Künstliche Befruchtung - 100% Kostenübernahme für alle!

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Unfruchtbarkeit ist ein immer größer werdendes Problem in Deutschland, das nicht mehr nur eine kleine Splittergruppe der Gesellschaft betrifft. Momentan geht man davon aus, dass mindestens 15% der Paare (etwa 1,4 Millionen Menschen) nicht ohne ärztliche Hilfe schwanger werden können...Tendenz steigend.

Die dann notwendigen Verfahren der künstlichen Befruchtung - die mit Hormongaben, Eingriffen und einer unglaublichen psychischen Belastung einhergehen - strapazieren die Paare meist bis an die Grenze des Erträglichen.

Doch neben den körperlichen und seelischen Auswirkungen der künstlichen Befruchtung, gibt es auch noch das Problem der Finanzierung.

Für gesetzlich versicherte Paare gilt: 

  • Sie müssen 50% der Behandlungskosten selbst tragen und das kann bei einer IVF oder ICSI-Behandlung (beides sind Standard-Kinderwunschbehandlungen) schnell einen Eigenanteil von 2000€ bedeuten.
  • Darüberhinaus werden maximal 3 Behandlungen bezuschusst und dann muss das gesetzlich versicherte Paar die gesamten Kosten selbst tragen.
  • Die Altersgrenzen liegen bei unter 25 Jahren und über 40 Jahren und sind heute längst überholt. 
  • Das Paar muss verheiratet sein. 

Diese Grenzen führen dazu, dass der Kinderwunsch oftmals aus finanziellen Gründen aufgegeben werden muss. 

Die Gründe für die Ungleichbehandlung privat und gesetzlich versicherter Paare liegen in der Einschätzung, ob Unfruchtbarkeit eine Krankheit ist. Mit einer Gesetzesnovelle im Jahr 2004 wurde dabei festgelegt, dass Unfruchtbarkeit keine Krankheit sondern ein "Versicherungsfall anderer Art" ist. Damit wurde die Einschränkung der Kostenübernahme für die Maßnahmen der künstlichen Befruchtung ermöglicht (vor 2004 wurde auch von den gesetzlichen Krankenkasse 100% der Kosten für 4 Versuche übernommen).

Wir fordern:

  • Unfruchtbarkeit muss wieder als Krankheit anerkannt werden.
  • Alle Paare, unabhängig ob sie gesetzlich versichert, privat versichert oder sogenannte “Mischfälle” (GKV und PKV, Beihilfe) sind, sollten mindestens 4 IVF- oder ICSI Behandlungszyklen zu 100% bezahlt bekommen!
  • Die Altersgrenzen der gesetzlichen Krankenversicherung sollten aufgehoben werden und die Kostenübernahme sollte sich (wie bei der privaten Krankenversicherung) nach den Erfolgschancen richten. 
  • Unverheirateten Paaren sollten die gleichen Leistungen zustehen wie verheirateten Paaren. 

Ich bin Katharina und ich habe diese Petition ins Leben gerufen, da mein Mann und ich selbst einen sehr langen Kinderwunschweg hatten. Wir hatten nur die Möglichkeit auf dem Weg der künstlichen Befruchtung ein Kind zu bekommen. Innerhalb von drei Jahren hatten wir 6 Embryotransfere und ich wurde 5 mal schwanger. Doch jede Schwangerschaft endete in einer Fehlgeburt. Wir waren in jeder Hinsicht am Ende, doch wir wagten noch einen weiteren Versuch in einer neuen Klinik. Der 4. Arzt fand dann endlich heraus, warum ich immer wieder Fehlgeburten hatte und behandelte mich dementsprechend. Mit Erfolg...im April 2016 bekamen wir endlich unseren so langersehnten Sohn.  

Die Zeit des unerfüllten Kinderwunsches, war die schwerste Zeit meines Lebens und die betroffenen Paare verdienen jede Unterstützung auf ihrem schweren Weg zum Wunschkind!



Heute: Katharina verlässt sich auf Sie

Katharina Jozefak benötigt Ihre Hilfe zur Petition „@JensSpahn : Leben schenken - ein Grundrecht!”. Jetzt machen Sie Katharina und 25.338 Unterstützer/innen mit.