Klimanotstand in Karlsruhe ausrufen!

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Am Dienstag, dem 16. Juli, stimmt der Gemeinderat Karlsruhe über eines der zurzeit wichtigsten politischen Themen ab. Es soll die bereits aufgeschobene Entscheidung gefällt werden, ob die Stadt den Klimanotstand offiziell anerkennt.

Schaut man sich einmal die Faktenlage an, so ist absolut klar, wie entschieden werden sollte. Durch die seit der Industrialisierung entstandenen Emissionen ist der CO2-Gehalt der Atmosphäre in kürzester Zeit auf ein Niveau angestiegen, welches noch nie in der kompletten Geschichte der Menschheit erreicht wurde. Der Treibhauseffekt wird somit weiter und weiter verstärkt. Das Klima wird immer weiter aufgeheizt, die durchschnittliche Temperatur auf der Erde hat sich bereits um mehr als ein Grad seit Beginn der Industrialisierung erhöht. Weltweite Folgen davon sind Hitzetote, mehr und stärkere Naturkatastrophen sowie Dürreperioden, welche immer mehr Menschen zur Flucht zwingen. In Zukunft wird diese Krise ganze Regionen um den Äquator herum durch hohe Temperaturen unbewohnbar und Nahrungsanbau in großen Teilen der Welt unmöglich machen, was nach Berechnungen der Weltbank bis 2050 insgesamt 140 Millionen Menschen zur Flucht zwingen wird. Die Emissionen in Deutschland tragen maßgeblich zu dieser Entwicklung bei: Allein 2018 wurden Treibhausgase so stark wie 866 Millionen Tonnen ausgestoßen - über dreimal so viel wie unser jährliches Budget. Deutschland ist technologisch und wirtschaftlich stark und ist in internationalem Handel und Politik einflussreich. Daher hat es eine globale und vor allem eine europäische Vorreiterrolle im Thema Klimaschutz, welche nicht ausreichend wahrgenommen wird. Die Klimakrise ist ein wissenschaftlicher Fakt und sollte von jeder Stadt und jedem Land anerkannt werden. Gerade für Karlsruhe als eines der technologischen Zentren Deutschlands, insbesondere in der Energiewirtschaft, ist es wichtig den Klimanotstand anzuerkennen und angemessen zu behandeln.

Wir fordern, dass die Stadt ohne weitere Aufschiebung den Klimanotstand ausruft und zusätzlich die Bezifferung, Bewertung und Kompensation aller durch städtische Entscheidungen anfallenden Treibhausgas Emissionen durchführt.

Die de facto Krise anzuerkennen, angemessen zu behandeln und zu bewältigen ist für die Zukunft aller von unschätzbarer Bedeutung, ein verfehlen in dieser Aufgabe wäre katastrophal. Wir als KarlsruherInnen müssen den GemeinderätInnen zeigen, was wir wollen: Dass sie gemäß der Faktenlage handeln und die Klimakrise ernst nehmen.

Unterschreibt und teilt diese Petition und schließt euch der Kundgebung am 16. Juli, dem Tag der Gemeinderats-Abstimmung, um 15:30 auf dem Marktplatz an.

Die Macht der Demokratie liegt bei den Bürgerinnen und Bürgern, also wer soll etwas ändern, wenn nicht wir?

Organisationen, Vereine und Institutionen, welche das Vorhaben namentlich unterstützen wollen, können uns über klimanotstand@tuta.io erreichen.

Bildquelle: http://www.panoramio.com/photo/119131419