Gegen Belästigung und Gewalt in der Arbeitswelt! #PetitionC190

Aktuelle Unterzeichner*innen:
Martina Pilz und 14 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Mein Name ist Ursula Karven. Ich bin Schauspielerin, Unternehmerin und Mutter. Im Rahmen der Veranstaltung „Frauen100“ wurde ich gebeten über #MeToo zu sprechen. Seit über 35 Jahren höre ich erschütternde Geschichten von Sexismus, von sexueller Belästigung, Machtmissbrauch sowie physischer und psychischer Gewalt gegenüber Frauen. Und auch ich habe selbst zahlreiche Erfahrungen dieser Art machen müssen. Darum weiß ich: Sexismus ist kein Einzelfall, sondern findet jeden Tag statt – in allen gesellschaftlichen Schichten, in allen Branchen, in allen Altersstrukturen. Weltweit. 

Allein in Deutschland geben 63% der Frauen und auch 49% der Männer an, dass sie schon mal geschlechtsspezifische Übergriffe wahrgenommen haben oder selbst betroffen waren (BMFSJ). Millionen Menschen sind gerade an ihrem Arbeitsplatz Sexismus und sexualisierter Gewalt und Belästigung schutzlos ausgeliefert, weil Arbeitgeber offiziell nicht verpflichtet sind, entsprechende Schutzmaßnahmen zu ergreifen und z.B. anonyme Beratungsstellen einzurichten. 

Allerdings gibt es längst ein von der ILO (International Labour Organisation) initiiertes und von 187 Ländern unterschriebenes „ÜBEREINKOMMEN ÜBER DIE BESEITIGUNG VON GEWALT UND BELÄSTIGUNG IN DER ARBEITSWELT“ („Konvention C190“), mit konkreten Empfehlungen zur Umsetzung (R206).

Jedes Land, das dieses Übereinkommen ratifiziert, achtet, fördert und verwirklicht das Recht einer jeder Person auf eine Arbeitswelt ohne Gewalt und Belästigung. Das bedeutet unter anderem:

  • ein gesetzliches Verbot von Gewalt und Belästigung 
  • die Annahme einer umfassenden Strategie mit Maßnahmen zur Verhinderung und Bekämpfung von Gewalt und Belästigung 
  • die Einrichtung von oder Stärkung bestehender Durchsetzungs- und Überwachungsmechanismen für alle Arbeitgeber
  • die Sicherstellung, dass Opfer überall Zugang zu vertrauenswürdigen Hilfsangebote und zur Unterstützung haben
    Sanktionen für die Täter

Das Problem: Deutschland und viele andere Länder haben die Konvention gegen Belästigung und Gewalt am Arbeitsplatz bisher nicht ratifiziert!

Damit sich das ändert, muss die EU ihre Mitgliedstaaten berechtigen, die ILO-Konvention zu ratifizieren. Einige Länder (Bulgarien, Slowakei und Ungarn) blockieren die Beschlussfassung jedoch im EU-Rat. Die EU Kommission sucht derzeit nach einer Lösung - seit März 2020 ist aber nichts passiert.

Das können wollen wir nicht länger hinnehmen! 

Deshalb diese Petition JETZT!

Mit dieser Petition möchten wir eine Brücke bauen zwischen betroffenen Menschen und den Entscheidungsträger*innen und Verantwortlichen aus Politik und Wirtschaft. Denn allzu lange haben wir zugelassen, dass finanzielle Abhängigkeit und ungleiche Machtverhältnisse der Geschlechter Nährboden für Machtmissbrauch, Gewalt, Mobbing und Belästigung in der Arbeitswelt sind, die psychische, physische, soziale und auch wirtschaftliche Schäden zur Folge haben. 

Wir fordern diese und die nächste Regierung dazu auf, ihren Einfluss in Europa geltend zu machen und den Druck so zu erhöhen, dass endlich für die Ratifizierung in Deutschland gesorgt werden kann! Alternativ muss Deutschland ein Vorbild sein und ein eigenes Gesetz zu besserem Schutz am Arbeitsplatz verabschieden!

Denn nur wenn dieser Schutz am Arbeitsplatz im Gesetz verankert ist, ändert sich auch etwas! 

Mit jedem Tag, den wir warten, lassen wir Sexismus am Arbeitsplatz weiterhin zu, hindern Vorgesetzte nicht daran, ihre Macht zu missbrauchen – und machen uns schuldig an einer weiteren Generationen. Es reicht: jetzt!

