

KEIN BAHNHOF IM KURPARK LÜNEBURG!
Das Problem
Kein Bahnhof im Kurpark – Für eine sinnvolle Bahnplanung und den Schutz unseres denkmalgeschützten Kurparks
Darum geht es:
Im Rahmen der Reaktivierung der Bahnstrecke Lüneburg–Soltau für den Personenverkehr soll am südlichen Ende des Kurparks Lüneburg ein neuer Bahnhof entstehen. Nach der derzeitigen Planung soll der Bahnsteig von der Uelzener Straße bis zur Kurparkbrücke im Munstermannskamp reichen und Ende 2028 in Betrieb gehen. Von früh morgens bis in den späten Abend sollen hier künftig Personenzüge halten; zusätzlich wird die Strecke weiterhin vom Güterverkehr genutzt.

Wir begrüßen ausdrücklich die Reaktivierung der Bahnstrecke und den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs. Die Verkehrswende gelingt jedoch nur, wenn Infrastruktur dort geschaffen wird, wo sie den größten Nutzen für die Allgemeinheit bringt und gleichzeitig Natur, Kultur und Lebensqualität angemessen berücksichtigt werden.
Genau daran haben wir beim geplanten Haltepunkt Kurpark erhebliche Zweifel.
Mit dieser Petition möchten wir erreichen, dass der geplante Bahnhof im Planfeststellungsverfahren noch einmal kritisch geprüft und mögliche Alternativen transparent bewertet werden.
1. Der verkehrliche Nutzen des Haltepunktes erscheint fraglich
Die SinON GmbH begründet den geplanten Haltepunkt unter anderem mit Vorteilen für Studierende, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Schülerinnen und Schüler, das Klinikum sowie den Tourismus, (https://www.sinon-spnv.de/).
Wir halten diese Argumente für nicht ausreichend überzeugend.
- Die Leuphana Universität ist bereits heute durch mehrere Buslinien direkt und häufig an den Bahnhof Lüneburg angebunden. Aus unserer Sicht ist der zusätzliche Nutzen eines Bahnhaltepunktes gering.
- Auch die Schulen in Oedeme sind vom geplanten Haltepunkt aus nur mit langen Fußwegen erreichbar. Es erscheint fraglich, ob Schülerinnen und Schüler hiervon in nennenswertem Umfang profitieren.
- Die größeren Arbeitgeber im Süden Lüneburgs verfügen bereits heute über gute Busanbindungen. Aus unserer Sicht entsteht auch hier nur ein begrenzter zusätzlicher Nutzen.
- Das Klinikum wird ebenfalls als Argument genannt. Der geplante Haltepunkt liegt jedoch rund 1,4 km entfernt. Wir bezweifeln, dass dadurch eine wesentliche Verbesserung der Erreichbarkeit entsteht.
- Der touristische Mehrwert eines Haltepunktes am Kurpark ist für uns nicht erkennbar. Besucherinnen und Besucher der Region würden die Bahnstrecke vor allem für Fahrten in die Lüneburger Innenstadt oder in die Lüneburger Heide nutzen. Beide Ziele sind bereits über den Hauptbahnhof Lüneburg beziehungsweise die vorgesehenen Haltepunkte entlang der Strecke gut erreichbar. Ein zusätzlicher Halt am Kurpark schafft daher aus touristischer Sicht keinen erkennbaren Mehrwert.
- Hinzu kommt, dass der Bereich um das südliche Kurparkende bereits heute hervorragend mit mehreren Buslinien erschlossen ist. Vom Munstermannskamp bestehen regelmäßige Verbindungen zum Bahnhof, in die Innenstadt und in weitere Stadtteile.
Aus unserer Sicht wurde bislang nicht überzeugend dargelegt, warum an diesem Standort ein zusätzlicher Bahnhof notwendig ist. In der veröffentlichten Standardisierten Bewertung werden keine prognostizierten Ein- und Aussteiger für den Bahnhof Lüneburg-Kurpark/Universität veröffentlicht. Die standardisierte Bewertung ist eine im Auftrag der SinON durchgeführte Machbarkeitsstudie zur Bewertung von Verkehrswegeinvestitionen im schienengebundenen öffentlichen Personennahverkehr. Damit bleibt für die Öffentlichkeit bislang unklar, auf welcher konkreten Nachfrageprognose die Standortentscheidung beruht, (https://www.sinon-spnv.de/downloads/)
2. Der Haltepunkt bedeutet einen erheblichen Eingriff in den denkmalgeschützten Kurpark
Der Kurpark gehört zu den wichtigsten Naherholungsgebieten Lüneburgs. Er wurde als Landschaftspark angelegt und steht als Baudenkmal unter besonderem Schutz, (https://denkmalatlas.viewer.niedersachsen.de/Kurpark).
