Update petisiKein Blankoscheck für transatlantische Sonderdeals – Stoppt das aktuelle RahmenabkommenUSA: klarer Gewinner I EU: Stabilität erkauft – aber zu welchem Preis?
Susanne ThielschJerman
2 sept 2025

Der jüngst abgeschlossene Zoll-Deal zwischen der Europäischen Union und den Vereinigten Staaten hat in seiner jetzigen Form ein gefährliches Ungleichgewicht geschaffen. Während die USA erhebliche Vorteile für Industrie, Landwirtschaft und Energiewirtschaft durchsetzen konnten, hat die EU überproportionale Zugeständnisse gemacht, die die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und die strategische Handlungsfähigkeit Europas schwächen.

  • Europäische Exporteure müssen künftig mit bis zu 15 % Zöllen in den USA rechnen, während US-Produkte in weiten Teilen zollfrei in die EU gelangen.
  • Unternehmen ohne Produktionsstandorte in den USA werden massiv benachteiligt.
  • Die geopolitische Abhängigkeit von US-Energieimporten wird weiter zementiert.
  • Arbeitsplätze und Investitionen in Europa sind langfristig gefährdet.

Kurzfristige Stabilität wurde teuer erkauft – langfristig droht Europa die Rolle des Nachziehenden.

Wir fordern deshalb:

  1. Nachverhandlungen des Abkommens mit dem Ziel fairer und ausgewogener Zollregelungen.
  2. Schutz europäischer Schlüsselindustrien, um Wettbewerbsnachteile auszugleichen.
  3. Stärkung europäischer Souveränität im Energie- und Handelsbereich.
  4. Transparenz und parlamentarische Kontrolle bei allen weiteren Schritten der Umsetzung.

Im Interesse der europäischen Bürgerinnen und Bürger, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer appellieren wir an die EU-Institutionen, entschlossen zu handeln und das Abkommen im Sinne Europas nachzubessern.

Salin tautan
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