HPV Aufklärung in Österreich verbessern (inkl Test- & Impfangebot)


HPV Aufklärung in Österreich verbessern (inkl Test- & Impfangebot)
Das Problem
Offener Brief an das Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMSGPK):
Kostenübernahme der HPV-Impfung für über 30-Jährige und dringender Bedarf an verbesserter HPV-Aufklärung
Sehr geehrte Personen des BMSGPK,
ich wende mich in diesem offenen Brief an Sie, da ich mit der aktuellen Handhabung der HPV-Impfung sowie dem allgemeinen Stand der HPV-Aufklärung zutiefst unzufrieden bin. Die derzeitige Regelung, nach der nur Personen unter 30 Jahren eine kostenlose Impfung erhalten, stellt eine ungerechte Benachteiligung dar und widerspricht dem aktuellen wissenschaftlichen Stand zur Bedeutung dieser Impfung für Menschen jeden Alters.
Unzureichende Information und veraltete Empfehlungen:
Seit Jahren werde ich von Ärzt*innen dahingehend informiert, dass eine HPV-Impfung nach dem Beginn sexueller Aktivität nicht mehr sinnvoll sei. Diese Aussage ist jedoch veraltet. Heute ist durch zahlreiche Studien belegt, dass eine HPV-Impfung auch im Erwachsenenalter, unabhängig von bisherigen Sexualkontakten, wirksam sein kann und eine wertvolle Maßnahme zur Gesundheitsvorsorge darstellt. Diese Fehlinformationen über Jahre hinweg führen dazu, dass ich nun mit 36 Jahren für eine Impfung zahlen soll, die mir als junger Erwachsener nicht angeboten wurde. Ich empfinde es als unverhältnismäßig und unfair, dass die Gesundheitskasse hier nicht die Verantwortung übernimmt und die Kosten für eine späte, aber sinnvolle Impfung übernimmt.
Einschränkungen im Testangebot und mangelnde Aufklärung:
Auch im Bereich der HPV-Tests fehlt es an ausreichender Information und Transparenz. Von einer Ärztin wurde ich informiert, dass Abstriche auf HPV oftmals verweigert werden, da die Infektion nicht „behandelt“ werden könne. Diese Argumentation ist haltlos. Der medizinische Wert eines HPV-Tests liegt vor allem in der Prävention und der Reduzierung der Übertragung – ähnlich wie bei HIV-Tests, die durchgeführt werden, um Menschen zu schützen und Infektionsketten zu unterbrechen. HPV kann nachweislich Krebs verursachen und stellt damit eine ernste Gefahr dar, die frühzeitige Prävention durch Testung und Aufklärung erforderlich macht.
In Anbetracht dieser Umstände beantrage ich die Kostenübernahme der HPV-Impfung durch die Wiener Gesundheitskasse für mich und alle die diese Impfung wünschen, um Zugang zu diesem wichtigen Präventionsmittel zu erhalten. Außerdem appelliere ich dringend an Sie, die bestehenden Aufklärungs-, Impf- und Testangebote für HPV grundlegend zu überdenken und zu verbessern. Der Zugang zu Schutzmaßnahmen und zu verlässlicher Information sollte keine Frage des Alters sein, sondern ein wesentlicher Bestandteil eines modernen Gesundheitswesens, das auf Prävention setzt.
Mit freundlichen Grüßen,
Jamie Niederer
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Das Problem
Offener Brief an das Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMSGPK):
Kostenübernahme der HPV-Impfung für über 30-Jährige und dringender Bedarf an verbesserter HPV-Aufklärung
Sehr geehrte Personen des BMSGPK,
ich wende mich in diesem offenen Brief an Sie, da ich mit der aktuellen Handhabung der HPV-Impfung sowie dem allgemeinen Stand der HPV-Aufklärung zutiefst unzufrieden bin. Die derzeitige Regelung, nach der nur Personen unter 30 Jahren eine kostenlose Impfung erhalten, stellt eine ungerechte Benachteiligung dar und widerspricht dem aktuellen wissenschaftlichen Stand zur Bedeutung dieser Impfung für Menschen jeden Alters.
Unzureichende Information und veraltete Empfehlungen:
Seit Jahren werde ich von Ärzt*innen dahingehend informiert, dass eine HPV-Impfung nach dem Beginn sexueller Aktivität nicht mehr sinnvoll sei. Diese Aussage ist jedoch veraltet. Heute ist durch zahlreiche Studien belegt, dass eine HPV-Impfung auch im Erwachsenenalter, unabhängig von bisherigen Sexualkontakten, wirksam sein kann und eine wertvolle Maßnahme zur Gesundheitsvorsorge darstellt. Diese Fehlinformationen über Jahre hinweg führen dazu, dass ich nun mit 36 Jahren für eine Impfung zahlen soll, die mir als junger Erwachsener nicht angeboten wurde. Ich empfinde es als unverhältnismäßig und unfair, dass die Gesundheitskasse hier nicht die Verantwortung übernimmt und die Kosten für eine späte, aber sinnvolle Impfung übernimmt.
Einschränkungen im Testangebot und mangelnde Aufklärung:
Auch im Bereich der HPV-Tests fehlt es an ausreichender Information und Transparenz. Von einer Ärztin wurde ich informiert, dass Abstriche auf HPV oftmals verweigert werden, da die Infektion nicht „behandelt“ werden könne. Diese Argumentation ist haltlos. Der medizinische Wert eines HPV-Tests liegt vor allem in der Prävention und der Reduzierung der Übertragung – ähnlich wie bei HIV-Tests, die durchgeführt werden, um Menschen zu schützen und Infektionsketten zu unterbrechen. HPV kann nachweislich Krebs verursachen und stellt damit eine ernste Gefahr dar, die frühzeitige Prävention durch Testung und Aufklärung erforderlich macht.
In Anbetracht dieser Umstände beantrage ich die Kostenübernahme der HPV-Impfung durch die Wiener Gesundheitskasse für mich und alle die diese Impfung wünschen, um Zugang zu diesem wichtigen Präventionsmittel zu erhalten. Außerdem appelliere ich dringend an Sie, die bestehenden Aufklärungs-, Impf- und Testangebote für HPV grundlegend zu überdenken und zu verbessern. Der Zugang zu Schutzmaßnahmen und zu verlässlicher Information sollte keine Frage des Alters sein, sondern ein wesentlicher Bestandteil eines modernen Gesundheitswesens, das auf Prävention setzt.
Mit freundlichen Grüßen,
Jamie Niederer
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Petition am 13. November 2024 erstellt