
Die Zeit drängt, am 10. und 12. September finden die entscheidenden Haushaltsdebatten für die Legislaturperiode 2020 statt. Noch sechs Tage.
ALSO, MAIL DIREKT @ ALLE AUSSCHUSSVORSITZENDE: https://www.change.org/p/stoppt-das-töten-von-frauen-savexx-bmfsfj-bmjv-bund/u/24983353
02. September 2019 in Selbitz – Im Zuge eines Streits wird eine 33-jährige Frau am helllichten Tag, gegen 18:30 Uhr, und auf offener Straße von ihrem getrennt lebenden Mann vor einem Mehrfamilienhaus attackiert. Der Aggressor würgt sie und tritt zudem mehrfach gegen den Kopf der am Boden Liegenden. Dabei verletzt er sie am Oberkörper und Kopf so schwer, dass sie nach einer ersten medizinischen Behandlung im Krankenhaus versorgt werden muss. (Bayern)
03. September 2019 bei Appen: Auf Grund der Obduktion der, seit dem 02.08.2019 vermissten, 68-jährigen Agnes Elisabeth M., die am 30. August in einem unzugänglichen Gelände tot aufgefunden wurde, kommt der zuständige Oberstaatsanwalt zu folgendem Ergebnis: "Als Todesursache konnte eine massive Gewalteinwirkung gegen den Hals festgestellt werden". Dringend tatverdächtig? Der Neffe der Getöteten. (Schleswig-Holstein)
04. September 2019 in Nottuln: Die 27 jährige Reem I. wird an einer Bahnstrecke tot aufgefunden. Pressemitteilungen zufolge hat ihr Mann sie bereits im Verlauf eines Streits derart verletzt, dass der 10-jährige Sohn bei Nachbarn um Hilfe flehte. Das Paar lebte getrennt und hat drei gemeinsame Kinder (zwei Jungen, ein Mädchen). Die Einsatzkräfte fanden die ehemaligen Lebenspartner nicht mehr in der Wohnung vor. Nach derzeitigem Kenntnisstand wird davon ausgegangen, dass der Mann die Mutter seiner Kinder tötete, bevor er sich suizidierte. (Nordrhein-Westfalen)
IMMER NOCH:
Seit Montag, 14. Januar 2019 werden die 20-jährige Bisrat T. H. und ihr fünf Monate alter Sohn Mekson K. H. in Wabern vermisst.
Seit Montag, 18. Februar 2019 wird die 15-jährige Rebecca Reusch in Berlin vermisst.
Seit Sonntag, 23. Juni 2019 wird die 35-jährige Anna Smaczny aus Gelsenkirchen vermisst.
Seit Samstag, 06. Juli 2019 wird die 38-jährige Shahnaz Parven in Stuttgart vermisst.
Seit Samstag, 06. Juli 2019 wird die erst acht Jahre alte Aleksandra T. aus Sigmaringen vermisst.
Seit Samstag, 13. Juli 2019 werden die 16-jährige Tatjana und ihre 41-jährige Mutter Maria Gertsuski in München vermisst.
Seit Sonntag, 14. Juli 2019 wird die 24-jährige Nadine G. mit ihrem fünf Wochen alten Säugling in Nürnberg vermisst.
Seit Donnerstag, 18. Juli 2019 wird die 75-jährige Jutta Sajelian aus Eltville vermisst.
Seit Freitag, 23. August 2019 werden die beiden Mädchen Amya Kashit (9 Jahre) und Layla Kashit (8 Jahre) sowie ihr Bruder Subhi Kashit (5 Jahre) in Gera vermisst.
Einhundertunddreizehn grausam getötete Mädchen und Frauen in 2019 - Mindestens! (*)
Frau Dr. Giffey: "In Federführung des BMFSFJ wird außerdem ein Aktionsplan der Bundesregierung zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt vorbereitet, der die aktuellen und geplanten Maßnahmen der gesamten Bundesregierung im Sinne einer Gesamtstrategie auf Bundesebene bündelt." (**)
Wann ist der zugesicherte Aktionsplan zu erwarten und bis wann ist er umgesetzt?
@BMFSFJ #giffey @BMJV #lambrecht @BMI #seehofer @BMG #spahn: DIE UMSETZUNG DER ISTANBUL-KONVETION IST IHRE VERANTWORTUNG!
(*) Stand 04.09.2019
(**) dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/078/1907816.pdf S.4
Leider wird auch diese Petition regelmäßig zur Multiplikation destruktiver Parolen verschiedener Reichsbürger*innen und/oder AfDler*innen und/oder anderer Trolle, missbraucht. Die Namen derer, die sich hier auf unterstem Stammtisch-Niveau negativ auslassen wiederholen sich, die populistischen Inhalte bleiben gleich. Dazu erneut:
Nahezu jede bundesdeutsche Familie hat in ihrer Biographie eine Fluchtgeschichte, sei es auf Basis religiöser (Hugenotten), politischer (Weltkriege), sexueller (Homophobie) oder anderer Umstände. Es ist ein, sehr häufig passiv erworbenes, Privileg, in einem Land leben zu dürfen, dass es sich leisten kann, Bedürftigen Platz und Schutz anzubieten.
Insofern appelliere ich dringend an Alle, noch einmal sehr genau zu überlegen, ob man selbst, bzw. die eigene Familie vom o.g. Schutz, der hier wieder und wieder, qua rechtspopulistisch-hetzenden Kommentaren, per se in Frage gestellt wird, profitierte, bevor ein weiterer, gesellschaftsspaltender und, auch in Bezug auf das Petitionsthema, völlig deplatzierter Kommentar abgelassen wird.
#saveXX richtet sich in die diametral gegenteilige Richtung aus: Der o.g. Schutz möge endlich effizient auf die Gruppe der bedrohten, gefährdeten und bereits misshandelten Frauen ausgeweitet werden! So, wie es den Anforderungen des Grundgesetzes, der Istanbul-Konventionen und auch der UN-Menschenrechtscharta entspricht.
Für den fortwährenden Versuch, das Petitionsthema durch Zerfasern aufzuweichen, indem:
1.) Die Schuld pauschal "den Flüchtlingen/ Immigranten/ Ausländern" zugeschoben wird
2.) daraufhin festgestellt wird, damit sei die verbleibende Zahl der Tötungen so gering, dass
3.) kein Handlungsbedarf bestehe, weil es kein relevantes Thema mehr gäbe, bietet diese Petition keinen Raum.
Im Rahmen dieser Petition werden keine „wichtigen Informationen“ (Nationalität) unterschlagen/ verschwiegen: Die Gewaltexzesse sind das Corpus Delicti, nicht der Pass.
Dem Grundsatz „don’t feed the Troll“ folgend, werde ich meine Energie nicht weiter auf das Kommentieren der sich kontinuierlich wiederholenden, abstrusen Entgleisungen verschwenden, sondern auf das Ziel einer messbar effizienten Reduktion der Gewaltverbrechen an Frauen fokussiert blieben.