Actualización de la peticiónKein Blankoscheck für transatlantische Sonderdeals – Stoppt das aktuelle RahmenabkommenOktober 2025: Aktuelle Forderungen der USA zur Abschwächung/zum Abbau grüner Regulierung in der EU

Susanne ThielschAlemania
28 oct 2025
Abschwächung/Abbau grüner Regulierung in der EU
- Die USA verlangen, dass die EU ihre neuen Klimavorschriften (z. B. im Rahmen der Corporate Sustainability Due Diligence Directive, CSDDD) sowie Menschen- und Arbeitsrechtsauflagen ganz zurücknimmt oder deutlich abschwächt, um einen stärkeren Import von US-LNG (Flüssiggas) und fossilen Energieprodukten in die EU zu ermöglichen.
- Aus US-Sicht stellen diese ein Hindernis für US-Energieexporte (insbesondere Liquefied Natural Gas / LNG) dar.
- Wortlaut aus einem Brief: „Its implementation could jeopardize existing and future investments, employment, and compliance with recent trade agreements.“ (dt. Übersetzung „Seine Umsetzung könnte bestehende und künftige Investitionen, Arbeitsplätze und die Einhaltung der jüngsten Handelsabkommen gefährden.“)
- Kernpunkt: Die USA sehen die Regulierung als Handels- und Importbarriere.
- Speziell wird gefordert, dass die EU-Regelung zur Sorgfaltspflicht (Due Diligence) im Zusammenhang mit Exporten in die EU nicht gegenüber US-Produzenten angewendet wird, da diese aus US-Sicht ein unangemessenes Handelshemmniss darstellt.
- Bedeutet: Die USA verlangen, dass die EU Klima- und Menschenrechts-Regeln, die US-Energie- oder Energieträger-Exporte betreffen, so gestaltet werden, dass US-Exporte leichter zugänglich sind — insbesondere für LNG und andere fossile Energieprodukte.
- Beispiel: In einem aktuellen Guardian-Artikel heißt es, die USA fordern die EU auf, „new climate rules“ zurückzunehmen, um den Anstieg von US-Gas-Importen zu ermöglichen.
- Bedeutet: Die USA verlangen, dass die EU Klima- und Menschenrechts-Regeln, die US-Energie- oder Energieträger-Exporte betreffen, so gestaltet werden, dass US-Exporte leichter zugänglich sind — insbesondere für LNG und andere fossile Energieprodukte.
Mehr US-Energieexporte in die EU & Sicherung von Marktanteilen
- Im Rahmen der Rahmen-Vereinbarung wurde schon festgelegt, dass die EU US-Energieprodukte im Umfang von rund 750 Mrd US$ bis 2028 abnimmt.
- Die Forderung der USA lautet nun, dass diese Energieimporte schneller, mit weniger regulatorischen Hürden erfolgen und dass die EU ihre grünen bzw. klimabezogenen Vorschriften so anpasst, dass US-Energieprodukte leichter zugänglich sind.
Geringere bzw. angepasste Handels-/Zoll- und Regulierungshürden für US-Exporte
- Die USA drängen darauf, dass die EU technische Normen, Zulassungsverfahren und Ursprungsregeln („Rules of Origin“) so gestaltet, dass US-Produkte einfacher auf den EU-Markt gelangen.
- Zudem wird gefordert, dass digitale Handelsbarrieren, wie Steuer- oder Regulierungsmaßnahmen gegen US-Digitalkonzerne, zurückgenommen werden.
Ausgewogenheit bei Investitionen und Einkaufspolitik
- Die USA haben verlangt, dass Unternehmen aus den USA im Rahmen des Abkommens gleichberechtigten Zugang haben und dass die EU-Seite Zusagen einhält – z. B. US-Unternehmen sollen bei Ausschreibungen oder Beschaffungen in der EU nicht benachteiligt werden.
- Ebenfalls wird verlangt, dass die EU ihre öffentlichen Beschaffungen von US-Technologie und Ausrüstung (z. B. Verteidigung, Chips) zügig erhöht.
Warum stellen die USA diese Forderungen?
- Die USA sehen sich in einer Position, in der sie Handels- und Industrie-Defizite gegenüber der EU beheben wollen. Gleichzeitig wollen sie Sicherheiten im Bereich Energie- und Technologielieferungen.
- Durch grüne EU-Regelungen entstehen für US-Exporte möglicherweise Hindernisse (z. B. für fossile Energieträger, Gas, bestimmte Industrieprodukte). Daher die Forderung nach regulatorischer Lockerung.
- Politisch handelt es sich um einen Versuch, US-Marktpositionen und Industrieinteressen stärker zu schützen und auszubauen — das heißt: die Vereinbarung wird nicht nur als „freier Handel“, sondern auch als strategisches Instrument gesehen.
Mögliche Auswirkungen für Europa und deinen Bereich (Erneuerbare Energien)
- Wenn die EU auf US-Forderungen eingeht und z. B. grüne Regeln abschwächt, dann könnten Wettbewerbsvorteile für US-fossile Energien entstehen – was langfristig die Marktbedingungen für Erneuerbare verschlechtern könnte.
- Gleichzeitig: Für das Projektentwicklungs-Umfeld könnten Normen und regulatorische Anpassungen nötig werden – z. B. bei der Beschaffung oder bei internationalen Lieferketten mit US-Partnern.
- Europa steht vor einem Spannungsfeld: Einerseits Marktöffnung gegenüber den USA, andererseits Aufgabe oder Anpassung eigener Klima- und Industriestandards.
Bewertung & Hintergründe
- Diese Forderungen zeigen: Die USA versuchen nicht nur klassischen Tarif- und Zollabbau einzufordern, sondern regulatorische und politische Hebel zu nutzen, um ihre Energie- und Exportinteressen gegenüber der EU durchzusetzen.
- Aus EU-Sicht ist dies problematisch, weil:
- Die CSDDD Teil der europäischen Strategie zur Nachhaltigkeit und Menschenrechts-Sorgfalt ist; eine Abschwächung würde politisch und regulatorisch bedeutsame Folgen haben.
- Wenn die EU mehr US-LNG bzw. US-Fossilenergie importieren muss bzw. ihre Regeln nur zur Förderung solcher Importe ändern soll, könnte das im Widerspruch stehen zu ihren eigenen Klimazielen (z. B. im Rahmen des EU Green Deal).
- Für die Branche der erneuerbaren Energien heißt das konkret: Solche Forderungen können den Wettbewerb für Erneuerbare verschieben — zugunsten fossiler Technologien.
- Es bleibt zudem offen: Wie viele dieser Forderungen sind verbindlich und ob die USA damit bereits Vertrags- oder Verhandlungsdruck ausüben.
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