
Heute, am internationalen Tag zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen, sollten wir uns auf den Weg machen und das Schweigen brechen, auf das sich Täter seit Dekaden verlassen.
Gewalt, die sich gezielt gegen Frauen richtet, ist strukturell und tradiert und genau das unterscheidet sie von der Gewalterfahrung, die anteilig auch Männer erleben.
Es ist nicht die Aufgabe von der Zivilbevölkerung, von Vereinen oder von Wirtschaftsunternehmen Bewusstseinskampagnen zum Schutz von Frauen vor Gewalt zu realisieren. Das und auch die Sicherung des Rechts auf Leben und körperliche Unversehrtheit (GG Art. 2 (2)) sind Aufgaben, die die Bundesregierung zu erfüllen hätte – mit Hilfe von politischen Entscheiderinnen und Entscheidern, die sich ihrer Verantwortung bewusst sind und die Rechtsstaatlichkeit sichern.
Eigentlich.
Stattdessen erleben wir eine Bundesfrauenministerin, die sich, nachdem ihr Ministerium die Umsetzung der Istanbulkonvention bereits seit mehr als zwei Jahren aktiv verschleppt, damit begnügt, ein Hilfesystem zu bewerben, von dem wir alle wissen, dass es mit 15.000 fehlenden Schutzplätzen nicht ansatzweise den realen Bedarf abdecken kann.
Immer noch kosten die strukturellen und tradierten Gewaltexzesse in Deutschland das Leben von viel zu vielen Mädchen und Frauen. Die Hemmschwelle sinkt, wenn es keine präventiven Korrektive gibt, die Täter werden zusehends jünger, die Taten immer grausamer, die heimtückischen Attacken immer häufiger, die flankierenden Kosten explodieren.
Wir alle können uns Gewalt gegen Frauen nicht leisten.
Umso erfreulicher ist es, dass ein Bundesliga-Erstligist sich positioniert und exakt da für Aufklärung sorgt, wo es am dringendsten erforderlich ist: In einer klassischen Männerdomäne. Denn Gewalt gegen Mädchen und Frauen ist kein „Frauenthema“. Gewalt gegen Frauen ist eine eklatante Menschenrechtsverletzung.
MANN, DANKE!
DANKE TSG, DANKE, DASS IHR VORBILD SEID, INDEM IHR HALTUNG LEBT!
https://www.tsg-hoffenheim.de/aktuelles/news/2023/11/gewalt-gegen-frauen-deutschland-muss-mehr-tun