wolfsverordnungen geregelt. Diese beinhalten Förderungsmaßnahmen für Herdenschutz, Entschädigungsleistungen, Monitoringvereinbarungen sowie Ausnahmeregelungen für die Entnahme einzelner Wölfe. Dabei werden nicht nur die wirtschaftlichen Interessen von Jägerschaft und Viehzüchtern berücksichtigt sondern auch der Wunsch der großen Mehrheit der Bevölkerung nach echter Natur. Ein Ökosystem in dem es wieder eine natürliche Auslese geben darf und das sich selber regulieren kann. Große Beutegreifer sind dafür unverzichtbar.
In die vorhandenen Managementpläne sind alle betroffenen Gruppierungen eingebunden. Auch die Vertreter derjenigen die Naturschutz als Selbstzweck betreiben. Die kein Interesse an Jagdtrophäen haben oder große Beutegreifer als Konkurrenten sehen. Die Aufnahme in das Jagdrecht ist nur ein weiterer Versuch, alte Verhältnisse wiederherzustellen. Alleinbestimmungsrecht in den Jagdrevieren unter Ausschluss großer Teile der Bevölkerung.
Für den Wolf gilt, dass der günstige Erhaltungszustand der mitteleuropäischen Flachlandpopulation von 1.000 adulten Tieren noch lange nicht erreicht ist. Und selbst wenn ist das nicht mit einer “Obergrenze“ gleichzusetzen sondern die Tierart bleibt weiterhin geschützt. Wir wehren uns auch gegen Versuche, die baltische Wolfspopulation einfach hinzuzurechnen um schneller an Jagderlaubnisse zu gelangen. Dass eine ganzjährige Schonzeit keinen Ersatz zu echtem Schutz bietet beweist dabei die jagdliche Praxis, Schonzeiten aus wirtschaftlichen Gründen einfach auszusetzen.
Wie wenig der Deutsche Jagdverband mit mit europäischem Artenschutz anfangen kann zeigt auch der Verweis auf die in Schweden praktizierten sogenannten „Schutzjagden“. Diese dienen nur zum Schutz des Volkssports Elchjagd und bedrohen die kleine schwedische Wolfspopulation in ihrer Existenz. Obwohl mehrfach von der EU-Kommission als Verstoß gegen das Artenschutzrecht eingestuft möchte der Jagdverband dieses rechtswidrige System auch bei uns einführen? Für uns ein weiterer Beweis, dass nationale Jagdgesetze oft mit internationalen Recht und dem europäischen Interesse an einem länderübergreifenden Artenschutz nicht vereinbar sind. Grundsätzlich sollten alle geschützten Tierarten aus dem Jagdgesetz gestrichen werden. Dieses entspricht der gesamtgesellschaftlichen Verantwortung für unsere Natur.

Please support our cause: Wolves in Germany are strictly protectet by european law. The German Hunting Association is attempting to chance the status of protection by declaring wolves as huntable animals and is demanding to include wolves in their own hunting law. We instead demand all protected species not to fall under the custody of hunters.

Großdemo für den Schutz der Wölfe in Deutschland

am 5. Mai 2018, Platz der Republik 1, Berlin, Beginn 14:00 Uhr

 

 



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