
Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer,
seit einigen Tagen fallen leider schmerzhaft die ersten Bäume entlang des Bahndamms bei der Wollankstraße. Mit garstigen Geräuschen arbeiten sich die Rodungsmaschinen, ungestört durch den Streik und das ausbleibende S-Bahn-Publikum, in einer idyllischen Winterkulisse voran und legen Baum für Baum um.
Die Ausführenden haben Glück, durch den Streik gibt es kein S-Bahn-Publikum und so können sich die schweren Rodungsmaschinen in idyllischer Winterkulisse in aller Ruhe durchfressen und Baum für Baum umlegen.
Diese Entwicklung ist besonders beunruhigend, da trotz der dramatischen Situation weiterhin Gespräche und Verhandlungen stattfinden, die zumindest theoretisch den Erhalt einzelner Bäume und Baumgruppen versprechen. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der Grünen Politik fordern wir, dass die zu bewahrenden Bäume sichtbare Schutzumhausungen erhalten, um so ihren Schutz während der Rodungs- und Bauphasen zu gewährleisten und Transparenz für die Bürgerinnen und Bürger zu schaffen.
Die Situation ist jedoch weiterhin komplex: Nach neuesten Erkenntnissen bestätigt die Bahn, dass alle Bäume vor den Sparbögen aus wirtschaftlichen Gründen gefällt werden. Dies geschieht, weil der Bund / das Land nur die wirtschaftlichste Variante finanzieren. Dieser Schritt ist nicht akzeptabel. Wir müssen uns entschieden dagegenstellen und fordern eine Überprüfung dieser Entscheidung.
Wir appellieren an Euch: Seid vor Ort präsent, zeigt Interesse und Betroffenheit, dokumentiert, welche Bäume gefällt werden, und tretet in Dialog. Lasst die Deutsche Bahn wissen, dass uns dies nicht gleichgültig ist.
Und teilt bitte weiterhin diesen Link zur Petition