

Gesetz zur Sicherstellung einer angemessenen Sitzplatzversorgung wartender Begleitpersonen
Das Problem
Bundesverband für die Wahrung wartender Begleitpersonen e. V. (BVWB)
Gesetz zur Sicherstellung einer angemessenen Sitzplatzversorgung wartender Begleitpersonen in Bekleidungsfachgeschäften (SitzVersG)
Präambel
Der Bundesverband für die Wahrung wartender Begleitpersonen e. V. beobachtet seit Jahren mit zunehmender Besorgnis die strukturelle Vernachlässigung wartender Begleitpersonen innerhalb deutscher Bekleidungsfachgeschäfte.
Während den Bedürfnissen kaufinteressierter Personen durch Umkleidekabinen, Spiegel, Beratungsangebote und Ruhezonen Rechnung getragen wird, existiert für die begleitende Person – überwiegend, wenngleich keineswegs ausschließlich männlichen Geschlechts – bis heute keinerlei infrastrukturelle Mindestversorgung.
Dieser Missstand ist weder mit den Grundsätzen einer modernen Dienstleistungsgesellschaft noch mit den Anforderungen an einen menschenwürdigen Einzelhandel vereinbar.
Wissenschaftliche Einordnung
Aktuelle Feldbeobachtungen unseres Verbandes zeigen, dass wartende Begleitpersonen durchschnittlich zwischen 47 und 113 Minuten regungslos in unmittelbarer Nähe von Umkleidekabinen verweilen.
Mangels Sitzgelegenheiten entwickeln sich dabei regelmäßig sogenannte periphere Orientierungsschleifen, die sich unter anderem äußern durch:
- zielloses Betrachten derselben Gürtelpräsentation,
- wiederholtes Studium bereits bekannter Preisschilder,
- das scheinbar interessierte Begutachten von Sakkos, obwohl seit Jahren ausschließlich Hoodies getragen werden,
- sowie den reflexartigen Satz:
„Ich warte einfach hier.”
Aus linguistischer Sicht besonders bemerkenswert ist die nahezu universelle Kommunikationssequenz:
„Wie findest du das?”
„Welches?”
Diese dialogische Struktur konnte unabhängig von Alter, Bildungsgrad und Herkunft in nahezu sämtlichen Untersuchungen reproduziert werden und gilt inzwischen als kulturelles Grundmuster des stationären Textileinzelhandels.
Unsere Forderung
Der Deutsche Bundestag möge eine gesetzliche Verpflichtung beschließen, wonach Bekleidungsfachgeschäfte ab einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern mindestens einen ergonomisch geeigneten Sitzplatz je angefangene 100 Quadratmeter Damenverkaufsfläche bereitzustellen haben.
Die Sitzgelegenheit muss
- dauerhaft zugänglich,
- mit Rückenlehne ausgestattet,
- strategisch günstig zur Umkleidenzone positioniert
- sowie für Wartezeiten von mehr als 90 Minuten geeignet sein.
Gesellschaftliche Bedeutung
Die Einführung einer gesetzlichen Sitzplatzquote stellt keinen Luxus dar.
Sie ist Ausdruck gesellschaftlicher Reife.
Eine Demokratie misst sich nicht ausschließlich an der Freiheit ihrer Bürgerinnen und Bürger, sondern ebenso an der Würde jener Menschen, die seit Jahrzehnten schweigend vor Umkleidekabinen ausharren und auf die Frage „Findest du Blau oder Beige schöner?” stets dieselbe diplomatische Antwort geben.
Deutschland verfügt über Regelungen für Fluchtwege, Stellplätze und Fahrradabstellanlagen.
Es erscheint daher folgerichtig, auch den Sitzplatz wartender Begleitpersonen endlich normativ zu verankern.
Für mehr Sitzgerechtigkeit.
Für einen menschenwürdigen Einzelhandel.
Für ein Deutschland, in dem niemand 96 Minuten lang neben einer Aktionsfläche für Sommerschals stehen muss.
Bundesverband für die Wahrung wartender Begleitpersonen e. V.

