Initiative Fleisch GmbH: Hört auf, Tierleid als Freiheit zu verkaufen.

Initiative Fleisch GmbH: Hört auf, Tierleid als Freiheit zu verkaufen.

Aktuelle Unterzeichner*innen:
Eva-Maria Osten und 19 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Imagekampagne des Deutschen Bauernverbands täuscht Verbraucher*innen.

Wir sind Julia und Fabian Brandino, Gründer:innen der Vegan Superheroes. Gemeinsam mit unserer Community starten wir diese Petition, weil die Fleischindustrie gerade sehr viel Geld dafür ausgibt, dass du eine bestimmte Frage nicht stellst.

Die Frage lautet: Wessen Leid wird hier gerade beworben?

Im Juli 2024 wurde die Initiative Fleisch GmbH gegründet, finanziert vom Deutschen Bauernverband und dem Verband der Fleischwirtschaft. Ihr offizieller Zweck laut Handelsregister: Branchenkommunikation zur Imageverbesserung von Fleisch. Ihr Slogan: "Iss was dir schmeckt." Ihre Strategie:

Freiheit. Respekt. Miteinander.

Worte, die angenehm klingen und eines tun sollen: das Gewissen beruhigen, bevor kritische Fragen zu den tatsächlichen Auswirkungen der Fleischproduktion überhaupt entstehen können.

Was diese Kampagne zeigt: Bilder von Familien. Grillabende. Lebensfreude.

Was diese Kampagne nicht zeigt: Dass in Deutschland jährlich über 700 Millionen Tiere geschlachtet werden.

Dass über 80 Prozent davon aus Haltungsformen kommen, in denen sie ihr Leben lang keinen Auslauf haben. Dass Schweine soziale Bindungen eingehen, die denen von Menschen ähneln, und durch lebenslange Ausbeutung leiden, wenn diese Bindungen gewaltsam getrennt werden. Die Tierhaltung zählt zu den relevanten Faktoren für Treibhausgasemissionen, Flächenverbrauch und Artenverlust.

Was diese Kampagne ebenfalls nicht zeigt: Die WHO-Krebsforschungsagentur IARC stuft verarbeitetes Fleisch als krebserregend ein, in derselben Kategorie wie Tabak, Alkohol und Asbest. Rotes Fleisch gilt als wahrscheinlich krebserregend. Der tägliche Konsum von 50 Gramm verarbeiteten Fleischs erhöht das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, um 18 Prozent. Darmkrebs verursacht in Deutschland jährliche Behandlungskosten von rund 7,1 Milliarden Euro und ist die zweithäufigste Krebserkrankung im Land.

Das ist der Kern dieser Kampagne.

Das ist der Kern dieser Kampagne: das perfide Weglassen. Das Leid, das Tiere durch lebenslange Ausbeutung erfahren. Die Klimafolgen. Die wissenschaftlich belegten Gesundheitsrisiken. Alles, was eine ehrliche Debatte unbequem machen würde. Fleischkonsum wird zur reinen Privatsache des Geschmacks erklärt, während die Konsequenzen auf Tiere, Umwelt, Gesundheit und das Gesundheitssystem ausgelagert werden.

Wir fordern den Petitionsausschuss des Bundestages, den Deutschen Bauernverband, den Verband der Fleischwirtschaft und die politisch Verantwortlichen auf:

— Investiert eure Mittel statt in Imagekampagnen in echte und messbare Verbesserungen der Haltungsbedingungen.

Beendet die steuerliche Benachteiligung pflanzlicher Alternativen und baut Förderprogramme zum Umbau der Landwirtschaft konsequent aus.

Transparente Kennzeichnung von Lobby- und Branchenkampagnen.

— Verpflichtende Hinweise auf Tierwohl-, Klima- und Gesundheitsfolgen in der Lebensmittelwerbung.

— Keine an Kinder oder Jugendliche gerichtete Fleischwerbung.

— Gesetzliche Regulierung von Lobbykampagnen dieser Art, damit Industrieinteressen nicht länger als gesellschaftlicher Konsens verkleidet werden können.

Ich unterschreibe, weil ich glaube, dass eine Gesellschaft, die über Freiheit und Respekt spricht, irgendwann auch die Frage beantworten muss, für wen diese Worte eigentlich gelten.

