
Nicht nur während der Verteilung unserer Flyer sprechen wir natürlich auch immer wieder mit Menschen, die für den vorgestellten Stadionausbau sind und für unseren Anliegen wenig bis gar kein Verständnis aufbringen können.
Daher halten wir es für notwendig, Folgendes richtig zu stellen:
Wir sind nicht gegen Holstein Kiel!
Auch wir gratulieren dem Verein zum Titel „Weihnachtsmeister“.
Unser Ziel ist es, die vorgestellten Pläne zum Stadionausbau zu verhindern und mit den Verantwortlichen eine Lösung zu finden, die die umliegenden Stadtteile und deren Anwohner nicht noch mehr belastet!
Um die damit verbundenen Ängste und Sorgen einmal zu verdeutlichen, haben wir uns in den letzten Tagen mit Menschen unterhalten, die in der näheren Umgebung des Stadions leben.
Da wir von einigen "Fans" über verschiedene Kanäle - vorsichtig ausgedruckt - sehr emotional angesprochen wurden und wir unsere Familien nicht in Gefahr bringen möchten, möchte niemand mehr namentlich genannt werden. Wir versichern aber, dass es sich um Statements im Wortlaut handelt.
„Der Normalbürger soll für die VIPs ein Parkhaus finanzieren?“
„Ich bin Fußballfan und ich bin für Holstein und den Stadionausbau, jedoch absolut gegen dieses Parkhaus-Konzept und alles was da dran hängt, das funktioniert so nicht. 500 Meter weiter steht ein Parkhaus im Wissenschaftspark, welches man durchaus noch modifizieren kann, denn da ist die Infrastruktur passend und dafür muss keine Natur unnötig zerstört werden. Das wäre ein richtiger Weg.“
„In der ganzen Umgebung wird es Situationen und Konsequenzen geben und viele Menschen, die an Event-Tagen ihren ganzen Tagesablauf anpassen müssen. Das betrifft mehr Leute als man denkt, das ist totaler Wahnsinn.“
„Ich habe sehr viel Angst vor dem entstehenden Lärm und dem wahnsinnigen Müll, der hier verbreitet wird.“
„Ich bin der Meinung, dass die Ausbaupläne für den falschen Standort geplant sind, denn in dieser Größe und Dimension passt es nicht mehr dahin wo es jetzt steht, dies ist in allen Hinsichten unzumutbar für ein Wohnviertel und nicht dafür bestimmt. Insofern würde ich dafür plädieren das Ganze dort auszubauen, wo auch infrastrukturell alles sichergestellt werden kann, ohne dass ganze Stadtteile darunter leiden müssen.“
„Ein Ausbau bedeutet noch mehr betrunkene Fans, die aus den Bussen fallen und nicht mehr zwischen falsch und richtig differenzieren können. Damit wurde in den vergangenen Jahren schon viele negative Erfahrungen gemacht, diese unangenehmen Situationen und Erlebnisse wollen wir nicht noch verschärfter erleben.“
Wir fordern die Verantwortlichen der Stadt Kiel und des Vereins auf, diese Bedenken und Sorgen ernst zu nehmen und Alternativen vorzustellen!