

Gender-Diskriminierung in Haarstudios abschaffen
Das Problem
Die Preise bei Friseur:innen und Haarstudios werden in Abhängigkeit von der (gelesenen) Geschlechter-identität der Kund:innen berechnet - und nicht auf Basis des Produkts/Dienstleistung. Wir fragen uns, wie das mit dem Artikel 3 des Deutschen Grundgesetzes zu vereinbaren ist und fordern die sofortige Abschaffung von geschlechter-spezifischer Preise im Dienstleistungssektor.
In Deutschland sind laut Gesetz alle Menschen gleich. Spezifisch sind "Männer und Frauen gleichberechtigt" und "der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin". Weiteres darf "niemand wegen seines Geschlechtes [...] benachteiligt oder bevorzugt werden." Und dennoch ist es in Deutschland gängige Praxis, dass Preistabellen bei Friseur:innen eine Differenzierung nach Geschlecht vorweisen. Daraus leiten sich erhöhte Preise für "Frauenhaarschnitte" ab, legitimiert durch höheren Aufwand bei langem Haar. Wenn Frauen* abrasierte Haare haben oder sich einen wenig aufwändigen Haarschnitt wünschen, fällt diese aus dem bestehenden, von normativen Schönheitsidealen geprägten Muster. Entweder der Haarschnitt wird als "Männerhaarschnitt" verrechnet, oder - und das ist die wohl gängigere Praxis - es wird der günstigste Tarif der "Frauenhaarschnitte" genutzt. Da diese bereits teuerer sind als die "Männerhaarschnitte" zahlen Frauen* in diesem Fall für die gleiche Leistung mehr.
Diese Differenzierung benachteiligt Frauen* und reproduziert darüber hinaus ein binäres Geschlechterverständnis, das intergeschlechtliche Menschen diskriminiert. Wir plädieren für eine Abschaffung von geschlechterspezifischen Preisen bei Friseur:innen und Haarstudios. Stattdessen fordern wir Preise, die sich an dem Aufwand bemessen und die geschlechter-identität der Kund:innen außen vor lassen.
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Das Problem
Die Preise bei Friseur:innen und Haarstudios werden in Abhängigkeit von der (gelesenen) Geschlechter-identität der Kund:innen berechnet - und nicht auf Basis des Produkts/Dienstleistung. Wir fragen uns, wie das mit dem Artikel 3 des Deutschen Grundgesetzes zu vereinbaren ist und fordern die sofortige Abschaffung von geschlechter-spezifischer Preise im Dienstleistungssektor.
In Deutschland sind laut Gesetz alle Menschen gleich. Spezifisch sind "Männer und Frauen gleichberechtigt" und "der Staat fördert die tatsächliche Durchsetzung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern und wirkt auf die Beseitigung bestehender Nachteile hin". Weiteres darf "niemand wegen seines Geschlechtes [...] benachteiligt oder bevorzugt werden." Und dennoch ist es in Deutschland gängige Praxis, dass Preistabellen bei Friseur:innen eine Differenzierung nach Geschlecht vorweisen. Daraus leiten sich erhöhte Preise für "Frauenhaarschnitte" ab, legitimiert durch höheren Aufwand bei langem Haar. Wenn Frauen* abrasierte Haare haben oder sich einen wenig aufwändigen Haarschnitt wünschen, fällt diese aus dem bestehenden, von normativen Schönheitsidealen geprägten Muster. Entweder der Haarschnitt wird als "Männerhaarschnitt" verrechnet, oder - und das ist die wohl gängigere Praxis - es wird der günstigste Tarif der "Frauenhaarschnitte" genutzt. Da diese bereits teuerer sind als die "Männerhaarschnitte" zahlen Frauen* in diesem Fall für die gleiche Leistung mehr.
Diese Differenzierung benachteiligt Frauen* und reproduziert darüber hinaus ein binäres Geschlechterverständnis, das intergeschlechtliche Menschen diskriminiert. Wir plädieren für eine Abschaffung von geschlechterspezifischen Preisen bei Friseur:innen und Haarstudios. Stattdessen fordern wir Preise, die sich an dem Aufwand bemessen und die geschlechter-identität der Kund:innen außen vor lassen.
Die Entscheidungsträger*innen
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Petition am 19. November 2020 erstellt