
Frau Dr. Giffey, dürfen Steuerzahler*innen für 6,1 Mio € tatsächlich nicht mehr erwarten, als eine einwöchige Online-Kampagne „Sicher Dir Hilfe“ (zu einem bereits seit 6 Jahren bestehenden, telefonischen Beratungsangebot) und den, in jeder Hinsicht abwesenden „Runden Tisch“? (**)
19. August 2019 in Sulingen: Im Zuge eines Ehestreits wird die 32-jährige Frau so schwer verletzt, dass sie nach der Erstversorgung durch den Rettungsdienst mit einem Hubschrauber in eine überregionale Klinik geflogen werden muss. Die Kinder des Paares sind zwischenzeitlich in der Obhut des Jugendamtes, da der Vater in Untersuchungshaft sitzt. (Nordrhein-Westfalen)
20. August 2019 in Kettwig: Am frühen Morgen vernehmen Zeugen Hilferufe aus einer Wohnung und alarmieren die Polizei. Die findet eine schwer verletzte 73-jährige Frau vor. Untersuchungen belegen eine „komprimierte Gewalteinwirkung gegen den Hals sowie Verletzungen aufgrund stumpfer Gewalt“. Dringend tatverdächtig? Der Ehemann. (Nordrhein-Westfalen)
20. August 2019 in Hofheim: Dringend tatverdächtig im Fall der erschossenen 22-jährigen Lea S.? Der 33 (!) Jahre ältere Exfreund, der Pressemitteilungen zufolge verheiratet ist und drei Kinder hat. Als die junge Frau die Affäre vor wenigen Wochen beendete, soll er einem Bekannten gesagt haben: "Wenn ich sie nicht haben kann, kann sie keiner haben". (Hessen)
21. August 2019 in Tornesch: Dringend tatverdächtig im Fall der getöteten 36-jährigen Frau? Der Stiefvater. (Schleswig-Holstein)
21. August 2019 in Braunsbedra: Eine 43-jährige Frau und zwei 11-Jährige Kinder werden attackiert und verletzt: Weil ein Mann sie aus dem 2. OG eines Mehrfamilienhauses gezielt mit Sprengkörpern bewirft, werden ihre Hörorgane geschädigt. (Sachsen-Anhalt)
22. August 2019 in Dietzenbach: Eine Frau und das gemeinsame Kind werden gegen 09:30 Uhr im Treppenhaus vom getrenntlebenden Mann mit Reizgas angegriffen. Beide, die Mutter und der Junge im Grundschulalter, müssen zur medizinischen Versorgung in‘s Krankenhaus gebracht werden, ebenso der anwesende Begleiter. (Hessen)
22. August 2019 in Stralsund: Zwei Männer müssen sich vor Gericht dafür verantworten, im März dieses Jahres eine schwangere 18-Jährige mit insgesamt 19 Messerstichen getötet zu haben. Während die Ex-Freundin von einem der Beschuldigten vernommen wird, unterbricht eine Freundin des Opfers deren Zeugenaussage: „Du bist eine Mittäterin. Du gehörst in den Knast. Dir sollte man das Kind wegnehmen“. Daraufhin bedroht der Haupt-Tatverdächtige sie: „Halt die Schnauze, wir sehen uns wieder!“ (Mecklenburg-Vorpommern)
22. August 2019 in Thedinghausen: Zeitverzögert wird publik, dass eine 67-jährige Frau bereits am 16. August 2019 am helllichten Tag und auf offener Straße von einem Unbekannten angegriffen und gewürgt worden ist. Der Frau gelang es, den Täter mit massiver Gegenwehr in die Flucht zu schlagen. (Niedersachsen)
22. August 2019 in München: Als eine 32-jährige Krankenschwester auf ihrem Nachhauseweg nicht auf die sexuelle Belästigung eines Mannes eingeht, tritt dieser ihr in’s Gesicht. (Bayern)
23. August 2019 in Stuttgart: Vor dem Landgericht muss sich ein Mann für seinen Gewaltexzess verantworten. Der Staatsanwaltschaft zufolge ging der Angeklagte in das Spielcasino, in dem seine ehemalige Freundin beschäftigt war. Die Frau arbeitet arglos hinter der Theke, als er ihr unvermittelt Pfefferspray ins Gesicht sprüht und ihr, kontinuierlich auf sie einschlagend, an den Haaren reißt. Sie schafft es, auf die Toilette zu fliehen, doch der Aggressor folgte ihr und sticht mit einem Steakmesser so lange auf sie ein, bis die Klinge abbricht. Dennoch gelingt es der Frau, sich in einem anderen Raum, mit aller Kraft schützend gegen die Tür zu stemmen. Der Attentäter flieht. Tatmotiv laut Staatsanwaltschaft? Die Unfähigkeit, mit der Trennung umzugehen. (Baden-Württemberg)
