

Macron fordert Waffenruhe im Gazastreifen
Angesichts des Leids der Zivilbevölkerung während des israelischen Militäreinsatzes gegen die islamistische Hamas hat der französische Präsident Emmanuel Macron eine Waffenruhe im Gazastreifen gefordert. "Es werden Zivilisten, Babys, Frauen und alte Menschen bombardiert und getötet. Es gibt keine Rechtfertigung dafür, Zivilisten anzugreifen. Wir fordern Israel dazu auf, damit aufzuhören", sagte Macron in einem am Samstag veröffentlichten Interview des britischen Fernsehsenders BBC. "Ich möchte alle an das Völkerrecht erinnern, ich fordere eine Waffenruhe."
Darauf Netanjahu:
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu wies die Vorwürfe Macrons umgehend zurück. "Die Verantwortung für das Leid der Zivilisten liegt bei der Hamas, nicht bei Israel. Während Israel alles in seiner Macht Stehende tut, um Zivilisten zu verschonen, und sie dazu aufruft, die Kampfgebiete zu verlassen, missbraucht die Hamas sie als menschliche Schutzschilde und tut alles dafür, um zu verhindern, dass sie in sicherere Gegenden gehen, schrieb Netanyahu auf der Nachrichtenplattform X, ehemals Twitter. Die Verbrechen, die die Hamas heute in Gaza verübt, werde sie morgen in Paris, New York und der ganzen Welt verüben. Die Staatschefs sollten die Hamas verurteilen, nicht Israel.
Es wird offenkundig, dass die Bombardierung des Gazastreifens durch Israel, in dem laut WHO alle zehn Minuten ein Kind sein Leben verliert, trotz Aufforderung im westlichen Diskurs die Bombardierung einzustellen keine Resonanz erfährt. Vielmehr ist davon auszugehen, dass Israel nicht nur nicht beabsichtigt, seine Bombardierungen einzustellen, sondern vielmehr eine Intensivierung erwägt. Die als heuchlerisch wahrgenommene Erklärung, sämtliche verfügbaren Mittel zum Schutz der Zivilbevölkerung einzusetzen, wird zunehmend unerträglich und als inakzeptabel erachtet.