Petition updateKatastrophe im brandenburgischen Nationalpark Unteres Odertal bei SchwedtZögerliche Aktionen werden gestartet!
Hans Joachim RichterBremen, Germany
Jan 22, 2022

Aktuell ist in der Nacht vom 21.01.2022 auf heute wieder ein Tier am ASP-Zaun ums Leben gekommen. Es handelt sich lt. Aussagen um ein Hirschkalb. Es hatte versucht der Mutter zu folgen, die, den Spuren nach zu urteilen, über den Zaun springen konnte. Das Tierkind scheint sich beim Folgen der Mutter am Zaun das Genick gebrochen zu haben. Fellreste wurden am Zaun gefunden. (Siehe Titelbild)

Sehr geehrte Mitstreiter, Tierfreunde und Unterstützer,
vielen Dank für die bisher über 95 000 Unterschriften.

Mittlerweile scheint sich durch die Petition, durch Berichte von Presse, Fernsehen und anderer Medien aber auch durch Aktionen örtlicher Bürger und Tierschützer etwas zu tun.

Bericht vom ZDF (ab ca. Minute 17:26) in der drehscheibe vom 19. Januar 2022

Bericht vom Nordkurier: Tierschützer werfen Ministerin Untätigkeit bei Tierelend vor

Der Druck auf die Politik und die Lokalbehörden, allen voran Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) und die Landrätin Karina Dörk (CDU), wird stärker und es werden kleinere Maßnahmen durchgeführt.

Bericht von rbb24 Zäune sollen sicherer für Rehe gestaltet werden

Zitat Fr. Nonnemacher aus dem Bericht von rbb24:
"Das geschieht hier nicht, um irgendwelches Tierleid zu verursachen, sondern das geschieht, um eine Seuche einzudämmen, die sehr gravierende Auswirkungen hat"

Das ist sicherlich wahr, aber das Problem ist eben, dass nicht irgendwelches sondern klar differenziertes Tierleid produziert wird. Die jetzt angedachten und teilweise schon umgesetzten Maßnahmen sind gut gemeint, aber eben schlecht gemacht.

Bisher wurden 8 (12 sollen es werden) schmale Durchlässe auf 70 km Zaun geschnitten, wobei der im oberen Bereich gezogene Draht in dem Zaunausschnitt sehr gefährlich ist. Hier kann sich ein Reh ohne weiteres strangulieren oder das Genick brechen.
Man darf bezweifeln das sich in Panik befindliche Tiere an diesen Durchlässen orientieren werden.

Im Bericht vom Tagesspiegel wird noch etwas tiefer auf die Maßnahmen eingegangen: Protest gegen die Todesfallen

Zitat aus dem Bericht vom Tagesspiegel:

Im brandenburgischen Verbraucherschutzministerium weist man die Kritik zurück: „Es stimmt einfach nicht, dass sich die Lage zuspitzt und dass der Landkreis nichts getan hat“, sagt Sprecher Dominik Lenz: „Im Gegenteil: Der Landkreis hat sehr schnell reagiert.“

Tatsächlich hatte der Landkreis als Sofortmaßnahme veranlasst, die im Zaun vorhandenen Tore tagsüber zeitweilig zu öffnen und die Zäune täglich zu kontrollieren, um gefährdeten Tieren zu helfen. Auch habe man begonnen, im Bereich zwischen dem Querdeich Stützkow und Schwedt auf der Kanalseite insgesamt zwölf Durchlässe zu schaffen und an anderen Stellen Zaunabschnitte um 40 Zentimeter zu verkürzen, so dass Rehe darüber springen können.

Zitat Ende

Die Frage die sich hier stellt, wie soll ein im Wasser stehendes Reh es schaffen über einen Zaun zu kommen, der immer noch 80 Zentimeter hoch ist? Auch die anderen angesprochenen Maßnahmen sollen lt. Bürgern von vor Ort nicht in dem Maße durchgeführt werden, wie vom Ministerium angegeben.

Im Tagesspiegel kommt auch Landrätin Dörk zu Wort:

Zitat:

Allerdings sei klar, dass der Zaun stehen bleiben müsse, so lange seine Ursache – die ASP – nicht beseitigt sei, sagte die uckermärkische Landrätin Karina Dörk (CDU). Dazu sei man nach EU-Recht verpflichtet.

Zitat Ende

Gestattet seien auch hier die Fragen, dürfen Zäune eigentlich generell in einem Natura 2000 Gebiet gezogen werden? Denn zweifelsohne ist das Untere Odertal so ein Gebiet.

Wenn hier aber Zäune gezogen werden, müssen die dann nicht der UVP (Umweltverträglichkeitsprüfung) und dem FFH (Flora-Fauna-Habitat) entsprechen?   
(Erklärung zur FFH Verträglichkeitsprüfung)

Wobei hier sicherlich auch zu beachten ist, das hier von einem Überflutungsgebiet der Oder die Rede ist.

Sterben infizierte Wildschweine in diesem Gebiet, kann es eventuell durch das Wasser sogar zu einer schnelleren Ausbreitung der ASP kommen?

Wurde auf diese Aspekte gar nicht geachtet? Diese Frage möchte ich einfach einmal so stehen lassen………………………

Wie auch immer die Situation dargestellt wird, das Versetzen oder das komplette Entfernen zumindest eines Zaunes ist die einzige sinnvolle und tragbare Lösung.

Bitte bleiben Sie uns weiter treu und teilen diese Petition. Danke!

Vielen Dank für die Hashtag-Aktion von Animals United für die sozialen Medien: #RettetDieTiereImOdertal (Kopieren und z.B. bei Facebook in die Suche eingeben)

Mit freundlichen Grüßen
Andrea Zillmann und Achim Richter

Wenn Sie uns, zusätzlich zu Ihrer Unterschrift, unterstützen wollen, fragen Sie doch einfach mal bei der Lokalpolitik nach, warum der Tod der Wildtiere in Kauf genommen wird. Aber bitte, unbedingt höflich bleiben: Landkreis Uckermark

Presseanfragen gerne an: presse@change.org (werden an uns weitergeleitet)

Copy link
WhatsApp
Facebook
Nextdoor
Email
X