Stoppt die EU-Subventionen zur Überfischung der Meere!

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Im Jahr 2018 galten 85% der kommerziellen Fischbestände im Mittelmeer als überfischt (Quelle). Was wäre, wenn wir sechs Milliarden Euro hätten, um Meeres-Ökosysteme im europäischen Raum zu schützen, die Fischerei effektiver zu kontrollieren und Nachhaltigkeit zu gestalten?

Die gute Nachricht: Das Geld ist da, im Europäischen Meeres- und Fischereifonds (EMFF), und es wird in diesem Halbjahr für sechs Jahre (von 2021 bis 2027) von der EU vergeben.

Die schlechte Nachricht: Es soll genutzt werden, um die Kapazität der Fangflotten weiter zu erhöhen. Es sind Steuergelder, die Überfischung und zerstörerische Fischereipraktiken weiter fördern sollen.

Wir fordern vom EU Fischereikommissar Karmenu Vella sicherzustellen, dass der EMFF keine Gelder zur Subvention der Fischfangflotte vorsieht.

Bereits vor 15 Jahren hatte die EU Subventionen für die Fischfangflotte abgeschafft. Seitdem ist die Überfischung in europäischen Gewässern leicht zurückgegangen. Eine Wiederaufnahme der Subventionen würde die positive Entwicklung der letzten Jahre umkehren und die Zerstörung des maritimen Ökosystems weiter vorantreiben.

Der geplante Fonds wurde im März bereits vom Fischereiausschuss, im April vom EU-Parlament und im Juni vom Ministerrat angenommen. Das finale Gesetz wird in der zweiten Jahreshälfte in Verhandlungen zwischen Ministerrat, EU-Parlament und Kommission (Trilog) verhandelt. Wird es so wie vorgeschlagen übernommen, fehlen Mittel, die angesichts der Überfischung der Meere dringend zum Ressourcenschutz bereitgestellt werden müssen.

Um das zu verhindern, müssen wir alle zusammen dringend protestieren!

Fischereifahrzeuge fangen aufgrund des technologischen Fortschritts immer mehr Fische. EU-Subventionen für die Flottenerneuerung führen dazu, dass übermäßige Fangkapazitäten aufgebaut werden. Damit wird neben der Überfischung auch Armut und Hunger in Afrika gefördert. Denn häufig fischen die europäischen Schiffe vor der Küste Afrikas. Mit jedem Fang landen mehrere Hundert Tonnen Fisch in den Netzen der EU-Schiffe. Für die einheimischen Fischer mit ihren kleinen Booten und traditionellen Fangmethoden bleibt dann nicht mehr viel übrig.

Wir möchten, dass die EU Steuergelder für eine nachhaltige Fischereipolitik, den Schutz der Ozeane und die Bekämpfung von Armut und Hunger einsetzt. Wir sind darum gegen die Wiederaufnahme der Subventionen für die EU Fischfangflotte.

Wer wir sind:

Lucas von Sana Mare: Lucas ist physikalischer Ozeanograph und Tauchlehrer. Er beschäftigt sich mit dem Eingriff des Menschen in das maritime Ökosystem und den daraus resultierenden Folgen. Seit vielen Jahren setzt sich Lucas in verschiedenen Projekten und Umweltschutzgruppen für den Meeresschtz ein.

Simone von Sana Mare: Simone setzt sich für ein Umdenken in Politik und Verbraucherverhalten ein. Neben der Überfischung der Ozeane kämpft sie vor allem für eine Zukunft, in der weniger Ressourcen verschwendet werden. Dazu bloggt sie auf www.freitagsplastikfrei.de und sammelt Unterschriften u.a. gegen den Verpackungswahnsinn von Quetschies.

Über Sana Mare:

Sana Mare ist ein Verein für Meeresschutz (in Gründung) wir verfolgen das Ziel den negativen Einfluss der Menschen auf das maritime Ökosystem so weit wie möglich zu begrenzen. Dazu  führen wir Umweltschutzaktionen, Umweltbildung und politische Kampagnen durch. Mehr erfahren