Zukunft für Reza! Ausbildung und Familie – statt Angst und Trennung durch Abschiebung!

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Liebe Unterstützer,
mein Name ist Marlies Gampert, ich bin evangelische Pfarrerin.
Reza und seine Freundin kenne ich seit einem Jahr, er hat alles dafür getan, sich hier in Deutschland zu integrieren, deshalb setze ich mich dafür ein, dass er seinen Ausbildungsplatz am 1. August 2019 antreten kann und mit seiner deutschen Verlobten eine gemeinsame Zukunft in Deutschland hat.

Bitte unterzeichnen Sie diese Petition – und helfen Reza dadurch, nach einem Jahr der Abgeschiedenheit im Kirchenasyl, dieses durch einen Abschiebestopp verlassen zu können, eine Ausbildungserlaubnis und einen dauerhaften Aufenthaltstitel zu bekommen, damit er endlich ein normales Leben in Deutschland führen kann!

Reza kam im Juli 2015 nach Deutschland und lebte in einer Asylunterkunft in Lauben, einer kleinen Gemeinde im Oberallgäu. Er ist bestens integriert, spricht sehr gut Deutsch und spielte mit Begeisterung, erst beim SV Heiligkreuz und dann beim Verein seiner Gemeinde, dem TSV Heising, Fußball.  Reza ist ein sehr offener Mensch, welchen man durch seine freundliche und liebenswerte Art schnell in sein Herz schließt.

Mit seiner deutschen Verlobten ist er bereits seit 1,5 Jahren in einer glücklichen und liebevollen Beziehung.
„Mein größter Wunsch ist es, Reza zu heiraten, eine Familie mit ihm zu gründen und dass wir endlich ein normales Leben miteinander führen können, ohne die ständige Angst getrennt zu werden und wir, bei einer Abschiebung, um sein Leben fürchten müssen“, so Reza´s Verlobte.

Reza besuchte zwei Jahre die Berufsschule I in Kempten (Bereich BIK), war dort sehr engagiert und fleißig und konnte somit einen guten Mittelschulabschluss im Februar 2018 erzielen. (Video von Rezas Lehrern). Er war überglücklich darüber, endlich eine Ausbildung beginnen zu können und hatte große Hoffnungen und Ziele für ein gemeinsames Leben mit seiner zukünftigen Frau.

Dieser Traum zerplatzte allerdings am Morgen des 24. April 2018. Reza war nicht zuhause, als die Polizei in seine Unterkunft kam, um ihn mit dem Abschiebeflug noch am selben Tag nach Afghanistan abzuschieben. Mit diesem Tag begann ein weiterer Abschnitt in seinem Leben, welcher durch Angst und Verzweiflung geprägt ist.
Seit einem Jahr lebt Reza nun im Kirchenasyl  einer evangelischen Gemeinde im Allgäu.  
 
Zum gleichen Zeitpunkt hat Reza zu einer Anwältin gewechselt, die auf Asylrecht spezialisiert ist. Leider war mit ihr, über Monate hinweg, keine vertrauensvolle Zusammenarbeit möglich. Deshalb hat er seinen Anwalt erneut gewechselt und dieser erklärte ihm, dass es im Moment keine Möglichkeit gibt, das Kirchenasyl zu beenden, bzw. der erste Schritt ein Urteil über seinen Folgeantrag sein muss, bevor er als Anwalt etwas unternehmen kann. Dies kann sich allerdings, durch die Überlastung der Gerichte, noch über Monate hinziehen. Da jedoch am 01.08.2019 seine Ausbildung beginnt, muss Reza das Kirchenasyl vorher verlassen dürfen und eine Ausbildungserlaubnis erhalten.

Nachfolgend ein paar zitierte Zeilen aus dem Bericht der Augsburger Allgemeinen vom 04.03.2019:

„Flüchtlingen in Bayern wird ab sofort der Zugang zum Arbeitsmarkt erleichtert"

"Wir haben uns in der Asylpolitik eine Balance von Humanität und Ordnung zur Richtschnur gemacht. CSU und Freie Wähler haben dafür vereinbart, die sogenannte "3+2 Regel" noch offensiver anzuwenden"

…"besondere Integrationsleistungen sind zu berücksichtigen, wenn sie darüber entscheiden, ob jemand eine Berufsausbildung beginnen darf" 

sagte Innenminister Joachim Herrmann (CSU) am 04.03.19. 

