Petition updateKeine AU-Pflicht ab Tag 1 – Für eine intelligente Reform der Krankschreibung

📢 Die Petition wird gehört: Erste Reaktionen aus Medizin und Medien

David FischerHamm, Germany
Aug 11, 2026

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,

am 02.07.2026 habe ich diese Petition gestartet, um eine sachliche Diskussion über die geplante AU-Pflicht ab dem ersten Krankheitstag anzustoßen und gleichzeitig eine konkrete, praxistaugliche Alternative vorzuschlagen.

Seitdem ist einiges passiert.

Immer mehr Menschen unterstützen unsere Forderung, teilen die Petition und berichten in den Kommentaren von ihren eigenen Erfahrungen.

Doch inzwischen bleibt es nicht mehr nur bei Unterschriften:

Unsere Petition wird auch außerhalb von Change.org wahrgenommen.

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🏥 Kassenärztliche Bundesvereinigung reagiert auf unsere Petition

Ich hatte unter anderem die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) angeschrieben und um eine fachliche Einschätzung unserer Petition gebeten.

Inzwischen hat mir die KBV ausführlich geantwortet.

Eine konkrete fachliche Bewertung oder offizielle Unterstützung unserer Petition nimmt die KBV zwar nicht vor.

In ihrer Antwort findet sich jedoch eine für unser Anliegen besonders interessante Aussage:

Die KBV teilte mir ausdrücklich mit, dass die Vorschläge unserer Petition und ein eigener Reformvorschlag der KBV „inhaltlich nahe beieinander“ liegen.

Die KBV verweist dabei auf ihren 2026 veröffentlichten Vorschlag:

„Keine AU-Bescheinigung und Kind-Krank-Bescheinigung bei kurzer Krankheitsdauer“

Dieser Vorschlag ist Teil der offiziellen Vorschläge der KBV zum Bürokratieabbau in der ambulanten Versorgung.

Die KBV erläuterte mir dazu, dass aus ihrer Sicht eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bei einer kurzen Krankheitsdauer von drei bis fünf Tagen nicht in jedem Fall erforderlich sei.

Nach Einschätzung der KBV würde die Umsetzung dieses Vorschlags sowohl die Praxen als auch Patientinnen und Patienten spürbar entlasten.

Das ist besonders interessant, weil der Vorschlag der KBV in diesem Punkt teilweise sogar weiter geht als der Vorschlag unserer Petition.

Unsere Petition fordert nicht die generelle Abschaffung der ärztlichen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung bei kurzen Erkrankungen.

Unser Modell sieht weiterhin eine ärztlich festgestellte Arbeitsunfähigkeit vor:

✓ Telefonische Kurz-AU von maximal zwei Kalendertagen
✓ ausschließlich bei medizinisch geeigneten Erkrankungen
✓ nur für bekannte Patientinnen und Patienten
✓ keine telefonische Verlängerung
✓ bei länger anhaltenden Beschwerden persönliche Untersuchung oder – sofern medizinisch vertretbar – Videosprechstunde

Trotz der unterschiedlichen konkreten Ausgestaltung verfolgen beide Ansätze damit einen ähnlichen Grundgedanken:

Unnötige Bürokratie und vermeidbare Praxisbesuche bei kurzfristigen Erkrankungen reduzieren.

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☎️ Auch zur Telefon-AU hat die KBV eine klare Position

Besonders relevant für unsere Petition ist außerdem die Position der KBV zur telefonischen Krankschreibung.

Die KBV teilte mir mit, dass sie ihre Position hierzu gegenüber den zuständigen Ministerien erneut verdeutlicht habe.

Die KBV fordert die Beibehaltung der bestehenden Regelungen zur Telefon-AU.

Bekannte Patientinnen und Patienten sollen demnach weiterhin telefonisch von ihrer koordinierenden Ärztin oder ihrem koordinierenden Arzt krankgeschrieben werden können.

Damit bestehen bei mehreren wesentlichen Punkten deutliche Überschneidungen:

✓ Hausarztpraxen entlasten
✓ unnötige Arztbesuche vermeiden
✓ Bürokratie reduzieren
✓ Patientinnen und Patienten entlasten
✓ die telefonische Krankschreibung erhalten
✓ praxistaugliche Lösungen schaffen

Besonders wichtig ist mir dabei eine klare Einordnung:

Die KBV hat unsere Petition nicht offiziell unterstützt.

Sie hat jedoch selbst in ihrer Antwort festgestellt, dass ihre eigenen Vorschläge und die Vorschläge unserer Petition inhaltlich nahe beieinander liegen.

Diese Unterscheidung ist mir wichtig, weil diese Petition weiterhin sachlich und transparent bleiben soll.

Für unser Anliegen ist die Rückmeldung dennoch ein wichtiges fachliches Signal.