Liebe Regierung, lassen Sie uns dem Sexismus und etablierten, meistens männlich geprägten Machtstrukturen die Luft zum Atmen entziehen. Lassen Sie uns einen Schritt hin zu einer Welt ohne geschlechtsspezifische Gewalt und Belästigung machen! 

Bitte setzen sie sich JETZT für die Ratifizierung von C190 ein!

Wir werden jetzt lauter. Und werden laut bleiben! #PetitionC190#TheLouderVoices

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Ursula KarvenPetitionsstarter*in

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Aktuelle Unterzeichner*innen:
Martina Pilz und 14 andere Personen haben kürzlich unterschrieben.

Das Problem

Mein Name ist Ursula Karven. Ich bin Schauspielerin, Unternehmerin und Mutter. Im Rahmen der Veranstaltung „Frauen100“ wurde ich gebeten über #MeToo zu sprechen. Seit über 35 Jahren höre ich erschütternde Geschichten von Sexismus, von sexueller Belästigung, Machtmissbrauch sowie physischer und psychischer Gewalt gegenüber Frauen. Und auch ich habe selbst zahlreiche Erfahrungen dieser Art machen müssen. Darum weiß ich: Sexismus ist kein Einzelfall, sondern findet jeden Tag statt – in allen gesellschaftlichen Schichten, in allen Branchen, in allen Altersstrukturen. Weltweit. 

Allein in Deutschland geben 63% der Frauen und auch 49% der Männer an, dass sie schon mal geschlechtsspezifische Übergriffe wahrgenommen haben oder selbst betroffen waren (BMFSJ). Millionen Menschen sind gerade an ihrem Arbeitsplatz Sexismus und sexualisierter Gewalt und Belästigung schutzlos ausgeliefert, weil Arbeitgeber offiziell nicht verpflichtet sind, entsprechende Schutzmaßnahmen zu ergreifen und z.B. anonyme Beratungsstellen einzurichten. 

Allerdings gibt es längst ein von der ILO (International Labour Organisation) initiiertes und von 187 Ländern unterschriebenes „ÜBEREINKOMMEN ÜBER DIE BESEITIGUNG VON GEWALT UND BELÄSTIGUNG IN DER ARBEITSWELT“ („Konvention C190“), mit konkreten Empfehlungen zur Umsetzung (R206).

Jedes Land, das dieses Übereinkommen ratifiziert, achtet, fördert und verwirklicht das Recht einer jeder Person auf eine Arbeitswelt ohne Gewalt und Belästigung. Das bedeutet unter anderem:

  • ein gesetzliches Verbot von Gewalt und Belästigung 
  • die Annahme einer umfassenden Strategie mit Maßnahmen zur Verhinderung und Bekämpfung von Gewalt und Belästigung 
  • die Einrichtung von oder Stärkung bestehender Durchsetzungs- und Überwachungsmechanismen für alle Arbeitgeber
  • die Sicherstellung, dass Opfer überall Zugang zu vertrauenswürdigen Hilfsangebote und zur Unterstützung haben
    Sanktionen für die Täter

Das Problem: Deutschland und viele andere Länder haben die Konvention gegen Belästigung und Gewalt am Arbeitsplatz bisher nicht ratifiziert!

Damit sich das ändert, muss die EU ihre Mitgliedstaaten berechtigen, die ILO-Konvention zu ratifizieren. Einige Länder (Bulgarien, Slowakei und Ungarn) blockieren die Beschlussfassung jedoch im EU-Rat. Die EU Kommission sucht derzeit nach einer Lösung - seit März 2020 ist aber nichts passiert.

Das können wollen wir nicht länger hinnehmen! 

Deshalb diese Petition JETZT!

Mit dieser Petition möchten wir eine Brücke bauen zwischen betroffenen Menschen und den Entscheidungsträger*innen und Verantwortlichen aus Politik und Wirtschaft. Denn allzu lange haben wir zugelassen, dass finanzielle Abhängigkeit und ungleiche Machtverhältnisse der Geschlechter Nährboden für Machtmissbrauch, Gewalt, Mobbing und Belästigung in der Arbeitswelt sind, die psychische, physische, soziale und auch wirtschaftliche Schäden zur Folge haben. 

