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Petitioning FINA - Internationaler Schwimmverband Julio Maglione

Internationaler Schwimmverband (FINA): Lassen Sie Elham Asgharis Rekord vom Iran anerkennen

Elham Asghari ist die erste Iranerin, die den Schwimmrekord von 20km in der Disziplin Open Water aufgestellt hat (am 11. Juni im Kaspischen Meer). Als sie ihre Leistung anerkennen lassen wollte, wurde diese zu Unrecht abgelehnt.

Die Verantwortlichen im iranischen Sportministerium hatten ihr mitgeteilt, dass sie Elhams Rekord nicht anerkennen könnten - wegen ihres Badeanzugs. Dabei trug Elham einen islamischen Ganzkörper-Badeanzug (wie von den Behörden festgelegt) und Beamte waren anwesend, um den Rekordversuch zu beobachten. Zudem existiert keine offizielle Definition für einen Badeanzug, welchen „Frauen für das Schwimmen im offenen Meer nutzen dürfen”.

Obwohl dieser Badeanzug sie daran hindert, an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit zu gehen, wurde ihr gesagt, dass „die weiblichen Eigenschaften ihres Körpers sichtbar waren, als sie aus dem Wasser kam" und aus diesem Grund ihr Rekord nicht gewertet werden könnte.

Ich komme aus dem Iran - wie Elham - und weiß wie sich eine solche Diskriminierung anfühlt. Heute wohne ich in Nürnberg. Im Iran werden Frauen in ihren Rechten beschnitten. Ihr Alltagsleben wird beherrscht von den massiven Einschränkungen der islamischen Regierung. Iranische Frauen wurden bis vor kurzem aus etwa 70 Studienfächern ausgeschlossen.

Trotz der strengen Vorschriften haben Frauen im Iran großartiges geleistet. Heutzutage sind über 60% der Studierenden an iranischen Universitäten Frauen. Doch noch immer kämpfen sie mit leeren Händen gegen die alltägliche Diskriminierung und Ungleichheit in ihrer Gesellschaft. Deswegen soll die ganze Welt von Elhams Geschichte erfahren.

Sportlerinnen sind im Iran immer ignoriert worden. Deshalb habe ich diese Petition gestartet, um die FINA (Internationaler Schwimmverband) aufzufordern, den iranischen Schwimmverband dazu zu bewegen, Elhams Rekord anzuerkennen.

Elham Asghari schwamm 20 km hin und zurück über 8 Stunden im Kaspischen Meer nahe Nowshahr, eine Badestelle die für Frauen reserviert ist, und Elham konnte ihren eigenen Rekord brechen trotz ihres Ganzkörperanzugs, der ihre Bewegungen behindert. Elham sagte in einem Interview: „Im Wasser war meine Kleidung so schwer wie die Uniform eines Astronauten, aber ich hatte keine Wahl."

Beamte des Ministeriums für Sport erklärten, dass - unabhängig davon, ob Elham einen islamischen Badeanzug trug oder nicht - die Aufzeichnung ihres Rekord gegen islamisches Recht verstoßen hätte.

Bei der Schwimmweltmeisterschaft in Barcelona durfen keine iranischen Athletinnen teilnehmen. Obwohl es viele Frauen gibt, die im Iran professionell schwimmen, dürfen sie nicht an internationalen Wettbewerben teilnehmen.

Ich fordere die Verantwortlichen des Internationalen Schwimmverbands (FINA) auf, den Schwimm-Verband der Islamischen Republik Iran zu ermahnen, den Rekord der Schwimmerin Elham Asghari Sadat anzuerkennen und aufzunehmen und alle anderen iranischen Athletinnen zu unterstützen.

Letter to
FINA - Internationaler Schwimmverband Julio Maglione
Elham Sadaat Asghari ist die erste Iranerin, die den Schwimmrekord von 20 km in der Disziplin Open Water aufgestellt hat (am 11. Juni im Kaspischen Meer). Als sie ihren Rekord anerkennen lassen wollte, wurde sie von Verantwortlichen des iranischen Sportministeriums konfrontiert.

Diese teilten ihr mit, dass sie Elhams Rekord nicht anerkennen könnten - wegen ihres Badeanzugs. Dabei trug Elham einen islamischen Ganzkörper-Badeanzug (wie von den Behörden festgelegt) und Beamte waren anwesend, um den Rekordversuch zu beobachten. Zudem existiert keine offizielle Definition für einen Badeanzug, welchen „Frauen für das Schwimmen im offenen Meer nutzen dürfen”.

Die Verantwortlichen sagten ihr, dass, wie islamisch ihre Kleidung auch während des Schwimmens gewesen sei, die Registrierung ihrer Leistung wäre unislamisch und entgegen der Scharia. Elham sagte in einem Interview: „Im Wasser war meine Kleidung so schwer wie die Uniform eines Astronauten, aber ich hatte keine Wahl. Wenn Sie Herrn Rezazadeh (erfolgreicher Gewichtheber) auffordern würden, ein ähnliches Outfit mit demselben Gewicht zu tragen während er Gewichte hebt, würde er dem Gewichtheben für immer Lebewohl sagen.”

Die 32-jährige Leistungsschwimmerin und Rekordhalterin betont, dass die Strecke von 20 km unter diesen Umständen nicht einfach war und dass sie nicht einfach vergessen kann, dass sie diesen Rekord aufgestellt hat. Sie betont: „Wenn ich über Stunden im Ozean schwimme und dagegen ankämpfe, den Wellen zu unterliegen, dann ist es schwierig für mich, den persönlichen Ansichten und Entscheidungen von Funktionären zu folgen. Deshalb werde ich weiter für meine legalen Rechte kämpfen. Der Rekord wurde fair und rechtens aufgestellt, also gehört er auch registriert. Obwohl viele weibliche Athletinnen in diesem Sport aktiv sind, durfte keine von ihnen bisher an internationalen Wettkämpfen teilnehmen.” Selbst die Webseite, die Frauen in der IRSF (Schwimmverband der Islamischen Republik Iran) gewidmet sein sollte, ist noch immer ‘im Aufbau’”.

Deshalb bitte ich Sie, die Verantwortlichen des Internationalen Schwimmverband FINA: Ermahnen Sie den Schwimmverband der Islamischen Republik Iran, diesen einzigartigen Rekord anzuerkennen und geschlechterspezifische Diskriminierung zu verurteilen. Stellen Sie sich an die Seite von Elham Sadaat Asghari und allen anderen iranischen Athletinnen, deren Geschichten nicht gehört werden.