Der geplante Haltepunkt umfasst nach den derzeitigen Planungen einen rund 140 Meter langen Bahnsteig sowie weitere Infrastruktur wie Wartehaus, Beleuchtung, Fahrradabstellanlagen und Zuwegungen. Wir bezweifeln, dass ein derart umfangreicher Eingriff mit dem besonderen Schutz dieses historischen Parks vereinbar ist. Nach dem Niedersächsischen Denkmalschutzgesetz dürfen bauliche Maßnahmen das Erscheinungsbild eines Baudenkmals nicht beeinträchtigen. Ob dies hier ausreichend berücksichtigt wurde, sollte aus unserer Sicht sorgfältig geprüft werden.
3. Der Haltepunkt passt nicht zu den Zielen des Lärmschutzes und einer sinnvollen Verkehrsplanung
Im Lärmaktionsplan 2024 der Stadt Lüneburg wird der Kurpark ausdrücklich als besonders ruhiger Bereich ausgewiesen, (https://www.hansestadt-lueneburg.de/Lärmaktionsplan). Ein neuer Bahnhof bringt zusätzliche Geräusche mit sich – beispielsweise durch bremsende und anfahrende Züge, Lautsprecherdurchsagen, Türsignale sowie wartende Fahrgäste. Wir halten dies für schwer vereinbar mit dem Ziel, diesen Bereich dauerhaft als Ruhe- und Erholungsraum zu erhalten.
Gleichzeitig stellt sich aus unserer Sicht die Frage nach der Prioritätensetzung.
Während für den bereits gut erschlossenen Kurpark ein zusätzlicher Haltepunkt vorgesehen wird, erhält Drögennindorf trotz seiner Lage an der Bahnstrecke und des hohen Bedarfs nach einer Bahnanbindung keinen eigenen Bahnhof (http://www.drei-minuten.info). Vielmehr schreibt die SinON selbst auf ihrer Projektseite „Um die geplante Gesamtfahrzeit zwischen Lüneburg und Soltau einhalten zu können, lässt sich leider nicht jeder wünschenswerte Halt umsetzen.“ Damit ist öffentlich bestätigt, dass die Auswahl der Halte nicht nur von Nachfrage, sondern auch von Fahrzeit- und Betriebskonzepten beeinflusst wurde.
Wir halten es für sinnvoll, die Standortwahl insgesamt noch einmal kritisch zu überprüfen und den Nutzen verschiedener Haltepunkte transparent miteinander zu vergleichen.
Unsere Forderung:
Wir fordern die Verantwortlichen auf:
- den geplante Bahnhof Kurpark im Planfeststellungsverfahren neu zu bewerten und zu verlegen,
- der tatsächliche verkehrlichen Nutzen ist nachvollziehbar darzustellen,
- der Schutz des denkmalgeschützten Kurparks ist angemessen zu berücksichtigen
- mögliche Alternativstandorte sind zu prüfen
Wir wenden uns ausdrücklich nicht gegen die Reaktivierung der Bahnstrecke Lüneburg–Soltau. Im Gegenteil: Wir unterstützen eine starke Schiene und einen attraktiven öffentlichen Nahverkehr. Gerade deshalb sollten neue Haltepunkte dort entstehen, wo sie den größten Nutzen für die Allgemeinheit entfalten und gleichzeitig Natur, Denkmalschutz und Lebensqualität möglichst wenig beeinträchtigen.
Bitte unterstützen Sie unsere Petition mit Ihrer Unterschrift.
