Petition updateHerr Minister Dobrindt, setzen Sie die Istanbul-Konvention endlich um #saveXXDEUTSCHLAND HAT VIELE GESICHTER: ZEHN FEMIZIDE IN 2020 (*) + 176 IN 2019
Professor Dr. Kristina WolffGermany
Jan 17, 2020

01.01.2020 #Borken († 52 Jahre)

04.01.2020 #Langerwehe († 45 Jahre)

04.01.2020 #Langerwehe († 60 Jahre)

05.01.2020 #PreußischOldendorf († 54 Jahre)

06.01.2020 #Borgholzhausen († 38 Jahre)

11.01.2020 #Hannover († 23 Jahre)

11.01.2020 #Walsrode († Alter unbekannt)

12.01.2020 #Starnberg († 60 Jahre)

13.01.2020 #Flörsheim († 43 Jahre)

17.01.2020 #Münster († 23 Jahre)

MEHR ALS JEDEN ZWEITEN TAG MUSS EINE FRAU MIT IHREM LEBEN DIE MÄNNLCHEN GEWALTEXZESSE BEZAHLEN.
@BMFSFJ #giffey, @BMJV #lambrecht, @BMI #seehofer, @BMG #spahn: "Innere Sicherheit ist ein Thema, was Menschen im Herzen berührt." (**)

14. Januar 2020 in Zossen: Eine 61-jährige Frau wird schwer verletzt, als ein Mann sie mit kochendem Wasser verbrennt. Er überschüttet ihr den Kopf und das Gesicht. Sie muss mit Verbrühungen in eine Spezialklinik gebracht werden. Der dringend Tatverdächtige ist bereits wieder entlassen worden. (Brandenburg)

16. Januar 2020 in Rottweil: Am helllichten Tag wird eine 50-jährige Frau an ihrem öffentlichen Arbeitsplatz mit einem Messer attackiert und schwer verletzt. Der Attentäter hatte seinen Angriff im Vorfeld auf Twitter angekündigt. Die Frau wurde mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen und musste dort notoperiert werden. (Baden-Württemberg)

16. Januar 2020 in Walsrode: Zeitverzögert wird bekannt, dass eine Frau schon am 11.01.2020 im Altenheim von ihrem Ehemann umgebracht wurde. Die Walsroder Zeitung schreibt (den Werte-Kodex der dpa missachtend): „Ein tragischer Vorfall hat sich bereits am vergangenen Sonnabend in einem Walsroder Alten- und Pflegeheim ereignet. Wie die Polizei auf WZ-Nachfrage bestätigte, kam es in der Einrichtung zu einem erweiterten Suizid, bei dem ein älteres Ehepaar ums Leben kam. Wie genau die Umstände der Todesfälle sind, teilte die Polizei nicht mit, es wird auch keine weiteren Ermittlungen geben.“ (Niedersachsen)

16. Januar 2020 in Berlin: Eine 53-jährige Frau muss mit schweren Stichverletzungen notoperiert werden, nachdem sie sich gegen 10:30 Uhr vormittags noch aus ihrem Wohnhaus auf die Straße schleppen und eine Passantin um Hilfe bitten kann. Die Polizei geht davon aus, dass der Partner die Frau mit dem Messer attackiert hat. (Berlin)

16. Januar 2020 in Lünen: Die Polizei Dortmund veröffentlicht zur offiziellen Vermisstenmeldung der 6-jährigen Lenina Günther aus Lünen zwei Fotos. Das Mädchen gilt nach ergänzenden Informationen der zuständigen Polizei deshalb offiziell als vermisst, weil ihr Vater NICHT über das Aufenthaltsbestimmungsrecht für seine Tochter verfügt. (Nordrhein-Westfalen)

16. Januar 2020 in Berlin: Einer 24-jährigen Frau wird von einem Mann hinterrücks ein Messer in den Rücken gestochen. Der selbe Täter attackiert dann in einem Späti eine 40-jährige Mitarbeiterin mit Faustschlägen, bevor er sie mit einer Bierflasche angreift. Obwohl am Kopf verletzt, gelingt ihr die Flucht. Die 24-Jährige muss zur Versorgung ihrer Verletzungen ins Krankenhaus. (Berlin)

16. Januar 2020 in Münster: Die 23-jährige Lioba G. wird von ihrem Freund erstochen. (Nordrhein-Westfalen)

IMMER NOCH:

Seit Montag, 14. Januar 2019 werden die 20-jährige Bisrat T. H. und ihr fünf Monate alter Sohn Mekson K. H. in Wabern vermisst.

Seit Montag, 18. Februar 2019 wird die 15-jährige Rebecca Reusch in Berlin vermisst.

