

Im traurigen Gedenken an einige der erstochenen Opfer, für die jede Hilfe zu spät kam:
02. März 2018 in Mühlacker: Ein Mann attackiert seine 37-jährige Ex-Frau in deren Wohnung, verletzt sie tödlich und flüchtet anschließend mit einem der drei gemeinsamen Söhne zu Fuß. Die minderjährige Tochter des Opfers ruft die Polizei, die den mutmaßlichen Täter später festnehmen kann. In dem Film, den er im Vorfeld seiner Verhaftung auf Facebook veröffentlicht, erklärt der Mann, seine Frau, von der er getrennt lebe, habe versucht, ihn um eine gemeinsame Zukunft mit seinen Kindern zu bringen. Als ein klärendes Gespräch scheitert, habe er sie erstochen. „Das ist eine Nachricht an alle Frauen, die das mit ihren Männern machen“, so der Täter im Video: Zu sehen sind seine blutverschmierten Hände und im Hintergrund der Sohn. (Baden-Württemberg)
04. März 2018 in Güstrow: Ein Mann verschafft sich inkognito Zutritt zur Wohnung seiner 36-jährigen, ehemaligen Partnerin, überrascht diese, ersticht und ertränkt sie in der Badewanne. Er tötet die Mutter seines Kindes aus Eifersucht: Vor der Tat hat er sich ihr über mehrere Monate hinweg über ein falsches Facebook-Profil genähert, um ihr Vertrauen zu erschleichen. (Mecklenburg-Vorpommern)
07. März 2018 in Alt-Hohenschönhausen: Eine 14-jährige Schülerin und Eisschnellläuferin wird in ihrem Zuhause mit 24 Messerstichen von ihrem Exfreund getötet. Die Bluttat ist vorbereitet, die Tatwaffe bringt er mit. Zudem versucht er, sich ein Alibi zu verschaffen, schreibt einer Freundin noch auf dem Weg zum Opfer: „Bleibt es bei dem Alibi?“. Er handelte aus “reiner Mordlust“, so die Urteilsbegründung. (Berlin)
12. März 2018 in Flensburg: Eine 17-jährige wird, in einer vom Jugendamt betreuten Wohnung mit schwersten Verletzungen aufgefunden, verstirbt trotz Wiederbelebungsversuchen an insgesamt 14 Stichwunden noch am Tatort. Ein Mann, von dem es zeugenseitig heißt, er sei seit über einem Jahr in einer On-Off-Beziehung mit dem Opfer, gerät unter dringenden Tatverdacht. Es gibt wohl mindestens einen aktenkundigen Vorgang vorher, bei dem die junge Frau mit Kopfwunde um Hilfe schrie. (Schleswig-Holstein)
12. April 2008 in Hamburg: Auf dem belebten Bahnsteig am S-Bahnhof Jungfernstieg inmitten der Hamburger Innenstadt sticht ein Mann auf eine Frau und ihr Kind ein. Das einjährige Mädchen verstirbt noch vor Ort, die 34-jährige Mutter kurz darauf im Krankenhaus. „Sie sind sehr, sehr massiv und sehr zielgerichtet angegriffen worden“, so ein Polizeisprecher. Passanten wollen gesehen haben, dass der Mann gezielt versuchte, Frau und Kind die Kehle durchzuschneiden: Es handelt es sich um den Exmann, bzw. leiblichen Vater. (Hamburg)
19. April 2018 in Wedding: Rasend vor Eifersucht sticht ein Mann auf seine 32-jährige Lebensgefährtin ein, immer wieder. Die vier gemeinsamen Kinder des Paares (2, 4, 8 und 11) sind dabei und müssen das blutige Geschehen mit ansehen. Einsatzkräfte finden die blutüberströmte Frau, sie ist von Stichwunden übersät und verstirbt noch vor Ort. Nachbarn zufolge war die Beziehung zwischen ihr und dem Täter schon seit langem von Gewalt und Brutalität geprägt, immer wieder soll er sie misshandelt haben, regelmäßig sei die Polizei wegen der Übergriffe gekommen. Um sich vor der Gewalt ihres Partners zu schützen, erwirkte die 32-jährige schließlich ein Kontaktverbot, allerdings soll der Täter sich regelmäßig darüber hinweggesetzt haben und zurückgekommen sein. Als sein späteres Opfer ihm am Tattag den Zutritt zur Wohnung verweigert, widersetzt er sich erneut und verschaffte sich mit Gewalt Zutritt. (Berlin)