Bürgerbeteiligung im Planfeststellungsverfahren:
Für das Vorhaben wird ein Planfeststellungsverfahren durchgeführt. In diesem Verfahren können Bürgerinnen und Bürger Einwendungen gegen die Planung erheben. Wir möchten interessierte Bürgerinnen und Bürger rechtzeitig über den Beginn des Verfahrens informieren und Hinweise zur Abgabe eigener Stellungnahmen geben. Wenn Sie informiert werden möchten oder Fragen haben, kontaktieren Sie uns gern unter:
kein-bahnhof-im-kurpark@gmx.de
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Das Problem
Kein Bahnhof im Kurpark – Für eine sinnvolle Bahnplanung und den Schutz unseres denkmalgeschützten Kurparks
Darum geht es:
Im Rahmen der Reaktivierung der Bahnstrecke Lüneburg–Soltau für den Personenverkehr soll am südlichen Ende des Kurparks Lüneburg ein neuer Bahnhof entstehen. Nach der derzeitigen Planung soll der Bahnsteig von der Uelzener Straße bis zur Kurparkbrücke im Munstermannskamp reichen und Ende 2028 in Betrieb gehen. Von früh morgens bis in den späten Abend sollen hier künftig Personenzüge halten; zusätzlich wird die Strecke weiterhin vom Güterverkehr genutzt.

Wir begrüßen ausdrücklich die Reaktivierung der Bahnstrecke und den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs. Die Verkehrswende gelingt jedoch nur, wenn Infrastruktur dort geschaffen wird, wo sie den größten Nutzen für die Allgemeinheit bringt und gleichzeitig Natur, Kultur und Lebensqualität angemessen berücksichtigt werden.
Genau daran haben wir beim geplanten Haltepunkt Kurpark erhebliche Zweifel.
Mit dieser Petition möchten wir erreichen, dass der geplante Bahnhof im Planfeststellungsverfahren noch einmal kritisch geprüft und mögliche Alternativen transparent bewertet werden.
1. Der verkehrliche Nutzen des Haltepunktes erscheint fraglich
Die SinON GmbH begründet den geplanten Haltepunkt unter anderem mit Vorteilen für Studierende, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, Schülerinnen und Schüler, das Klinikum sowie den Tourismus, (https://www.sinon-spnv.de/).
Wir halten diese Argumente für nicht ausreichend überzeugend.
- Die Leuphana Universität ist bereits heute durch mehrere Buslinien direkt und häufig an den Bahnhof Lüneburg angebunden. Aus unserer Sicht ist der zusätzliche Nutzen eines Bahnhaltepunktes gering.
- Auch die Schulen in Oedeme sind vom geplanten Haltepunkt aus nur mit langen Fußwegen erreichbar. Es erscheint fraglich, ob Schülerinnen und Schüler hiervon in nennenswertem Umfang profitieren.
- Die größeren Arbeitgeber im Süden Lüneburgs verfügen bereits heute über gute Busanbindungen. Aus unserer Sicht entsteht auch hier nur ein begrenzter zusätzlicher Nutzen.
- Das Klinikum wird ebenfalls als Argument genannt. Der geplante Haltepunkt liegt jedoch rund 1,4 km entfernt. Wir bezweifeln, dass dadurch eine wesentliche Verbesserung der Erreichbarkeit entsteht.
- Der touristische Mehrwert eines Haltepunktes am Kurpark ist für uns nicht erkennbar. Besucherinnen und Besucher der Region würden die Bahnstrecke vor allem für Fahrten in die Lüneburger Innenstadt oder in die Lüneburger Heide nutzen. Beide Ziele sind bereits über den Hauptbahnhof Lüneburg beziehungsweise die vorgesehenen Haltepunkte entlang der Strecke gut erreichbar. Ein zusätzlicher Halt am Kurpark schafft daher aus touristischer Sicht keinen erkennbaren Mehrwert.
- Hinzu kommt, dass der Bereich um das südliche Kurparkende bereits heute hervorragend mit mehreren Buslinien erschlossen ist. Vom Munstermannskamp bestehen regelmäßige Verbindungen zum Bahnhof, in die Innenstadt und in weitere Stadtteile.
Aus unserer Sicht wurde bislang nicht überzeugend dargelegt, warum an diesem Standort ein zusätzlicher Bahnhof notwendig ist. In der veröffentlichten Standardisierten Bewertung werden keine prognostizierten Ein- und Aussteiger für den Bahnhof Lüneburg-Kurpark/Universität veröffentlicht. Die standardisierte Bewertung ist eine im Auftrag der SinON durchgeführte Machbarkeitsstudie zur Bewertung von Verkehrswegeinvestitionen im schienengebundenen öffentlichen Personennahverkehr. Damit bleibt für die Öffentlichkeit bislang unklar, auf welcher konkreten Nachfrageprognose die Standortentscheidung beruht, (https://www.sinon-spnv.de/downloads/)
2. Der Haltepunkt bedeutet einen erheblichen Eingriff in den denkmalgeschützten Kurpark
Der Kurpark gehört zu den wichtigsten Naherholungsgebieten Lüneburgs. Er wurde als Landschaftspark angelegt und steht als Baudenkmal unter besonderem Schutz, (https://denkmalatlas.viewer.niedersachsen.de/Kurpark).
