Häusliche Care-Arbeit aufwerten Wir fordern ein Gehalt für pflegende Angehörige

Aktuelle Unterzeichner*innen:
Josephin Diers und 10 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Verbesserung der Situation pflegender Angehöriger

Häusliche Care-Arbeit aufwerten

Wir fordern ein Gehalt für pflegende Angehörige

Die Frauen des ver.di Bundesfachbereichs-Frauenvorstand „öffentliche und private Dienstleistungen, Sozialversicherung und Verkehr“ fordern, die häusliche Care-Arbeit umgehend aufzuwerten, sie sichtbar zu machen und den pflegenden Angehörigen, gut 2/3 davon sind Frauen, ein Gehalt zu zahlen.

Häusliche Pflege darf für die pflegenden Angehörigen kein Armutsrisiko mehr sein.

Auch die neue Bundesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag Bezug auf notwendige Veränderungen und Reformen im Pflegebereich beschrieben. So sollen u.a. Möglichkeiten zur Stärkung der pflegenden Angehörigen geprüft werden.

Daher fordern wir:

· Sichtbar machen der Bedeutung von Care-Arbeit, Öffentlichkeit schaffen

· Aufwertung von häuslicher Care-Arbeit, sowohl gesellschaftspolitisch als auch materiell

· Bei durch die Pflege reduzierter Erwerbstätigkeit Zahlung eines vollen Gehalts/Aufstockung des Gehalts, vergleichsweise Zahlung von Elterngeld, für die Dauer der Pflege bzw.

bei vollständigem Einstellen der Erwerbsarbeit Zahlung eines Gehalts, vergleichsweise Zahlung von Elterngeld, für die Dauer der Pflege, perspektivisch deutlich oberhalb des Mindestlohns auf Basis einer Vollzeitstelle

· Die Finanzierung ist aus dem Bundeshaushalt vorzunehmen, da Pflege öffentliche Daseinsvorsorge ist

· Verbesserte psychosoziale Angebote für Pflegende

· Schaffen eines überregionalen Netzwerks „Pflege“, bzw. Vernetzung schon bestehender Pflegeportale (s. AWO, Parität, Netzwerke in den Landkreisen/Kommunen, pflegende Angehörige e.V.)

Begründung

Für zu pflegende Angehörige (Kinder, Eltern, Schwiegereltern, Partner*innen) gibt es bundesweit zu wenig Pflegeplätze für die zu Pflegenden. Vielfach sind sie auch so teuer, dass sie nicht finanziert werden können. In vielen Familien besteht darüber hinaus der Wunsch, die Angehörigen im häuslichen Umfeld zu versorgen, zu pflegen.

Damit einher geht in den meisten Fällen, dass Frauen die Care-Arbeit übernehmen, sich verantwortlich fühlen.

Das bedeutet auch, dass die Frauen, von wenigen Ausnahmen abgesehen, diese wichtige Aufgabe unentgeltlich leisten, dass sie die Pflege entweder neben ihrer Erwerbsarbeit leisten, Arbeitszeit reduzieren oder die Berufstätigkeit völlig aufgeben müssen. Ein eigenes Einkommen haben sie dann nicht mehr.

Zwar können auf Antrag Rentenpunkte für die Pflegezeit in geringem Umfang erworben werden, aber es fehlt an einem eigenen auskömmlichen Gehalt, was zu mangelnder Selbständigkeit und Abhängigkeit von (Ehe-) Partner*innen oder anderen Angehörigen führt oder aber zum Bezug von Bürgergeld, das sich wiederum nicht auf die Rente auswirkt.

Unabhängig von der wirtschaftlichen Situation stellt Pflegearbeit oft eine Mehrfachbelastung dar, die sich gesundheitsschädigend, sowohl physisch als psychisch, auswirken kann.

Fehlende Arbeits- und Beitragsjahre führen im Alter zu geringen Renten, zu Altersarmut.

 

Bitte unterzeichnen Sie diese Petition, um pflegende Angehörige zu unterstützen.