23. August in Düsseldorf: Am helllichten Tag, um kurz vor 12:00 Uhr fährt eine 25-jährige Frau mit dem von ihr getrennt lebenden Ehemann zusammen in seinem Fahrzeug. Unvermittelt biegt der Mann in ein Parkhaus ab, um dort mit einem Schraubendreher auf den Oberkörper der Frau einzustechen. Die Frau schafft es, aus dem Fahrzeug ins Freie zu flüchten, wird jedoch erneut attackiert. Der Aggressor tritt auf sie ein und schlägt ihren Kopf wiederholt gegen den Betonboden – er flüchtet, als Passanten aufmerksam werden. (Nordrhein-Westfalen)
23. August 2019 in Gera: Einsatzkräfte der Polizei fahnden nach einem Mann, der seine zwei Töchter und den Sohn (9, 8, 5) nach einem Streit mit seiner Frau offenbar entführte. (Thüringen)
27. August 2019 in Stolberg: In der Nacht wird eine 65-jährige Frau von ihrem Ehemann attackiert. Er versucht, sie „mit stumpfer Gewalt“ zu töten. Ihre Hilfeschreie alarmieren die Nachbarn. Der Täter flieht und suizidiert sich, während die Ehefrau im Krankenhaus versorgt werden muss. (Nordrhein-Westfalen)
28. August 2019 in Mettingen: Eine 57-jährige Frau wird am helllichten Tag und auf offener Straße von einem Arbeitskollegen mit Messerstichen attackiert und verletzt. Eine Mordkommission ermittelt. (Nordrhein-Westfalen)
28. August 2019 in Idstein: Wegen lauter Hilferufe einer 54-jährigen Frau bricht die Polizei die Wohnungstür auf. Gerade in dem Moment, in dem der anwesende Mann versucht, die Frau mit einem Messer zu attackieren. Der Aggressor leistet während des Einsatzes erheblichen Widerstand, nur mit Hilfe von Pfefferspray gelingt es, ihn zu überwältigen. (Hessen)
29. August 2019 in Bochum: Gegen 07:00 am hellen Morgen wird eine 19-jährige Frau auf ihrem Weg zur Arbeit im Bereich des Hauptbahnhofs vergewaltigt. (Nordrhein-Westfalen)
29. August 2019 auf Stasio: Eine 70-jährige Frau wird lebensgefährlich verletzt aufgefunden. Die Ermittler gehen laut Pressemeldungen davon aus, dass der deutsche Ehemann sie erst am Kopf angeschossen hat, bevor er sich suizidierte. (Griechenland)
31. August 2019 in München: Auf ihrem Weg zur S-Bahn wird eine 22-jährige Frau am Isartor von einem Unbekannten attackiert und vergewaltigt. (Bayern)
31. August 2019 in Humptrup: Die seit Samstag, dem 17. August 2019 vermisste 23-jährige Nathalie Minuth ist tot. Bei dem dringend Tatverdächtigen handelt es sich Pressemeldungen zufolge um eine Internetbekanntschaft. (Schleswig-Holstein).
31. August 2019 in Verden: Eine 41-jährige Frau wird nach einem Streit mit ihrem Lebensgefährten tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Der dringend Tatverdächtige hatte sich vorab der Polizei gestellt und von einem handgreiflichen Streit mit seiner Lebensgefährtin berichtet. Nach ersten Erkenntnissen ist die Frau einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen, so die Pressemeldungen. (Niedersachsen)
01. September 2019 in Hartenholm: Beim „Werner-Rennen“ trifft eine 19-jährige Frau gegen 02:30 nachts im Bereich der Toiletten auf einer der Campingflächen auf zwei Männer, die sie im Anschluss vergewaltigen. (Schleswig-Holstein)
02. September 2019 in Klarenthal: Eine Frau muss sich verletzt im Krankenhaus behandelt lassen, weil ihr Sohn sie im Verlauf eines Streits mit einem Messer attackierte. (Saarland)
02. September 2019 in Frankfurt: Am helllichten Tag öffnet eine 38-jährige Mutter ihrem Ex-Lebensgefährten auf sein Klingeln die Türe und wird von ihm unmittelbar in’s Gesicht geschlagen. Noch während der 9-jährige Sohn aus der Wohnung flüchtet und die Nachbarn alarmiert, beginnt der Aggressor sie mit einer Schere anzugreifen. Die Frau und ihre zu ilfe geeilte Schwester werden schließlich vom Attentäter eingesperrt, bevor dieser flieht. Beide müssen ihre Schnitt- und Stichwunden im Krankenhaus behandeln lassen. (Hessen)
02. September 2019 in Maintal: morgens um 05:20 wird eine 24-jährige Frau in den Kopf geschossen. (Hessen)
IMMER NOCH:
Seit Montag, 14. Januar 2019 werden die 20-jährige Bisrat T. H. und ihr fünf Monate alter Sohn Mekson K. H. in Wabern vermisst.
