Indigene Stimmen statt Projektion: „Yabadu“ braucht Aufarbeitung und Verantwortung

Aktuelle Unterzeichner*innen:
Clarissa Schröder und 19 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Ich bin Mel, eine indigene Person aus Peru – und ich habe „Yabadu“ gesehen.

Schon früh im Film war mir klar: Das hier ist keine spirituelle Reise. Es ist keine Einladung zum Dialog. Es ist eine Aneinanderreihung von Klischees, Projektionen und kultureller Aneignung – verpackt als „Selbstfindungstrip“.

Indigene Menschen tauchen im Film nur am Rand auf – stereotyp, ohne Kontext, ohne echte Übersetzung oder Auseinandersetzung. Ihre Spiritualität wird romantisiert – aber entpolitisiert. Ihre Präsenz wird genutzt – aber nicht gehört.

Für mich – und viele andere – war das schmerzhaft.

Denn unsere Kultur, unsere Kämpfe, unsere Identitäten sind kein Deko-Element für westliche Sinnsuche.

Wir haben vor einer Vorstellung friedlich demonstriert. Menschen sind vorzeitig aus dem Kino gegangen. Einige haben uns später geschrieben: Der Film hat sich für sie falsch angefühlt. Und trotzdem wurde öffentlich ein anderes Bild gezeichnet – von „800 Menschen in Harmonie“.

Aber wir waren da. Wir haben laut gemacht, was weh tut. Und das bleibt.

Ich wünsche mir kein Bashing. Ich wünsche mir Verantwortung.

Deshalb starte ich diese Petition:

Weil ich glaube, dass sich Menschen verändern können – wenn sie bereit sind, wirklich hinzuhören.

Weil Repräsentation mit Verantwortung kommt.

Und weil indigene Stimmen mehr sind als Hintergrundrauschen.

Wenn du auch findest, dass Selbstfindung nicht auf Kosten anderer Kulturen stattfinden darf – dann unterschreib.

 

Update: Kino in L. (Westen Deutschlands) zeigt trotz Kritik den Film. 

Warum kritisieren wir den Film Yabadu?

Weil wir als BIPoC und Verbündete problematische Inhalte erkennen, die diskriminierend wirken können – insbesondere im Umgang mit Sprache, kultureller Aneignung und rassifizierenden Tropen. Diese Kritik basiert nicht auf Angriff, sondern auf dem Wunsch nach Verantwortung im Kulturbereich.


Wird jemand persönlich diffamiert?

Nein. Unsere Kritik richtet sich gegen öffentliche Inhalte – nicht gegen einzelne Privatpersonen. Wir achten darauf, auf persönliches Bashing zu verzichten und uns auf Aussagen und öffentliche Handlungen zu beziehen.

 

Warum äußern wir uns öffentlich?

Weil Kunst und Kultur immer auch gesellschaftliche Auswirkungen haben. Betroffene haben das Recht, sich öffentlich zu äußern, wenn sie durch Darstellung marginalisiert oder verletzt werden. Das ist durch Artikel 5 GG (Meinungsfreiheit) geschützt.

 

Wurden juristische Schritte angedroht?

Ja, es gab den Versuch, durch juristische Drohungen unsere Sichtbarkeit einzuschränken. Wir lassen uns davon nicht einschüchtern und arbeiten mit solidarischen Netzwerken wie der Roten Hilfe und dem noSLAPP-Bündnis zusammen, um unsere Rechte zu schützen.

 

Was fordern wir?

Eine kritische Auseinandersetzung mit dem Film, ein öffentliches Gesprächsangebot, sowie eine stärkere Verantwortung in Förderstrukturen, um diskriminierende Inhalte frühzeitig zu erkennen – nicht Zensur, sondern Sensibilität.

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Mel BPetitionsstarter*in

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Aktuelle Unterzeichner*innen:
Clarissa Schröder und 19 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Ich bin Mel, eine indigene Person aus Peru – und ich habe „Yabadu“ gesehen.

Schon früh im Film war mir klar: Das hier ist keine spirituelle Reise. Es ist keine Einladung zum Dialog. Es ist eine Aneinanderreihung von Klischees, Projektionen und kultureller Aneignung – verpackt als „Selbstfindungstrip“.

Indigene Menschen tauchen im Film nur am Rand auf – stereotyp, ohne Kontext, ohne echte Übersetzung oder Auseinandersetzung. Ihre Spiritualität wird romantisiert – aber entpolitisiert. Ihre Präsenz wird genutzt – aber nicht gehört.

Für mich – und viele andere – war das schmerzhaft.

Denn unsere Kultur, unsere Kämpfe, unsere Identitäten sind kein Deko-Element für westliche Sinnsuche.

Wir haben vor einer Vorstellung friedlich demonstriert. Menschen sind vorzeitig aus dem Kino gegangen. Einige haben uns später geschrieben: Der Film hat sich für sie falsch angefühlt. Und trotzdem wurde öffentlich ein anderes Bild gezeichnet – von „800 Menschen in Harmonie“.

Aber wir waren da. Wir haben laut gemacht, was weh tut. Und das bleibt.

Ich wünsche mir kein Bashing. Ich wünsche mir Verantwortung.

Deshalb starte ich diese Petition:

Weil ich glaube, dass sich Menschen verändern können – wenn sie bereit sind, wirklich hinzuhören.

Weil Repräsentation mit Verantwortung kommt.

Und weil indigene Stimmen mehr sind als Hintergrundrauschen.

Wenn du auch findest, dass Selbstfindung nicht auf Kosten anderer Kulturen stattfinden darf – dann unterschreib.

 

Update: Kino in L. (Westen Deutschlands) zeigt trotz Kritik den Film. 

Warum kritisieren wir den Film Yabadu?

Weil wir als BIPoC und Verbündete problematische Inhalte erkennen, die diskriminierend wirken können – insbesondere im Umgang mit Sprache, kultureller Aneignung und rassifizierenden Tropen. Diese Kritik basiert nicht auf Angriff, sondern auf dem Wunsch nach Verantwortung im Kulturbereich.


Wird jemand persönlich diffamiert?

Nein. Unsere Kritik richtet sich gegen öffentliche Inhalte – nicht gegen einzelne Privatpersonen. Wir achten darauf, auf persönliches Bashing zu verzichten und uns auf Aussagen und öffentliche Handlungen zu beziehen.

 

Warum äußern wir uns öffentlich?

Weil Kunst und Kultur immer auch gesellschaftliche Auswirkungen haben. Betroffene haben das Recht, sich öffentlich zu äußern, wenn sie durch Darstellung marginalisiert oder verletzt werden. Das ist durch Artikel 5 GG (Meinungsfreiheit) geschützt.

 

Wurden juristische Schritte angedroht?

Ja, es gab den Versuch, durch juristische Drohungen unsere Sichtbarkeit einzuschränken. Wir lassen uns davon nicht einschüchtern und arbeiten mit solidarischen Netzwerken wie der Roten Hilfe und dem noSLAPP-Bündnis zusammen, um unsere Rechte zu schützen.

 

Was fordern wir?

Eine kritische Auseinandersetzung mit dem Film, ein öffentliches Gesprächsangebot, sowie eine stärkere Verantwortung in Förderstrukturen, um diskriminierende Inhalte frühzeitig zu erkennen – nicht Zensur, sondern Sensibilität.

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Mel BPetitionsstarter*in

Die Entscheidungsträger*innen

Yvonne Pferrer, Jeremy Grube
Yvonne Pferrer, Jeremy Grube

Neuigkeiten zur Petition