

SECHSUNDSIEBZIG GEWALTSAM GETÖTETE MÄDCHEN/ FRAUEN IN 2019. MINDESTENS.
@Bundesfrauenministerin Dr. Giffey #giffey: Wie lebt es sich mit dieser Zwischenbilanz?
22. Juni 2019 in Grefrath: Eine junge Frau wird gegen 03:00 Uhr an einer Bushaltestellte von zwei Männern angesprochen und sexuell belästigt, bevor die beiden sie gegen ihren Willen über den Parkplatz des Eisstadions bis zum dahinterliegenden Sportplatz tragen und vergewaltigen. (Nordrhein-Westfalen)
23. Juni 2019 in Neukölln: Eine 27-jährige Frau wird von vier bis fünf Jugendlichen belästigt. Als sie die Gruppe zur Rede stellt, wird sie tätlich angegriffen, zu Boden geworfen, verletzt und zudem mehrmals getreten. Der Polizei zufolge hören die Angreifer erst auf, als couragierte Zeugen zu Hilfe eilen. Hintergrund? Homophobie. Der Staatsschutz, der für politisch motivierte Kriminalität zuständig ist, ermittelt. (Berlin)
23. Juni 2019 in Selb: Eine 27-jährige Mutter wird in ihrer Nachtruhe gestört, als ihr Nachbar gegen Mitternacht, über mehrere Minuten bei ihr Sturm klingelt. Obwohl sie die Tür öffnet, klingelt der Mann weiter, beleidigt sie massiv und bedroht sie schließlich mit dem Tod: "Irgendwann bringe ich Dich und Dein Kind um" - so bezeugt es die Frau bei der Polizei. (Bayern)
24. Juni 2019 in Kahl am Main: In einem Einfamilienhaus wird eine Frau tot aufgefunden, die Leiche weist „schwere Verletzungen“ auf, so die Presseformulierung. Am Tatort findet sich eine weitere Leiche, bei der es sich der Polizei zufolge um die des Täters handelt. (Bayern)
24. Juni 2019 in Düsseldorf: Die Polizei geht davon aus, dass vier Männer gezielt junge Frauen in Diskotheken, bzw. der Düsseldorfer Altstadt angesprochen haben, um sie in eine Falle zu locken und zu vergewaltigen. Die, mehrere Stunden andauernden, Gruppenvergewaltigungen sind gefilmt worden. (Nordrhein-Westfalen)
25. Juni 2019: Zum Attentat vom 22. Juni 2019 in Gelsenkirchen Buer: Der zuständigen Staatsanwältin zufolge schwebt die attackierte Frau auch drei Tage nach dem Attentat in Lebensgefahr. Der Angreifer stalkte die Mutter zweier Kinder bereits seit 2018 und lauerte ihr immer wieder auf. Beide standen in keiner Beziehung zueinander. Das belästigende „Werben“ des Mannes, in Form von überbordenden Nachstellungen, veranlasste die Frau dazu, mehrere Strafanzeigen und gerichtliche Schritte einzuleiten, so erwirkte sie u.a. eine einstweilige Verfügung, an die sich der Beschuldigte aber nicht hielt. Eine halbe Stunde vor der Bluttat hat die Frau noch einen Hilferuf bei der Polizei abgesetzt. Daraufhin gab die Polizei dem Mann eine Rechtsbelehrung und einen Platzverweis, beides ignorierte er, sobald die Polizei nicht mehr vor Ort war. (Nordrhein-Westfalen)
25. Juni 2019: Zum Attentat vom 22. Juni 2019 in München: Nach wie vor gibt es seitens der Staatsanwaltschaft keine Informationen dahingehend, ob die Frau noch am Leben, oder bereits verstorben ist. (Bayern)
25. Juni 2019 in Hohenleipisch: Rechtsmediziner haben menschliche Überreste mittels DNA-Analyse als die Knochen der seit zwei Monaten vermissten, 32-jährigen Frau aus einer Asylbewerberunterkunft identifiziert. Nach ihr war mit einem Großaufgebot an Einsatzkräften gesucht worden, dabei fand die Polizei die skelettierten Überreste. Die Mutter zweier Kinder (4, 1) war letztmalig am 25. April 2019 lebend gesehen worden. Ein Ermittlungsteam soll jetzt die unklaren Todesumstände der Frau untersuchen. (Brandenburg)
Trotz Menschenrechts-Charta der UN.
Trotz Istanbul-Konventionen.
Trotz Grundgesetz: 76 GEWALTOPFER.
76 † MÄDCHEN/ FRAUEN (**). MINDESTENS.
Dr. Franziska Giffey: "Unser Ziel ist es, dass die Nummer des Hilfetelefons 'Gewalt gegen Frauen' in so vielen Adressbüchern wie möglich gespeichert wird“ (*)
#SicherDirHilfe (vom 24.06.-01.07.2019):
#DietmarHamann, Moment, bitte noch nicht gewalttätig werden...
#RemigStumpf, Moment, bitte noch nicht abstechen...
#WilliHerren #ErolSander #RaffaelVanDerVaart #JanUllrich #DieterBohlen, Moment, bitte noch nicht zuschlagen...
#GertBastian, Moment, bitte noch nicht schießen...
...ich muss erst 08000116016 kontaktieren?
ERNSTHAFT?
ADRESSBÜCHER?
UND SONST?
WEITER AUSSITZEN?
SHAME -SHAME- SHAME!
(*) https://www.hilfetelefon.de/kampagnen-aktionen/aktionen/sicher-dir-hilfe.html
(**) Stand 24.06.2019
Diese Petition wird regelmäßig zur Multiplikation von destruktiven Parolen verschiedener Reichsbürger*innen und/oder AfDler*innen und/oder anderer Trolle, missbraucht. Die Namen derer, die sich hier hetzend auslassen wiederholen sich, die populistischen Inhalte bleiben gleich. Dazu nehme ich erneut Stellung:
Nahezu jede bundesdeutsche Familie hat in ihrer Biographie eine Fluchtgeschichte, sei es auf Basis religiöser (Hugenotten), politischer (Weltkriege), sexueller (Homophobie) oder anderer Umstände. Es ist ein, sehr häufig passiv erworbenes, Privileg, in einem Land leben zu dürfen, dass es sich leisten kann, Bedürftigen Platz und Schutz anzubieten.
Insofern appelliere ich dringend an Alle, noch einmal sehr genau zu überlegen, ob man selbst, bzw. die eigene Familie vom o.g. Schutz, der hier mit rechtspopulistisch-hetzenden Kommentaren per se in Frage gestellt wird, profitierte, bevor ein weiterer, gesellschaftsspaltender und auch in Bezug auf das Petitionsthema völlig deplatzierter Kommentar abgelassen wird.
#saveXX richtet sich in die diametral gegenteilige Richtung aus: Der o.g. Schutz möge endlich effizient auf die Gruppe der bedrohten, gefährdeten und bereits misshandelten Frauen ausgeweitet werden!
Für den immer wiederkehrenden Versuch, das Petitionsthema durch Zerfasern aufzuweichen, indem:
1.) Die Schuld pauschal "den Flüchtlingen/ Immigranten/ Ausländern" zugeschoben wird
2.) daraufhin festgestellt wird, damit sei die verbleibende Zahl der Tötungen so gering, dass
3.) kein Handlungsbedarf bestehe, weil es kein relevantes Thema mehr gäbe, bietet diese Petition keinen Raum.
Im Rahmen dieser Petition werden keine „wichtigen Informationen“ (Nationalität) unterschlagen, bzw. verschwiegen: Die Gewaltexzesse sind das Corpus Delicti, nicht der Pass.