12. Mai 2018 in Königsbrück: Eine 75-jährige Rentnerin wird mit mehreren Messerstichen tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Der dringend tatverdächtige Nachbar, Sportschütze und ehemaliger Bundeswehrsoldat, eröffnet auf seiner Flucht mehrfach das Feuer und verletzt einen Polizeibeamten, sowie einen Diensthund. Zwei Tage nach dem Mord wird er tot aufgefunden, offenbar Suizid. Wahrscheinliches Motiv: Er ist wütend, weil er annimmt, dass sie ihn wegen Ruhestörung angezeigt hat. Fälschlicherweise, denn sie war nicht die Hinweisgeberin. (Sachsen)
27. Mai 2018 in Winsen (Luhe): Anlässlich eines Streits tötet ein Mann seine getrennt von ihm lebende, 40-jährige Ex-Partnerin mit mehreren Messerstichen. Wie die Polizei mitteilt, hielten sich die beiden Söhne des Paares (8, 12) zur Tatzeit ebenfalls im Haus auf. (Niedersachsen)
05. Juni 2018 in Langwasser: Auf Grund eines Notrufs entdecken Einsatzkräfte der Polizei in einer Wohnung eine tote Frau, laut rechtsmedizinischer Untersuchung verstarb sie an mehreren Stichverletzungen im Oberkörper. Es handelt sich um die 69-jährige Mutter des Tatverdächtigen, der erfolglos versucht, sich mit einem Sprung aus dem dritten Stock des Gebäudes zu suizidieren. (Bayern)
11. Juni 2018 in Elsdorf: Ein Mann dringt in die Wohnung seiner 43-jährigen Nachbarin ein und sticht mit einem Messer vierundzwanzig Mal auf die Schlafende ein, so dass diese verblutet. Ihre Kinder (16, 18) schlafen derweil in ihren Zimmern nebenan. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Angeklagte ein Verhältnis mit einer Freundin des Opfers hatte, er habe die Frau getötet, weil sie ihrer Freundin geraten haben soll, die Affäre mit ihm zu beenden. (Nordrhein-Westfalen)
11. Juni 2018 in Viersen: Mitten am Tag wird ein 15-jähriges Mädchen in einem öffentlichen Park das Opfer einer brutalen Messer-Attacke. Sie wird in ein Krankenhaus gebracht, wo sie wenig später stirbt. Sie habe nicht mehr hinnehmen wollen, dass ihr Freund sie nur für sich wollte und sich mehr und mehr zurückgezogen: „Das war ihr Todesurteil“, so der Leiter der Mordkommission. Gegenüber Freunden soll er im Vorfeld gedroht haben, seine Exfreundin umzubringen, falls sie einen neuen Freund habe. Er habe eine Aussprache gewollt, die sie allerdings ablehnte. Daraufhin lauerte er ihr im Park auf und streckte sie mit sechs Messerstichen nieder. Zeugen schildern: „Sie hat dann immer nein, nein gesagt“. (Nordrhein-Westfalen)
15. Juni 2018 in München: Auf Grund eines Notrufs werden in einer Wohnung eine 53-jährige Mutter, ihre Tochter und der 15-jährige Sohn vorgefunden, alle drei durch Messerstiche verletzt. Die Tochter, eine 25-jährige Pädagogikstudentin, verstirbt noch am Tatort, Mutter und Sohn werden schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht, die Mutter schwebt in Lebensgefahr. Selbst der Hund der Familie wird durch Messerstiche verwundet. Dringend tatverdächtig: Der polizeibekannte Ex-Freund der jüngeren Tochter, die zum Tatzeitpunkt nicht zugegen ist - er habe deren Zurückweisung nicht verkraftet. (Bayern)
08. August 2018 in Heek: Ein Mann lebt räumlich getrennt von seiner 23-jährigen Ehefrau, besucht sie jedoch regelmäßig in ihrer Wohnung. Dabei kommt es wiederholt zu körperlichen Auseinandersetzungen, in deren Verlauf der Angeschuldigte seiner Frau u.a. respektloses Verhalten ihm und seinem ältesten Sohn gegenüber vorgeworfen haben soll. Am Tattag schlägt der Angeschuldigte seiner Frau zunächst mit einem Plastikauto gegen den Kopf, sie erleidet eine blutende Kopfwunde. Am Abend fügt er ihr während eines Spaziergangs mit einem Messer zahlreiche Stichverletzungen in verschiedenen Körperregionen zu, durchtrennt ihren Hals, beschwert den Leichnam mit Netzen und Steinen und versenkt sie in einem Teich. Die Frau gilt monatelang als vermisst. Als ihre Eltern aus Russland anreisen, um die Kinder in Obhut zu nehmen, soll der Angeschuldigte seine Schwiegereltern mit einem Messer bedroht und angekündigt haben, dass er sie, so die Formulierung der Anklageschrift, „abschlachten“ werde. (Nordrhein-Westfalen)
