
Liebe Gegner des Funkmastens,
ich habe von einem Mitglied des Gemeinderat Kirchseeon folgende Mitteilung bekommen:
"der Mast ist am Montag 9.12.19 in der Gemeinderats-Sitzung.
Der übergreifende Bebauungsplan wird als ausgesprochen kompliziert und teuer beurteilt. Außerdem meint die Verwaltung es sei mit massiven Einwendungen zu rechnen.
Die dt. Funkturm hält an dem Suchkreis und den 25 m fest.
Ein Standort Bescheinigung liegt vor. "
Dem Gemeinderat ist es aus Geheimhaltungsgründen untersagt, den genauen Wortlaut der Begleitinformationen zum Topp zu veröffentlichen. Ein Antrag auf generelle Transparenz für alle Bürger wurde in der letzten Gemeinderatssitzung schon mit CSU-Mehrheit abgeschmettert. Beinahe in jeder Sitzung gibt es Fälle wie diesen hier, bei denen fehlende Transparenz für die CSU ganz praktisch ist.
Tatsache ist, dass Bgm. Ockel den Teufel an die Wand malt. Der Gemeinderat kann ohne großen Aufwand den aktuellen Bau verhindern, in dem er eine Anpassung des Bebauungsplanes für nur den geplanten Standort vornimmt. Dieses Vorgehen habe ich vom LRA Ebersberg für den aktuellen Fall empfohlen bekommen. Bgm. Ockel hat sich diese Möglichkeit auch bereits im LRA bestätigen lassen. Trotzdem hat er offensichtlich der Dt. Funkturm signalisiert, dass sie munter weiter machen sollen. Kostenintensive Probebohrungen wurden anschließend gemacht, denn "die Standort-Bescheinigung" liegt jetzt vor.
Es stand offensichtlich für Bgm. Ockel in Kirchseeon nie wirklich zur Debatte, dass dieser Funkturm in dieser Form verhindert wird. In seinem Wohnort, Assling, wurde übrigens ein Funkturm mit diesem Verfahren abgewendet....
Was ist zu tun: Der Bau muss verhindert werden und danach muss zusammen mit den Interessengruppen ein Mobilfunkkonzept erstellt werden. Dann kann man der Dt. Funkturm androhen, dass man auch jedes weitere Bauvorhaben verhindern würde, wenn es nicht unserem Mobilfunkkonzept entspricht. Dafür muss man nicht sofort für den gesamten Ort den Bebauungsplan ändern.
Wo ein Wille, da ein Weg. Herr Ockel aber malt Teufel und lässt der Dt. Funkturm freie Hand. Dafür braucht er nämlich kein eigenes Mobilfunkkonzept und keinen Dialog mit den Bürgern. Wie praktisch!
Bürgermeister Ockel meint also, dass über 600 (davon 100 "analog") Unterschriften keine massive Einwendungen darstellen und der geplante Standort das kleinere Übel wäre. Wir sollten ihm am Montag zeigen, dass wir nicht das kleinere Übel sind. Darum meine Bitte: Kommt bitte möglichst zahlreich am Montag, den 09.12.2019 um 19.30 Uhr zum Saal der Feuerwehr im Rathaus.
Bitte sendet diese E-Mail an Eure Nachbarn, Freunde und Bekannte im Ort.
Vielen Dank und Grüße
Gerhard Müllritter