Der geplante Haltepunkt umfasst nach den derzeitigen Planungen einen rund 140 Meter langen Bahnsteig sowie weitere Infrastruktur wie Wartehaus, Beleuchtung, Fahrradabstellanlagen und Zuwegungen. Wir bezweifeln, dass ein derart umfangreicher Eingriff mit dem besonderen Schutz dieses historischen Parks vereinbar ist. Nach dem Niedersächsischen Denkmalschutzgesetz dürfen bauliche Maßnahmen das Erscheinungsbild eines Baudenkmals nicht beeinträchtigen. Ob dies hier ausreichend berücksichtigt wurde, sollte aus unserer Sicht sorgfältig geprüft werden.
3. Der Haltepunkt passt nicht zu den Zielen des Lärmschutzes und einer sinnvollen Verkehrsplanung
Im Lärmaktionsplan 2024 der Stadt Lüneburg wird der Kurpark ausdrücklich als besonders ruhiger Bereich ausgewiesen, (https://www.hansestadt-lueneburg.de/Lärmaktionsplan). Ein neuer Bahnhof bringt zusätzliche Geräusche mit sich – beispielsweise durch bremsende und anfahrende Züge, Lautsprecherdurchsagen, Türsignale sowie wartende Fahrgäste. Wir halten dies für schwer vereinbar mit dem Ziel, diesen Bereich dauerhaft als Ruhe- und Erholungsraum zu erhalten.
Gleichzeitig stellt sich aus unserer Sicht die Frage nach der Prioritätensetzung.
Während für den bereits gut erschlossenen Kurpark ein zusätzlicher Haltepunkt vorgesehen wird, erhält Drögennindorf trotz seiner Lage an der Bahnstrecke und des hohen Bedarfs nach einer Bahnanbindung keinen eigenen Bahnhof (http://www.drei-minuten.info). Vielmehr schreibt die SinON selbst auf ihrer Projektseite „Um die geplante Gesamtfahrzeit zwischen Lüneburg und Soltau einhalten zu können, lässt sich leider nicht jeder wünschenswerte Halt umsetzen.“ Damit ist öffentlich bestätigt, dass die Auswahl der Halte nicht nur von Nachfrage, sondern auch von Fahrzeit- und Betriebskonzepten beeinflusst wurde.
Wir halten es für sinnvoll, die Standortwahl insgesamt noch einmal kritisch zu überprüfen und den Nutzen verschiedener Haltepunkte transparent miteinander zu vergleichen.
Unsere Forderung:
Wir fordern die Verantwortlichen auf:
- den geplante Bahnhof Kurpark im Planfeststellungsverfahren neu zu bewerten und zu verlegen,
- der tatsächliche verkehrlichen Nutzen ist nachvollziehbar darzustellen,
- der Schutz des denkmalgeschützten Kurparks ist angemessen zu berücksichtigen
- mögliche Alternativstandorte sind zu prüfen
Wir wenden uns ausdrücklich nicht gegen die Reaktivierung der Bahnstrecke Lüneburg–Soltau. Im Gegenteil: Wir unterstützen eine starke Schiene und einen attraktiven öffentlichen Nahverkehr. Gerade deshalb sollten neue Haltepunkte dort entstehen, wo sie den größten Nutzen für die Allgemeinheit entfalten und gleichzeitig Natur, Denkmalschutz und Lebensqualität möglichst wenig beeinträchtigen.
Bitte unterstützen Sie unsere Petition mit Ihrer Unterschrift.
Bürgerbeteiligung im Planfeststellungsverfahren:
Für das Vorhaben wird ein Planfeststellungsverfahren durchgeführt. In diesem Verfahren können Bürgerinnen und Bürger Einwendungen gegen die Planung erheben. Wir möchten interessierte Bürgerinnen und Bürger rechtzeitig über den Beginn des Verfahrens informieren und Hinweise zur Abgabe eigener Stellungnahmen geben. Wenn Sie informiert werden möchten oder Fragen haben, kontaktieren Sie uns gern unter:
kein-bahnhof-im-kurpark@gmx.de
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Petition am 17. Mai 2026 erstellt