20. August 2018 in Düsseldorf: Eine 36-jährige Frau wird auf offener Straße verfolgt, angegriffen und erstochen. Der Täter kann zunächst flüchten, es handelt sich um einen Bekannten, in dessen unmittelbarer Arbeitsplatznähe sie wohnt. Als Tatmotiv werden unerwiderte Gefühle angenommen: In einem Brief des mutmaßlichen Mörders an sein späteres Opfer bittet er sie, die Blockade seiner Telefonnummer aufzuheben, jede Sekunde ohne sie sei die Hölle für ihn. (Nordrhein-Westfalen)
20. September 2018 in Hausen: Weil eine Frau sich Sorgen um ihre 51-jährige Freundin macht, öffnet die Polizei deren Wohnung und findet ihre Leiche. Der Körper der Toten weist zahlreiche Stich- und Schnittwunden auf. Bereits Tage vor dem Fund der Frau meldeten Anwohner Hilfeschreie aus dem Wohnhaus. Der tatverdächtige Lebensgefährte wird später tot aufgefunden, Ermittlungen zufolge hat der Mann zunächst seine Lebenspartnerin getötet, bevor er sich suizidierte. (Hessen)
17. Oktober 2018 in Geringswalde: Ein Mann tötet seine ehemalige Lebensgefährtin in deren Wohnung durch Stich- und Schnittverletzungen, die 30-jährige verstirbt noch am selben Tag an ihren schweren Verletzungen. Sie hatte die Beziehung zu dem Mann erst kürzlich beendet, er kam mit der Trennung nicht zurecht. (Sachsen)
07. November 2018 in Bautzen: Eine 30-jährige Frau wird tot in ihrer Wohnung gefunden. Die Polizei geht von einem Tötungsdelikt aus, der Lebensgefährte, der sich ebenfalls in der Wohnung aufhielt, steht unter Mordverdacht. Nach einem Selbstmordversuch muss er wiederbelebt werden, wehrt sich allerdings heftig gegen Rettungsversuche und Verhaftung. Die Mutter hatte den leblosen Körper ihrer Tochter entdeckt, als sie von der Arbeit nach Hause kam. (Sachsen)
05. Dezember 2018 in Altona: Als der 11-jährige Sohn nach Hause kommt, findet er seine Mutter tot im Schlafzimmer. Dringend tatverdächtig ist der Ehemann: Er soll seine 42-jährige Ehefrau und Mutter seiner zwei Kinder angegriffen und tödlich verletzt haben. „Die alarmierten Rettungssanitäter stellten bei der Frau Verletzungen am Kopf sowie mehrere Stichverletzungen am Körper fest“ so der Polizeisprecher. Warum der getrenntlebende Ehemann die Wohnung seiner Noch-Ehefrau überhaupt betreten hatte, ist unklar. Neben dem Elfjährigen hatte das Opfer noch drei weitere Kinder (7, 14 und 18). Bereits im September 2017 hatte der Mann versucht, seine Ehefrau mit einem Elektroschocker zu töten, ein vom Gericht verfügtes Abstands- und Kontaktverbot gegen ihn war zwischenzeitlich ausgelaufen.
07. Dezember 2018 in Zehlendorf: Ein Mann lauert seiner 32-jährigen Ex-Freundin auf, ersticht sie auf offener Straße und flüchtet. Es ergeht Haftbefehl wegen Mordes, das Motiv soll Eifersucht gewesen sein. (Berlin)
11. Dezember 2018 in Böblingen: Ein Jugendlicher ersticht seine 38-jährige Mutter und seine 61-jährige Oma, die hinzugezogenen Einsatzkräfte finden beiden Leichen in der gemeinsamen Wohnung. Der Täter soll seine Mutter erst beleidigt und geschlagen haben, ehe er zum Küchenmesser griff, seine kleinen Geschwister (3, 14), die ebenfalls am Tatort waren, verschonte er. (Baden-Württemberg)