Herzliche Grüße

Die Vegan Superheroes Community 💚

avatar of the starter
Fabian BrandinoPetitionsstarter*inVegan Superheroes Mitgründer 3-fach-Papa Resilienz Coach

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Aktuelle Unterzeichner*innen:
Eva-Maria Osten und 19 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Imagekampagne des Deutschen Bauernverbands täuscht Verbraucher*innen.

Wir sind Julia und Fabian Brandino, Gründer:innen der Vegan Superheroes. Gemeinsam mit unserer Community starten wir diese Petition, weil die Fleischindustrie gerade sehr viel Geld dafür ausgibt, dass du eine bestimmte Frage nicht stellst.

Die Frage lautet: Wessen Leid wird hier gerade beworben?

Im Juli 2024 wurde die Initiative Fleisch GmbH gegründet, finanziert vom Deutschen Bauernverband und dem Verband der Fleischwirtschaft. Ihr offizieller Zweck laut Handelsregister: Branchenkommunikation zur Imageverbesserung von Fleisch. Ihr Slogan: "Iss was dir schmeckt." Ihre Strategie:

Freiheit. Respekt. Miteinander.

Worte, die angenehm klingen und eines tun sollen: das Gewissen beruhigen, bevor kritische Fragen zu den tatsächlichen Auswirkungen der Fleischproduktion überhaupt entstehen können.

Was diese Kampagne zeigt: Bilder von Familien. Grillabende. Lebensfreude.

Was diese Kampagne nicht zeigt: Dass in Deutschland jährlich über 700 Millionen Tiere geschlachtet werden.

Dass über 80 Prozent davon aus Haltungsformen kommen, in denen sie ihr Leben lang keinen Auslauf haben. Dass Schweine soziale Bindungen eingehen, die denen von Menschen ähneln, und durch lebenslange Ausbeutung leiden, wenn diese Bindungen gewaltsam getrennt werden. Die Tierhaltung zählt zu den relevanten Faktoren für Treibhausgasemissionen, Flächenverbrauch und Artenverlust.

Was diese Kampagne ebenfalls nicht zeigt: Die WHO-Krebsforschungsagentur IARC stuft verarbeitetes Fleisch als krebserregend ein, in derselben Kategorie wie Tabak, Alkohol und Asbest. Rotes Fleisch gilt als wahrscheinlich krebserregend. Der tägliche Konsum von 50 Gramm verarbeiteten Fleischs erhöht das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, um 18 Prozent. Darmkrebs verursacht in Deutschland jährliche Behandlungskosten von rund 7,1 Milliarden Euro und ist die zweithäufigste Krebserkrankung im Land.

Das ist der Kern dieser Kampagne.

Das ist der Kern dieser Kampagne: das perfide Weglassen. Das Leid, das Tiere durch lebenslange Ausbeutung erfahren. Die Klimafolgen. Die wissenschaftlich belegten Gesundheitsrisiken. Alles, was eine ehrliche Debatte unbequem machen würde. Fleischkonsum wird zur reinen Privatsache des Geschmacks erklärt, während die Konsequenzen auf Tiere, Umwelt, Gesundheit und das Gesundheitssystem ausgelagert werden.

Wir fordern den Petitionsausschuss des Bundestages, den Deutschen Bauernverband, den Verband der Fleischwirtschaft und die politisch Verantwortlichen auf:

— Investiert eure Mittel statt in Imagekampagnen in echte und messbare Verbesserungen der Haltungsbedingungen.

Beendet die steuerliche Benachteiligung pflanzlicher Alternativen und baut Förderprogramme zum Umbau der Landwirtschaft konsequent aus.

Transparente Kennzeichnung von Lobby- und Branchenkampagnen.

— Verpflichtende Hinweise auf Tierwohl-, Klima- und Gesundheitsfolgen in der Lebensmittelwerbung.

— Keine an Kinder oder Jugendliche gerichtete Fleischwerbung.

— Gesetzliche Regulierung von Lobbykampagnen dieser Art, damit Industrieinteressen nicht länger als gesellschaftlicher Konsens verkleidet werden können.

Ich unterschreibe, weil ich glaube, dass eine Gesellschaft, die über Freiheit und Respekt spricht, irgendwann auch die Frage beantworten muss, für wen diese Worte eigentlich gelten.

Herzliche Grüße

Die Vegan Superheroes Community 💚

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Fabian BrandinoPetitionsstarter*inVegan Superheroes Mitgründer 3-fach-Papa Resilienz Coach

Die Entscheidungsträger*innen

Alois Rainer
Alois Rainer

Kommentare von Unterstützer*innen

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