Seit Montag, 18. Februar 2019 wird die 15-jährige Rebecca Reusch in Berlin vermisst.
Seit Sonntag, 23. Juni 2019 wird die 35-jährige Anna Smaczny aus Gelsenkirchen vermisst.
Seit Samstag, 06. Juli 2019 wird die 38-jährige Shahnaz Parven in Stuttgart vermisst.
Seit Samstag, 06. Juli 2019 wird die erst acht Jahre alte Aleksandra T. aus Sigmaringen vermisst.
Seit Samstag, 13. Juli 2019 werden die 16-jährige Tatjana und ihre 41-jährige Mutter Maria Gertsuski in München vermisst.
Seit Sonntag, 14. Juli 2019 wird die 24-jährige Nadine G. mit ihrem fünf Wochen alten Säugling in Nürnberg vermisst.
Seit Donnerstag, 18. Juli 2019 wird die 75-jährige Jutta Sajelian aus Eltville vermisst.
Seit Freitag, 23. August 2019 werden die beiden Mädchen Amya Kashit (9 Jahre) und Layla Kashit (8 Jahre) sowie ihr Bruder Subhi Kashit (5 Jahre) in Gera vermisst.
@BMFSFJ #giffey @BMJV #lambrecht @BMI #seehofer @BMG #spahn: DIE UMSETZUNG DER ISTANBIUL-KONVETION IST IHRE VERANTWORTUNG!
111 grausam getötete Mädchen und Frauen in 2019 - Mindestens! (*)
https://www.dw.com/de/kommentar-frauen-sind-kein-freiwild/a-50223576
@ Frau Dr. Giffey: „In Federführung des BMFSFJ wird außerdem ein Aktionsplan der Bundesregierung zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt vorbereitet, der die aktuellen und geplanten Maßnahmen der gesamten Bundesregierung im Sinne einer Gesamtstrategie auf Bundesebene bündelt.“ (***) Wann ist der zugesicherte Aktionsplan zu erwarten und bis wann ist er umgesetzt?
(*) Stand 31.08.2019
(**) Etat 2019 des BMFSFJ für „Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen“, https://www.bmfsfj.de/bmfsfj/aktuelles/presse/pressemitteilungen/haushalt-2019-im-bundestag/130888
(***) dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/078/1907816.pdf S.4
Leider wird auch diese Petition regelmäßig zur Multiplikation destruktiver Parolen verschiedener Reichsbürger*innen und/oder AfDler*innen und/oder anderer Trolle, missbraucht. Die Namen derer, die sich hier auf unterstem Stammtisch-Niveau negativ auslassen wiederholen sich, die populistischen Inhalte bleiben gleich. Dazu erneut:
Nahezu jede bundesdeutsche Familie hat in ihrer Biographie eine Fluchtgeschichte, sei es auf Basis religiöser (Hugenotten), politischer (Weltkriege), sexueller (Homophobie) oder anderer Umstände. Es ist ein, sehr häufig passiv erworbenes, Privileg, in einem Land leben zu dürfen, dass es sich leisten kann, Bedürftigen Platz und Schutz anzubieten.
Insofern appelliere ich dringend an Alle, noch einmal sehr genau zu überlegen, ob man selbst, bzw. die eigene Familie vom o.g. Schutz, der hier wieder und wieder, qua rechtspopulistisch-hetzenden Kommentaren, per se in Frage gestellt wird, profitierte, bevor ein weiterer, gesellschaftsspaltender und, auch in Bezug auf das Petitionsthema, völlig deplatzierter Kommentar abgelassen wird.
#saveXX richtet sich in die diametral gegenteilige Richtung aus: Der o.g. Schutz möge endlich effizient auf die Gruppe der bedrohten, gefährdeten und bereits misshandelten Frauen ausgeweitet werden! So, wie es den Anforderungen des Grundgesetzes, der Istanbul-Konventionen und auch der UN-Menschenrechtscharta entspricht.
Für den fortwährenden Versuch, das Petitionsthema durch Zerfasern aufzuweichen, indem:
1.) Die Schuld pauschal "den Flüchtlingen/ Immigranten/ Ausländern" zugeschoben wird
2.) daraufhin festgestellt wird, damit sei die verbleibende Zahl der Tötungen so gering, dass
3.) kein Handlungsbedarf bestehe, weil es kein relevantes Thema mehr gäbe, bietet diese Petition keinen Raum.
Im Rahmen dieser Petition werden keine „wichtigen Informationen“ (Nationalität) unterschlagen/ verschwiegen: Die Gewaltexzesse sind das Corpus Delicti, nicht der Pass.
Dem Grundsatz „don’t feed the Troll“ folgend, werde ich meine Energie nicht weiter auf das Kommentieren der sich kontinuierlich wiederholenden, abstrusen Entgleisungen verschwenden, sondern auf das Ziel einer messbar effizienten Reduktion der Gewaltverbrechen an Frauen fokussiert blieben.