

Kahlschlag in der Prävention stoppen - "Gesundes-Herz-Gesetz" ist ein schlechter Scherz!
Das Problem
Nach dem Motto "Pillen statt Turnen" will der oberste Vorturner im BMG, Karl Lauterbach, die Mittel der Krankenkassen für zertifizierte Primärpräventionskurse umwidmen. Mit diesem "salto mortale" will er künftig alle Kinder einem Screening unterziehen und sie bei entsprechender Indikation mit Cholesterin senkenden Medikamenten (sog. Statine) versorgen. Finanziert werden soll dies zu Lasten der Primärprävention, die Lauterbach als "Sushi-Rollen für Anfänger" diffamiert.
Neben der umstrittenen Evidenz für ein bundesweites Massenscreening würde dieses Vorhaben zu einem Kahlschlag in der Primärprävention führen.
Damit führt das "Gesunde-Herz-Gesetz" die Prävention zum Herzinfarkt. Stattdessen wird die Gesundheitsförderung gestrichen und nur noch der Krankheitseintritt "versorgt". Um Gesundheit zu fördern, statt Krankheit zu verwalten brauchen wir weiterhin niedrigschwellige und individuell attraktive Angebote über die zahlreichen Präventionskurse der Krankenkassen. Mit dem Gesetz aber stehen genau diese vor dem Aus.
Unsere Forderungen
Umbenennung des Gesetzes
Herr Minister Lauterbach, wir fordern Sie auf, das "Gesunde-Herz-Gesetz" in "Schlechter-Scherz-Gesetz" umzubenennen. Dieser Name spiegelt treffender die Auswirkungen der geplanten Änderungen wider, die eher das Gegenteil eines guten Herzens für die Prävention und Gesundheit der Bevölkerung zeigen.
Keine Bevormundung der Selbstverwaltung
Unter dem Vorwand Leistungen schneller in die Versorgung drücken zu wollen, wird die gemeinsame Selbstverwaltung zunehmend mit politischen Vorgaben übergangen.
Ehrlichkeit und Transparenz
Wir erwarten von Ihnen als Gesundheitsminister Ehrlichkeit und Transparenz in der Gesetzgebung. Die Umbenennung in "Schlechter-Scherz-Gesetz" wäre ein erster Schritt, um der Öffentlichkeit klar zu machen, welche Auswirkungen die geplanten Änderungen tatsächlich haben.
Hintergrundinfos
- Auf den Bereich "Präventionskurse" entfallen 2.51 Euro pro Versicherten.
- Wir haben 74.306.553 Versicherte in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) x 2,51 Euro. Also stehen insgesamt.186.509.448 Euro zur Verfügung
- Laut KV45 hat die GKV schon jetzt mit Ausgaben von 198.000.000 Euro das "Budget" überschritten.
- Wenn durch das Gesetz die Mehrkosten für Raucherentwöhnungsmedikamente, Cholesterinsenker und Gesundheitscheckups on top kommen, werden die Kassen nur noch dafür "bezahlen" und ihre Angebote zu Präventionskursen massiv runterfahren müssen.
- Damit wird die Gesundheitsförderung gestrichen und nur noch der Krankheitseintritt "versorgt".
- Im 1. Jahr ist mit Mehrkosten von 22 Mio. Euro zu rechnen, im 2. Jahr mit Mehrkosten von 90 Mio. Euro - Und das nur für die Cholesterinsenker!
- Ergänzt um die Gesundheitscheckups landet die GKV wohl im 3. Jahr bei 105 Mio. Euro an Mehrausgaben.
"Prävention ist ein wichtiges Gut, es schafft mehr Lebenszeit, es schafft mehr Lebensqualität, es ist ökonomisch von hohem Wert, wenn es wirkt." Es sei aber vermutlich keine Spardose, mit der sich die finanziellen Probleme lösen ließen, sagt Prof. Dr. Wolfgang Greiner, Gesundheitsökonom und Mitglied im Sachverständigenrat Gesundheit & Pflege.
