Aggiornamento sulla petizioneGesundheit ist keine Ware! Petition für den Erhalt des Gemeinschaftsklinikums MittelrheinKundgebung mit mehreren hundert Teilnehmern in Boppard, Übergabe der Unterschriften an den Landrat
Oliver GippBoppard, Germania
2 giu 2024

Am gestrigen Samstag fand vor dem Krankenhaus Heilig Geist in Boppard eine Kundgebung mit mehreren hundert Teilnehmern für den Erhalt des akut bedrohten Standortes statt. 

Veranstalter Niko Neuser, Ortsvorsteher von Boppard, hielt sichtlich bewegt die Eröffnungsrede. Er machte deutlich, dass hier nicht lediglich "irgendein Krankenhaus" auf dem Spiel steht, sondern UNSER Krankenhaus, zu dem viele eine persönliche Beziehung haben und das einen immens wichtigen Beitrag zur Gesundheitsversorgung der Menschen in der Region leistet, und rief dazu auf, weiter für dessen Erhalt zu kämpfen. Die Reaktionen der Teilnehmer machten deutlich, dass er hiermit den Menschen aus dem Herzen sprach. 

Im Redebeitrag der Betriebsratsvorsitzenden Bärbel Friedrich kamen Mitarbeiter des Krankenhauses zu Wort und erklärten, wie lange sie bereits im Heilig Geist beschäftigt sind: viele bereits seit etlichen Jahren bzw. Jahrzehnten. Für die Mitarbeiter ist das Krankenhaus nicht nur "ein Job", sondern eine Aufgabe und eine Familie. 

Dies wurde auch im Beitrag des "Wundarztes aus Boppard", PD Dr. Riepe, deutlich, und darüberhinaus, über welche besonderen Qualifikationen und Qualitäten das Krankenhaus verfügt, welche, neben der medizinischen Grundversorgung in der Region, gegen eine Schließung des Standortes sprechen. 

Weitere Redebeiträge gab es von Jörg Haseneier, Bürgermeister der Stadt Boppard, Volker Boch, Landrat des Rhein-Hunsrück-Kreises sowie der Gewerkschaft Verdi.

Auch hatte ich die Gelegenheit, anlässlich der Übergabe der insgesamt mehr als 15.000 Unterschriften, welche mittlerweile online und auf Papier zusammengekommen sind, an den Landrat, einige Worte zu sagen. 

Thomas Oesterberg, selbst langjähriger Mitarbeiter des Krankenhauses, wies zum Abschluss eindringlich darauf hin, dass bereits zum jetzigen Zeitpunkt eine chronische medizinische Unterversorgung in der Region besteht, welche auch in der täglichen Arbeit im Krankenhaus offenbar wird: Regelmäßig kommt es zu sogenannten "Zwangszuweisungen" von Patienten. Dies bedeutet, dass alle Krankenhäuser der Region, einschließlich Koblenz, voll belegt sind und eigentlich keine Patienten mehr aufnehmen können. Bei Notfällen weist dann aber die Rettungsleitstelle den Kliniken in der Region, auch Boppard, nacheinander Notfallpatienten zu, die dann behelfsmäßig, etwa in der Notaufnahme oder auf dem Flur, untergebracht werden müssen, bis ein Bett frei wird. 

Wie -so die berechtigte und dringende Frage- soll dies weitergehen, wenn bei einer Schließung des Krankenhauses Boppard sämtliche dortigen Betten wegfallen?!

 


In Erinnerung von der Kundgebung gestern wird mir persönlich die tiefe Verbundenheit der Menschen, Mitarbeiter wie Bürger, mit dem Krankenhaus bleiben: viele Teilnehmer hatten Tränen in den Augen. 

Ein großes Lob und allergrößten Dank und Anerkennung an die Veranstalter und Teilnehmer der gestrigen Kundgebung, die gezeigt hat: Es ist wichtig, weiterzumachen, weiter zu kämpfen und alles, was in unserer Macht steht, zu tun, um das Krankenhaus zu retten. Es ist UNSER Krankenhaus, es ist UNSERE Zukunft, und es ist UNSERE Sache, dass das Krankenhaus weiter besteht. WIR ALLE sind aufgerufen, uns dafür weiter einzusetzen, und jeder kann einen Beitrag leisten, auch wenn er noch so klein und unbedeutend erscheint. 

Weiter geht's! Solidarisch weiter kämpfen! ✊❤️

 

Einige Fotos und Videos zur Veranstaltung gibt es im Blog:

https://23in24.simdif.com/kommunalpolitik.html

 

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