Zukunft für Reza! Ausbildung und Familie – statt Angst und Trennung durch Abschiebung!

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Liebe Unterstützer,
mein Name ist Marlies Gampert, ich bin evangelische Pfarrerin.
Reza und seine Freundin kenne ich seit c. a. einem Jahr, er hat alles dafür getan, sich hier in Deutschland zu integrieren, deshalb setze ich mich dafür ein, dass er seinen Ausbildungsplatz im September antreten kann und mit seiner deutschen Verlobten eine gemeinsame Zukunft in Deutschland hat.

Bitte unterzeichnen Sie diese Petition – und helfen Reza dadurch, nach 10 Monaten der Abgeschiedenheit im Kirchenasyl, dieses durch einen Abschiebestopp verlassen zu können und eine Ausbildungserlaubnis zu bekommen, damit er endlich ein normales Leben in Deutschland führen kann!

Reza kam im Juli 2015 nach Deutschland und lebte in einer Asylunterkunft in Lauben, einer kleinen Gemeinde im Oberallgäu. Er ist bestens integriert, spricht sehr gut Deutsch und spielte mit Begeisterung, erst beim SV Heiligkreuz und dann beim Verein seiner Gemeinde, Fußball. Mit seiner deutschen Verlobten ist er bereits seit 1,5 Jahren in einer glücklichen und liebevollen Beziehung. Eine Heirat ist leider erst möglich, wenn bereits eine Aufenthaltserlaubnis besteht. Reza ist ein sehr offener Mensch, welchen man durch seine freundliche und liebenswerte Art schnell in sein Herz schließt.

Er besuchte zwei Jahre die Berufsschule I in Kempten (Bereich BIK), war dort sehr engagiert und fleißig und konnte somit einen guten Mittelschulabschluss im Februar 2018 erzielen.
Er war überglücklich darüber, endlich eine Ausbildung beginnen zu können und hatte große Hoffnungen und Ziele für ein gemeinsames Leben mit seiner zukünftigen Frau.

Dieser Traum zerplatzte allerdings am Morgen des 24. April 2018. Reza war nicht zuhause, als die Polizei in seine Unterkunft kam, um ihn mit dem Abschiebeflug noch am selben Tag nach Afghanistan abzuschieben. Mit diesem Tag begann ein weiterer Abschnitt in seinem Leben, welcher durch Angst und Verzweiflung geprägt ist.
Seit Mai 2018 lebt Reza nun im Kirchenasyl  einer evangelischen Gemeinde im Allgäu.
Über seinen Folgeantrag wurde noch kein Urteil vor Gericht gefällt. 
 
Zum gleichen Zeitpunkt hat Reza zu einer Anwältin gewechselt, die auf Asylrecht spezialisiert ist. Leider war mit ihr, über Monate hinweg, keine vertrauensvolle Zusammenarbeit möglich. Deshalb hat er seinen Anwalt erneut gewechselt und dieser erklärte ihm, dass es im Moment keine Möglichkeit gibt, das Kirchenasyl zu beenden, bzw. der erste Schritt ein Urteil über seinen Folgeantrag sein muss, bevor er als Anwalt etwas unternehmen kann. Dies kann sich allerdings, durch die Überlastung der Gerichte, noch über Monate hinziehen.

Durch sein schweres Leben im Iran und der anstrengenden, gefährlichen Flucht nach Deutschland, ist Reza ist in einem sehr kritischen psychischen Zustand, welcher sich durch die ständige Angst, Ungewissheit und Einsamkeit durch die Isolation des Kirchenasyls stetig verschlechtert. Dreimal wollte sich Reza schon das Leben nehmen, was auch vor Beginn des Kirchenasyls, einen Aufenthalt im Bezirkskrankenhaus (BKH) zur Folge hatte. Er hat sich bereits 2017 in psychische Behandlung begeben, jedoch kann die Therapie nicht in dem Maße wie vorher fortgeführt werden, da er durch den Aufenthalt im Kirchenasyl nicht mehr krankenversichert ist.
 
Er muss sich seit fast einem Jahr auf dem Kirchengelände aufhalten, darf zwar Besuch empfangen, jedoch nicht eigenständig seine sozialen Kontakte pflegen oder etwas für sich selbst unternehmen. Dazu kommt noch, dass der Ort des Kirchenasyls ungefähr 30 km von seiner früheren Gemeinde entfernt ist, wodurch er kaum noch persönlichen Kontakt zu seinem Freundeskreis halten kann.

Durch eine Abschiebung nach Afghanistan wäre Rezas Leben sehr gefährdet. Er gehört der schiitischen Minderheit des Volksstammes der Hazara an, welche in den letzten Monaten immer wieder gezielt Opfer brutaler Anschläge mit vielen unschuldigen Todesopfern geworden sind.

Rezas Familie ist mit ihm, als er vier Jahre alt war, in den Iran geflohen. Das bedeutet, dass Reza sein Geburtsland nicht kennt. Auch die Kultur Afghanistans ist ihm fremd, was in so einem Land äußerst gefährlich ist. Außerdem spricht er die iranische Sprache „Farsi“. Durch diese Voraussetzungen müssen abgeschobene Asylbewerber in Afghanistan um Ihr Leben fürchten! Sie werden ausgeschlossen und müssen mit einer äußerst schweren Existenzgründung kämpfen.  Reza hat in Afghanistan keine Familie, keine sozialen Kontakte und erst recht keine Perspektive.

Bitte helfen Sie, durch Ihre Unterstützung, Rezas Abschiebung zu stoppen und eine Ausbildungs- und Aufenthalterlaubnis für ihn zu erwirken!

Vielen herzlichen Dank
Marlies Gampert

Foto: Werner Kempf



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