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Das Problem
Nach dem Motto "Pillen statt Turnen" will der oberste Vorturner im BMG, Karl Lauterbach, die Mittel der Krankenkassen für zertifizierte Primärpräventionskurse umwidmen. Mit diesem "salto mortale" will er künftig alle Kinder einem Screening unterziehen und sie bei entsprechender Indikation mit Cholesterin senkenden Medikamenten (sog. Statine) versorgen. Finanziert werden soll dies zu Lasten der Primärprävention, die Lauterbach als "Sushi-Rollen für Anfänger" diffamiert.
Neben der umstrittenen Evidenz für ein bundesweites Massenscreening würde dieses Vorhaben zu einem Kahlschlag in der Primärprävention führen.
Damit führt das "Gesunde-Herz-Gesetz" die Prävention zum Herzinfarkt. Stattdessen wird die Gesundheitsförderung gestrichen und nur noch der Krankheitseintritt "versorgt". Um Gesundheit zu fördern, statt Krankheit zu verwalten brauchen wir weiterhin niedrigschwellige und individuell attraktive Angebote über die zahlreichen Präventionskurse der Krankenkassen. Mit dem Gesetz aber stehen genau diese vor dem Aus.
Unsere Forderungen
Umbenennung des Gesetzes
Herr Minister Lauterbach, wir fordern Sie auf, das "Gesunde-Herz-Gesetz" in "Schlechter-Scherz-Gesetz" umzubenennen. Dieser Name spiegelt treffender die Auswirkungen der geplanten Änderungen wider, die eher das Gegenteil eines guten Herzens für die Prävention und Gesundheit der Bevölkerung zeigen.
Keine Bevormundung der Selbstverwaltung
Unter dem Vorwand Leistungen schneller in die Versorgung drücken zu wollen, wird die gemeinsame Selbstverwaltung zunehmend mit politischen Vorgaben übergangen.
Ehrlichkeit und Transparenz
Wir erwarten von Ihnen als Gesundheitsminister Ehrlichkeit und Transparenz in der Gesetzgebung. Die Umbenennung in "Schlechter-Scherz-Gesetz" wäre ein erster Schritt, um der Öffentlichkeit klar zu machen, welche Auswirkungen die geplanten Änderungen tatsächlich haben.
Hintergrundinfos
- Auf den Bereich "Präventionskurse" entfallen 2.51 Euro pro Versicherten.
- Wir haben 74.306.553 Versicherte in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) x 2,51 Euro. Also stehen insgesamt.186.509.448 Euro zur Verfügung
- Laut KV45 hat die GKV schon jetzt mit Ausgaben von 198.000.000 Euro das "Budget" überschritten.
- Wenn durch das Gesetz die Mehrkosten für Raucherentwöhnungsmedikamente, Cholesterinsenker und Gesundheitscheckups on top kommen, werden die Kassen nur noch dafür "bezahlen" und ihre Angebote zu Präventionskursen massiv runterfahren müssen.
- Damit wird die Gesundheitsförderung gestrichen und nur noch der Krankheitseintritt "versorgt".
- Im 1. Jahr ist mit Mehrkosten von 22 Mio. Euro zu rechnen, im 2. Jahr mit Mehrkosten von 90 Mio. Euro - Und das nur für die Cholesterinsenker!
- Ergänzt um die Gesundheitscheckups landet die GKV wohl im 3. Jahr bei 105 Mio. Euro an Mehrausgaben.
"Prävention ist ein wichtiges Gut, es schafft mehr Lebenszeit, es schafft mehr Lebensqualität, es ist ökonomisch von hohem Wert, wenn es wirkt." Es sei aber vermutlich keine Spardose, mit der sich die finanziellen Probleme lösen ließen, sagt Prof. Dr. Wolfgang Greiner, Gesundheitsökonom und Mitglied im Sachverständigenrat Gesundheit & Pflege.
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Petition am 9. Juli 2024 erstellt