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📻 Radio Lippewelle Hamm ist ebenfalls aufmerksam geworden

Auch auf medialer Ebene gibt es inzwischen eine erfreuliche Entwicklung.

Ich hatte Radio Lippewelle Hamm über unsere Petition informiert.

Die Redaktion hat sich inzwischen telefonisch bei mir gemeldet und sich nach dem aktuellen Stand der Petition erkundigt.

Das freut mich besonders, denn es zeigt, dass unser Anliegen inzwischen auch außerhalb der Petitionsplattform Aufmerksamkeit erhält.

Aus einer Idee und einer Petition entsteht zunehmend eine öffentliche Diskussion.

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📨 Diese Stellen habe ich bislang kontaktiert

Von Anfang an war mein Ziel, die Petition nicht einfach online zu stellen und anschließend abzuwarten.

Unsere Argumente und unser Lösungsvorschlag sollen auch diejenigen erreichen, die sich politisch, medizinisch oder journalistisch mit dem Thema beschäftigen.

Deshalb habe ich bislang unter anderem folgende Stellen kontaktiert:

📰 Medien

• Westfälischer Anzeiger (WA)
• Radio Lippewelle Hamm

🩺 Medizin und ärztliche Selbstverwaltung

• Hausärztinnen- und Hausärzteverband
• Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV)
• Bundesärztekammer
• Ärztekammer Westfalen-Lippe

🏛️ Politik

• Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages
• gesundheitspolitische Sprecherinnen und Sprecher der Bundestagsfraktionen
• Bundesministerium für Gesundheit

Weitere Medien, Verbände, Organisationen und politische Entscheidungsträger sollen folgen.

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💡 Uns geht es nicht darum, jede Reform abzulehnen

Das möchte ich an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich betonen.

Wir stellen das Ziel, möglichen Missbrauch bei Krankschreibungen zu bekämpfen, nicht infrage.

Aber eine Reform sollte aus unserer Sicht nicht allein daran gemessen werden, ob sie auf dem Papier strengere Regeln schafft.

Sie sollte auch danach beurteilt werden,

• welche Auswirkungen sie auf Hausarztpraxen hat,
• ob zusätzliche Bürokratie entsteht,
• ob medizinisch unnötige Praxisbesuche verursacht werden,
• ob Patientinnen und Patienten zusätzlich belastet werden
• und ob es bessere, zielgerichtetere Alternativen gibt.

Missbrauch bekämpfen – ja.

Aber mit einer Lösung, die medizinisch sinnvoll, verhältnismäßig und in der Praxis tatsächlich umsetzbar ist.

Die Rückmeldung der KBV zeigt aus meiner Sicht, dass die Diskussion nicht nur zwischen „AU-Pflicht ab Tag 1“ und „alles so lassen wie bisher“ geführt werden muss.

Es gibt Alternativen.

Und genau über diese sollten Politik, Ärzteschaft, Krankenkassen, Arbeitgeber und Beschäftigte gemeinsam sprechen.

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🤝 Eure Unterstützung macht diesen Fortschritt möglich

Dass sich inzwischen Verbände mit unserem Anliegen beschäftigen und ein regionaler Radiosender nach dem aktuellen Stand fragt, wäre ohne eure Unterstützung kaum möglich.

Jede Unterschrift verleiht unserer Forderung mehr Gewicht.

Jeder geteilte Link erreicht neue Menschen.

Jeder sachliche Kommentar zeigt, welche Auswirkungen politische Entscheidungen im Alltag tatsächlich haben können.

Und jede weitere Unterstützerin und jeder weitere Unterstützer erhöht die Chance, dass unser Anliegen auch dort gehört wird, wo letztendlich politische Entscheidungen getroffen werden.

Deshalb meine Bitte:

Teilt die Petition weiterhin.

Mit Familie, Freunden und Kolleginnen und Kollegen, über WhatsApp, Facebook, Instagram, X oder andere soziale Netzwerke.

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📢 Wir machen weiter.

Was am 02.07.2026 mit dem Start einer Petition begonnen hat, erreicht inzwischen immer mehr Menschen.

Die KBV hat reagiert. Radio Lippewelle Hamm ist auf die Petition aufmerksam geworden und hat sich gemeldet. Weitere medizinische Organisationen, Medien und politische Stellen wurden kontaktiert.

Und vor allem:

Immer mehr Menschen stehen hinter unserem Anliegen.

Dafür möchte ich mich bei jeder einzelnen Person bedanken, die unterschrieben, geteilt, kommentiert oder anderweitig geholfen hat.

Gemeinsam setzen wir uns für eine Reform ein, die Missbrauch bekämpft, ohne Hausarztpraxen und Patientinnen und Patienten unnötig zusätzlich zu belasten.

Wir sind noch nicht am Ziel.

Aber unsere Stimme wird gehört. 💪

Vielen Dank für eure Unterstützung!

🔗 Change.org/reform-krankschreibung
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