Schlachterei BELL verhöhnt Tiere: Schlachthaus-Werbung stoppen!

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+++BELL verhöhnt tote Tiere+++

Mit überdimensionierten Megaplakaten, Taschen und anderen Drucksachen lancierte die Schweizer Grossschlachterei BELL zum 150-jährigen Bestehen eine gross angelegte Werbekampagne. Mit dem darauf zu lesenden Spruch "La vie est BELL" spielt die Schlachterei auf den bekannten Satz "La vie est belle" (Das Leben ist schön) an und kombiniert den Firmennamen durch das Weglassen eines Buchstabens mit der allseits bekannten Redewendung.

Im Kontext zu 80 Millionen Schweizer Schlachttieren, die gegen ihren Willen jedes Jahr brutal getötet werden - davon alleine über 650 000 jedes Jahr in Basel - irritiert die wahrscheinlich lustig gemeinte Werbung jedoch deutlich. Wir haben uns auf der Strasse umgehört: 8 von 10 Befragten Passanten empfanden den Spruch als nicht angebracht, irritierend oder gar verstörend. Die lachende Bratwurst stellt symbolisch die getöteten, zerstückelten und zum Verkauf angebotenen Tiere dar. Für die Abermillionen durch Bell getöteten Schweine, Kühe, Hühner, Schafe und anderen Tiere wirkt der Spruch wohl wie blanker Hohn. Es ist anzunehmen, dass deren Leben bereits vor der Tötung schon nicht schön war. Dann der stressige Transport quer durch die Schweiz, anschliessend das Treiben in die Schlachtgasse oder in die Gaskammer. Wird man aufgeschnitten, vergast und zerstückelt, kann man kaum von einem schönen Leben reden.

Was für die ausführende Werbeagentur und Bell wie ein grosser Wurf gewirkt hat, hinterlässt bei mitfühlenden Menschen - egal ob Fleischesser, Vegetarier oder Veganer - einen schalen Nachgeschmack.

Witzig möchte Bell mit dieser Werbung rüberkommen und positioniert die Megaplakate unter anderem auch am Basler Bahnhof SBB, wo möglichst viele Menschen diese sehen sollen.

Das Leben ist vielleicht für Bell-Kaderleute schön. Denn die Firma macht auf dem Rücken der Tiere jedes Jahr Mega-Umsätze. Jedoch schuften die Mitarbeiter in der Produktion für kleines Geld - auch hier trifft der Gaga-Spruch vom schönen Leben nicht zu: Jeden Tag Tiere zu töten, kann nicht schön sein. Und die getöteten Tiere dann aber noch zu verspotten, ist nichts anderes als traurig, ja gar armselig.

Basel Animal Save reagiert nun mit einer Gegenkampagne und fordert Bell dazu auf, die irritierende Werbung "La vie est Bell" umgehend einzustellen. Mit dem eingesparten Geld könnte der Konzern ausnahmsweise einmal Gutes tun und zB Tierschutzprojekte unterstützen.

Für die sofortige Einstellung der Bell-Werbung haben wir diese Petition lanciert.

Wir hoffen, dass Bell, wenigstens in diesem Fall, einmal Herz und Verstand zeigt.

Olivier Bieli
Basel Animal Save

STERO CARTOONS/roth-cartoons.de