 

Doris Heinemann-Brooks. für den ver.di Bundesfachbereichsfrauenvorstand „öffentliche und private Dienstleistungen, Sozialversicherung und Verkehr“   

46.661

Aktuelle Unterzeichner*innen:
Josephin Diers und 10 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Verbesserung der Situation pflegender Angehöriger

Häusliche Care-Arbeit aufwerten

Wir fordern ein Gehalt für pflegende Angehörige

Die Frauen des ver.di Bundesfachbereichs-Frauenvorstand „öffentliche und private Dienstleistungen, Sozialversicherung und Verkehr“ fordern, die häusliche Care-Arbeit umgehend aufzuwerten, sie sichtbar zu machen und den pflegenden Angehörigen, gut 2/3 davon sind Frauen, ein Gehalt zu zahlen.

Häusliche Pflege darf für die pflegenden Angehörigen kein Armutsrisiko mehr sein.

Auch die neue Bundesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag Bezug auf notwendige Veränderungen und Reformen im Pflegebereich beschrieben. So sollen u.a. Möglichkeiten zur Stärkung der pflegenden Angehörigen geprüft werden.

Daher fordern wir:

· Sichtbar machen der Bedeutung von Care-Arbeit, Öffentlichkeit schaffen

· Aufwertung von häuslicher Care-Arbeit, sowohl gesellschaftspolitisch als auch materiell

· Bei durch die Pflege reduzierter Erwerbstätigkeit Zahlung eines vollen Gehalts/Aufstockung des Gehalts, vergleichsweise Zahlung von Elterngeld, für die Dauer der Pflege bzw.

bei vollständigem Einstellen der Erwerbsarbeit Zahlung eines Gehalts, vergleichsweise Zahlung von Elterngeld, für die Dauer der Pflege, perspektivisch deutlich oberhalb des Mindestlohns auf Basis einer Vollzeitstelle

· Die Finanzierung ist aus dem Bundeshaushalt vorzunehmen, da Pflege öffentliche Daseinsvorsorge ist

· Verbesserte psychosoziale Angebote für Pflegende

· Schaffen eines überregionalen Netzwerks „Pflege“, bzw. Vernetzung schon bestehender Pflegeportale (s. AWO, Parität, Netzwerke in den Landkreisen/Kommunen, pflegende Angehörige e.V.)

Begründung

Für zu pflegende Angehörige (Kinder, Eltern, Schwiegereltern, Partner*innen) gibt es bundesweit zu wenig Pflegeplätze für die zu Pflegenden. Vielfach sind sie auch so teuer, dass sie nicht finanziert werden können. In vielen Familien besteht darüber hinaus der Wunsch, die Angehörigen im häuslichen Umfeld zu versorgen, zu pflegen.

Damit einher geht in den meisten Fällen, dass Frauen die Care-Arbeit übernehmen, sich verantwortlich fühlen.

Das bedeutet auch, dass die Frauen, von wenigen Ausnahmen abgesehen, diese wichtige Aufgabe unentgeltlich leisten, dass sie die Pflege entweder neben ihrer Erwerbsarbeit leisten, Arbeitszeit reduzieren oder die Berufstätigkeit völlig aufgeben müssen. Ein eigenes Einkommen haben sie dann nicht mehr.

Zwar können auf Antrag Rentenpunkte für die Pflegezeit in geringem Umfang erworben werden, aber es fehlt an einem eigenen auskömmlichen Gehalt, was zu mangelnder Selbständigkeit und Abhängigkeit von (Ehe-) Partner*innen oder anderen Angehörigen führt oder aber zum Bezug von Bürgergeld, das sich wiederum nicht auf die Rente auswirkt.

Unabhängig von der wirtschaftlichen Situation stellt Pflegearbeit oft eine Mehrfachbelastung dar, die sich gesundheitsschädigend, sowohl physisch als psychisch, auswirken kann.

Fehlende Arbeits- und Beitragsjahre führen im Alter zu geringen Renten, zu Altersarmut.

 

Bitte unterzeichnen Sie diese Petition, um pflegende Angehörige zu unterstützen.

 

Doris Heinemann-Brooks. für den ver.di Bundesfachbereichsfrauenvorstand „öffentliche und private Dienstleistungen, Sozialversicherung und Verkehr“   

Kommentare von Unterstützer*innen

Neuigkeiten zur Petition