Reza erfüllt alle Anforderungen im oben zitierten Text, um die Chance auf eine Ausbildung und auf ein Leben in Deutschland zu bekommen. 

Seine Identität ist geklärt, er war aktiv in Vereinen, hat einen guten Mittelschulabschluss absolviert, sich einen Freundeskreis unter Deutschen aufgebaut (Video von Reza und seinen Freunden). Und zu guter Letzt auch eine deutsche Frau, die sich mit ihm eine gemeinsame Zukunft aufbauen will. Er ist also bestens integriert.

Durch sein schweres Leben im Iran und der anstrengenden, gefährlichen Flucht nach Deutschland, zusammen mit der derzeitigen Hoffnungslosigkeit, ist Reza in einem sehr kritischen psychischen Zustand, welcher sich durch die ständige Angst und Ungewissheit weiter verschlechtert. Durch die Chance, hier leben zu dürfen und seine Ausbildung beginnen zu können, wären einige dieser Punkte hinfällig und Rezas Zustand würde sich drastisch verbessern!

Hierzu ein Zitat aus einem fachärztlichen Gutachten:

"Fazit: Herr J. braucht dringend sowohl eine psychotherapeutische wie eine medikamentöse Behandlung. ...Psychotherapie kann aber nur in einem gesicherten äußeren Rahmen stattfinden. „Keine innere Sicherheit ohne äußere Sicherheit!“

Durch eine Abschiebung nach Afghanistan wäre sein Leben sehr gefährdet. Reza gehört der, durch den herrschenden Volksstamm der „Paschtunen“ und vor allem durch die Taliban und den IS, am meisten bedrohten Volksgruppe der Minderheit der „Hazara“ an, welche in den letzten Monaten auch immer wieder gezielt Opfer brutaler Anschläge mit vielen unschuldigen Todesopfern geworden sind. Zudem haben es die Taliban und der IS, gerade auf die meist völlig mittellos abgeschobenen Flüchtlinge, die in den improvisierten Lagern in Kabul angekommen sind, abgesehen.

Rezas Familie ist mit ihm, als er vier Jahre alt war, in den Iran geflohen. Das bedeutet, dass Reza sein Geburtsland nicht kennt. Auch die Kultur Afghanistans ist ihm fremd, was in so einem Land äußerst gefährlich ist. Außerdem spricht er die iranische Sprache „Farsi“. Durch diese Voraussetzungen müssen abgeschobene Asylbewerber in Afghanistan um Ihr Leben fürchten! Zu der ständigen Angst vor Anschlägen und Tod werden sie aus der Gesellschaft ausgeschlossen und müssen mit einer äußerst schweren Existenzgründung kämpfen.  Reza hat in Afghanistan keine Familie, keine sozialen Kontakte und erst recht keine Perspektive!

Bitte helfen Sie, durch Ihre Unterstützung, Rezas Abschiebung zu stoppen und eine Ausbildungs- und dauerhafte Aufenthaltserlaubnis für ihn zu erwirken!

Vielen herzlichen Dank
Marlies Gampert

Reza soll endlich in Freiheit und ohne Angst leben dürfen!

Weil Reza im Kirchenasyl lebt, wurde ihm jegliche finanzielle Unterstützung entzogen. Da er nicht arbeiten darf und somit auch kein eigenes Geld verdienen kann, um seine Anwaltskosten selbst bezahlen zu können, haben seine Freunde einen Spendenaufruf für ihn gestartet: https://paypal.me/pools/c/8g7GnXIxqR

Für Ihre Unterstützung, damit Reza die Chance auf eine Zukunft in Deutschland hat, sind wir Ihnen unendlich dankbar! Helferkreis Asyl Lauben

 Foto: Werner Kempf