Wir fordern diese und die nächste Regierung dazu auf, ihren Einfluss in Europa geltend zu machen und den Druck so zu erhöhen, dass endlich für die Ratifizierung in Deutschland gesorgt werden kann! Alternativ muss Deutschland ein Vorbild sein und ein eigenes Gesetz zu besserem Schutz am Arbeitsplatz verabschieden!

Denn nur wenn dieser Schutz am Arbeitsplatz im Gesetz verankert ist, ändert sich auch etwas! 

Mit jedem Tag, den wir warten, lassen wir Sexismus am Arbeitsplatz weiterhin zu, hindern Vorgesetzte nicht daran, ihre Macht zu missbrauchen – und machen uns schuldig an einer weiteren Generationen. Es reicht: jetzt!

Liebe Regierung, lassen Sie uns dem Sexismus und etablierten, meistens männlich geprägten Machtstrukturen die Luft zum Atmen entziehen. Lassen Sie uns einen Schritt hin zu einer Welt ohne geschlechtsspezifische Gewalt und Belästigung machen! 

Bitte setzen sie sich JETZT für die Ratifizierung von C190 ein!

Wir werden jetzt lauter. Und werden laut bleiben! #PetitionC190#TheLouderVoices

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Ursula KarvenPetitionsstarter*in
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Die Entscheidungsträger*innen

Dr. Rolf Schmachtenberg
Staatssekretär im Bundesministerium für Arbeit und Soziales
Beantwortet
Es ist unerlässlich, dass am Arbeitsplatz und im Berufsleben ein wirksamer Schutz vor sexualisierter Gewalt und Belästigung herrscht. Deshalb hat sich die Bundesregierung im Rahmen der ILO-Verhandlungen für wirksame Schutzvorschriften weltweit stark gemacht und setzt sich innerhalb der EU für eine zügige Ratifizierung ein. In Deutschland sind diese Vorschriften bereits geltendes Recht. Sexualisierte Gewalt und Belästigung sind keine Bagatellen und sie sind - leider - auch kein kleines Randphänomen. Sie finden statt in allen Teilen unserer Gesellschaft und es ist unser aller Aufgabe, sie entschieden zu bekämpfen. Deshalb bin ich dankbar für diese Petition, denn sie schafft Aufmerksamkeit, die im Kampf gegen sexualisierte Gewalt und Belästigung dringend benötigt wird. Gewalt und Belästigung dürfen in unserer Gesellschaft keinen Platz mehr finden. Foto: Dr. Rolf Schmachtenberg
Christine Lambrecht
Bundesministerin der Verteidigung
Beantwortet
Mit der Petition #TheLouderVoices fordern Ursula Karven und die UnterstützerInnen die Ratifizierung der #KonventionC190 das „Übereinkommen über die Beseitigung von Gewalt und Belästigung in der Arbeitswelt", für eine Arbeitswelt ohne Gewalt und Belästigung. Aktuell blockieren jedoch einige EU-Mitgliedsstaaten die Unterzeichnung der Konvention. Für die Bundesregierung ist klar: Wir wollen die Ratifizierung - für einen #Arbeitsplatz, frei von Sexismus und sexueller Belästigung - und wir werden uns weiterhin mit Nachdruck dafür einsetzen. Sexismus und sexuelle Belästigung haben in einer offenen, gleichberechtigten Gesellschaft keinen Platz. Wir arbeiten bereits lange daran, Beschäftigte besser vor diesen absolut inakzeptablen, erniedrigenden und diskriminierenden Übergriffen zu schützen. Für Verbesserungen brauchen wir auch einen Kulturwandel in den Unternehmen und breite gesellschaftliche Bündnisse. Durch das Engagement von Frau Karven und die Petition #TheLouderVoices bekommt dieses wichtige Anliegen mehr Aufmerksamkeit. Nach der Übergabe der Petition haben Frau Karven und ich uns mit Kolleg*innen aus dem @BMFSFJ, @BMJV und @BMAS darüber ausgetauscht, welche Möglichkeiten für niedrigschwellige Melde- und Beratungsangebote für Betroffene es gibt. Wir bleiben gemeinsam an dem Thema dran! Foto: Christine Lambrecht
Hubertus Heil
Bundesminister für Arbeit und Soziales
Anne Spiegel
Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Marco Buschmann
Bundesminister der Justiz
Neuigkeiten zur Petition