
Liebe Mitstreiter*innen,
am 13.11.2020 hat die GVL in einem Schreiben an #fairchangeGVL erneut zu unseren Anmerkungen und Vorschlägen Stellung genommen.
Wir denken, dass es auf Dauer nicht zielführend ist, die sehr komplexen und vielfältigen Diskussionspunkte in einer Art Ping-Pong mit der GVL auszutauschen. Wir werden uns vielmehr mit unserer Expertise mit den einzelnen Argumenten und Vorschlägen der GVL auseinandersetzen und die Kommunikation mit der GVL zukünftig themenbezogen führen.
Zu Beginn des neuen Jahres ist zusätzlich geplant, euch über einen Newsletter regelmäßig über aktuelle Entwicklungen und Fortschritte zu den benannten Themen zu informieren. Weitere Infos dazu in Kürze.
Wir möchten hiermit auch die Gelegenheit nutzen, ein gutes halbes Jahr nach dem Start der Petition eine erste Bilanz zu ziehen.
Trotz vieler Detailfragen und Themen, die nach wie vor nicht zur Zufriedenheit geklärt sind, hat sich die GVL bewegt und ist in einen konstruktiven Dialog eingetreten.
Wir werden Anfang 2021 das direkte Gespräch mit der GVL, bzw. den Geschäftsführern suchen und das Angebot machen, bei den entsprechenden Themen, unsere Expertise und Fachkenntnis zur Verfügung zu stellen, um gemeinsam mit den Mitarbeiter*innen der GVL für alle befriedigende und zeitnahe Lösungen zu finden.
Positiv zu bewerten ist auf jeden Fall, dass man sich seitens der GVL bei der im November erfolgten Regel- und Erstverteilung 2015-2019 im Künstler*innen AV-Bereich an die angekündigten Fristen gehalten und den Auszahlungszeitpunkt nicht - wie in der Vergangenheit so oft – kurzfristig verschoben hat. Das hat vielen Berechtigten in dieser nach wie vor schwierigen Zeit finanziell Luft verschafft.
Auch die bislang nicht verteilten Unterbudgets 2010-2016 im Künstlerbereich hat die GVL nun endlich auf den Weg gebracht und eine Ausschüttung in 2021 zugesichert.
Wir gehen davon aus, dass sich die GVL jetzt auch in Zukunft an die von ihr selbst vorgegebenen Termine zur Einhaltung der Verteilungsfristen hält und damit Künstler*innen und Hersteller*innen Planungssicherheit gewährt.
Dass die Bereitschaft zur Transparenz seitens der GVL-Geschäftsführung nicht nur eine Floskel ist, zeigt auch die Ankündigung über die erstmalige Angabe der Geschäftsführer-Gehälter im neuen Transparenzbericht.
Es ist im letzten halben Jahr viel in Bewegung gekommen.
Es gab in den Fachmedien große Aufmerksamkeit für das Thema GVL; die offenen Briefe, die Petition waren mehrfach Gegenstand der Berichterstattung. Viele Diskussionen und (Zoom-) Konferenzen fanden unter den Berechtigten in und mit den Verbänden zum Thema und der jeweiligen Positionierung statt. Und nicht zuletzt ist der Delegierte für die Gruppe der Schauspieler*innen aus der Gesellschafter - und Delegiertenversammlung zurückgetreten. Hier wird es also auf jeden Fall bei der nächsten Wahl Veränderungen und neue Gesichter geben.
Natürlich kann man sich immer fragen, ob das Glas jetzt halb voll oder halb leer ist.
Aber in Anbetracht der langen Durststrecke, die wir alle mit der GVL bis jetzt gegangen sind, schauen wir einigermaßen optimistisch in die Zukunft.
Und alle Signale, die wir auch intern aus der GVL erhalten, ermutigen uns, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen.
Wir wünschen Euch allen ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch in ein hoffentlich entspannteres neues Jahr.
Bleibt gesund,
das Team von #fairchangeGVL