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Das Problem
Bundesverband für die Wahrung wartender Begleitpersonen e. V. (BVWB)
Gesetz zur Sicherstellung einer angemessenen Sitzplatzversorgung wartender Begleitpersonen in Bekleidungsfachgeschäften (SitzVersG)
Präambel
Der Bundesverband für die Wahrung wartender Begleitpersonen e. V. beobachtet seit Jahren mit zunehmender Besorgnis die strukturelle Vernachlässigung wartender Begleitpersonen innerhalb deutscher Bekleidungsfachgeschäfte.
Während den Bedürfnissen kaufinteressierter Personen durch Umkleidekabinen, Spiegel, Beratungsangebote und Ruhezonen Rechnung getragen wird, existiert für die begleitende Person – überwiegend, wenngleich keineswegs ausschließlich männlichen Geschlechts – bis heute keinerlei infrastrukturelle Mindestversorgung.
Dieser Missstand ist weder mit den Grundsätzen einer modernen Dienstleistungsgesellschaft noch mit den Anforderungen an einen menschenwürdigen Einzelhandel vereinbar.
Wissenschaftliche Einordnung
Aktuelle Feldbeobachtungen unseres Verbandes zeigen, dass wartende Begleitpersonen durchschnittlich zwischen 47 und 113 Minuten regungslos in unmittelbarer Nähe von Umkleidekabinen verweilen.
Mangels Sitzgelegenheiten entwickeln sich dabei regelmäßig sogenannte periphere Orientierungsschleifen, die sich unter anderem äußern durch:
- zielloses Betrachten derselben Gürtelpräsentation,
- wiederholtes Studium bereits bekannter Preisschilder,
- das scheinbar interessierte Begutachten von Sakkos, obwohl seit Jahren ausschließlich Hoodies getragen werden,
- sowie den reflexartigen Satz:
„Ich warte einfach hier.”
Aus linguistischer Sicht besonders bemerkenswert ist die nahezu universelle Kommunikationssequenz:
„Wie findest du das?”
„Welches?”
Diese dialogische Struktur konnte unabhängig von Alter, Bildungsgrad und Herkunft in nahezu sämtlichen Untersuchungen reproduziert werden und gilt inzwischen als kulturelles Grundmuster des stationären Textileinzelhandels.
Unsere Forderung
Der Deutsche Bundestag möge eine gesetzliche Verpflichtung beschließen, wonach Bekleidungsfachgeschäfte ab einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern mindestens einen ergonomisch geeigneten Sitzplatz je angefangene 100 Quadratmeter Damenverkaufsfläche bereitzustellen haben.
Die Sitzgelegenheit muss
- dauerhaft zugänglich,
- mit Rückenlehne ausgestattet,
- strategisch günstig zur Umkleidenzone positioniert
- sowie für Wartezeiten von mehr als 90 Minuten geeignet sein.
Gesellschaftliche Bedeutung
Die Einführung einer gesetzlichen Sitzplatzquote stellt keinen Luxus dar.
Sie ist Ausdruck gesellschaftlicher Reife.
Eine Demokratie misst sich nicht ausschließlich an der Freiheit ihrer Bürgerinnen und Bürger, sondern ebenso an der Würde jener Menschen, die seit Jahrzehnten schweigend vor Umkleidekabinen ausharren und auf die Frage „Findest du Blau oder Beige schöner?” stets dieselbe diplomatische Antwort geben.
Deutschland verfügt über Regelungen für Fluchtwege, Stellplätze und Fahrradabstellanlagen.
Es erscheint daher folgerichtig, auch den Sitzplatz wartender Begleitpersonen endlich normativ zu verankern.
Für mehr Sitzgerechtigkeit.
Für einen menschenwürdigen Einzelhandel.
Für ein Deutschland, in dem niemand 96 Minuten lang neben einer Aktionsfläche für Sommerschals stehen muss.
Bundesverband für die Wahrung wartender Begleitpersonen e. V.

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Petition am 1. August 2026 erstellt