Seit Sonntag, 23. Juni 2019 wird die 35-jährige Anna Smaczny aus Gelsenkirchen vermisst.

Seit Samstag, 06. Juli 2019 wird die 38-jährige Shahnaz Parven in Stuttgart vermisst.

Seit Samstag, 13. Juli 2019 werden die 16-jährige Tatjana und ihre 41-jährige Mutter Maria Gertsuski in München vermisst.

Seit Sonntag, 14. Juli 2019 wird die 24-jährige Nadine G. mit ihrem fünf Wochen alten Säugling in Nürnberg vermisst.

Seit Donnerstag, 18. Juli 2019 wird die 75-jährige Jutta Sajelian aus Eltville vermisst.    

Seit Freitag, 23. August 2019 werden die beiden Mädchen Amya Kashit (9 Jahre) und Layla Kashit (8 Jahre) sowie ihr Bruder Subhi Kashit (5 Jahre) in Gera vermisst.

Seit Samstag 07. September 2019 wird die 26-jährige Mutter eines 5-Jährigen in Duisburg vermisst.

Seit Mittwoch, 25. September 2019 wird die 23-jährige Studentin Yolanda Klug in Leipzig vermisst.

Seit Montag, 30. September 2019 wird die 17-jährige Juliane Holzwart in Freisen vermisst.

Seit Donnerstag, 10. Oktober 2019 wird die 70-jährige Brigitte Späth, geborene Frese in Dieburg vermisst.

Seit Freitag, 18. Oktober 2019 wird die 57-jährige Susanne Tillmann in Ingolstadt vermisst.

Seit Samstag, 7. Dezember 2019 wird die 35-jährige Anita S. in Wattenscheid-Günningfeld vermisst.

 

DEUTSCHLAND HAT VIELE GESICHTER.

Machen Sie sich Ihr Bild: https://www.instagram.com/saveXX_ger

 

(*) Stand 17.01.2020

(**) Franziska Giffey im Gespräch mit Frank Capellan, Deutschlandfunk.de, 20.08.2018

                              

Leider wird auch diese Petition regelmäßig zur Multiplikation destruktiver Parolen verschiedener Reichsbürger*innen und/oder AfDler*innen und/oder anderer Trolle, missbraucht. Die Namen derer, die sich hier auf unterstem Stammtisch-Niveau negativ auslassen wiederholen sich, die populistischen Inhalte bleiben gleich. Dazu erneut:

Nahezu jede bundesdeutsche Familie hat in ihrer Biographie eine Fluchtgeschichte, sei es auf Basis religiöser (Hugenotten), politischer (Weltkriege), sexueller (Homophobie) oder anderer Umstände. Es ist ein, sehr häufig passiv erworbenes, Privileg, in einem Land leben zu dürfen, dass es sich leisten kann, Bedürftigen Platz und Schutz anzubieten.

Insofern appelliere ich dringend an Alle, noch einmal sehr genau zu überlegen, ob man selbst, bzw. die eigene Familie vom o.g. Schutz, der hier wieder und wieder, qua rechtspopulistisch-hetzenden Kommentaren, per se in Frage gestellt wird, profitierte, bevor ein weiterer, gesellschaftsspaltender und, auch in Bezug auf das Petitionsthema, völlig deplatzierter Kommentar abgelassen wird.

#saveXX richtet sich in die diametral gegenteilige Richtung aus: Der o.g. Schutz möge endlich effizient auf die Gruppe der bedrohten, gefährdeten und bereits misshandelten Frauen ausgeweitet werden! So, wie es den Anforderungen des Grundgesetzes, der Istanbul-Konventionen und auch der UN-Menschenrechtscharta entspricht.

Für den fortwährenden Versuch, das Petitionsthema durch Zerfasern aufzuweichen, indem:
1.) Die Schuld pauschal "den Flüchtlingen/ Immigranten/ Ausländern" zugeschoben wird
2.) daraufhin festgestellt wird, damit sei die verbleibende Zahl der Tötungen so gering, dass
3.) kein Handlungsbedarf bestehe, weil es kein relevantes Thema mehr gäbe, bietet diese Petition keinen Raum.

Im Rahmen dieser Petition werden keine „wichtigen Informationen“ (Nationalität) unterschlagen/ verschwiegen: Die Gewaltexzesse sind das Corpus Delicti, nicht der Pass.

Dem Grundsatz „don’t feed the Troll“ folgend, werde ich meine Energie nicht weiter auf das Kommentieren der sich kontinuierlich wiederholenden, abstrusen Entgleisungen verschwenden, sondern auf das Ziel einer messbar effizienten Reduktion der Gewaltverbrechen an Frauen fokussiert blieben.

 

 

 

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