Stoppt den Bau von großen Funkmasten in Kirchseeon

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Dies betrifft jeden Bewohner in Kirchseeon!

Mit dieser Petition wollen wir den Bau eines großen Funkmasten in Kirchseeon verhindern und durchsetzen, dass auch sonst keine großen Funkmasten im Gemeindegebiet aufgestellt werden. Mit dem anstehenden Ausbau für 5G steht das nämlich zusätzlich zu befürchten. Statt dessen sollen im Wohngebiet der Gemeinde generell nur kleine Sendeeinrichtungen mit weniger Funkbelastung, aber besserer Abdeckung erlaubt sein. 

Die Gemeinde hat heute noch die Möglichkeit, durch einen fachlich begründeten Bebauungsplan die Art von Funkeinrichtungen zu erzwingen, auch entgegen dem bereits gefassten Beschluss für den Funkmasten an der ATSV-Turnhalle. Damit kann der Bau dieses und weiterer Sendemasten abgewendet werden. Bislang besteht kein Bebauungsplan.

Wir fordern hiermit die Gemeinde auf, einen Bebauungsplan zu erstellen, welcher generell die Errichtung hoher Funkmasten in der gesamten Gemeinde verhindert und niedrige Funkleistungen erzwingt.

Hintergrund der Petition:

Der Gemeinderat der Marktgemeinde Kirchseeon hat am 01.04.2019 beschlossen, dass an der ATSV-Turnhalle ein 25 Meter hoher Sendemast errichtet werden soll.

Je höher ein Sendemast gebaut wird, umso größer ist die geplante Funkbelastung für jeden einzelnen.

Die Hauptfunkbelastung würde damit den Kindergarten „Im Dachsbau“, das Gymnasium Kirchseeon, den Sportplatz und das umliegende Wohngebiet treffen. Der Bürgermeister sieht „hier die geringste Beeinflussung für die Bevölkerung“. Diese Aussage ist nicht richtig, da sich in unmittelbarem Umfeld mehr Menschen bewegen, als woanders im Gemeindegebiet. Zudem kann man entgegen der bisherigen Planung ganz einfach kleinere Funkeinrichtungen bauen, welche das Gebiet besser abdecken und für geringere Sendeleistung bei Sender und Empfänger sorgen.

Hier kann man sich eine Unterschriftliste für unsere analogen Mitmenschen herunterladen:
http://www.muellritter.de/Dokumente/Unterschriftsliste_Stoppt_den_Bau_von_grossen_Funkmasten_in_Kirchseeon.pdf

 

Das müssen Sie über Funknetze wissen

Generell ist es zwar richtig, dass die Standortsuche vom Betreiber des Mobilfunknetzes ausgeht. Andererseits gibt es kein verbrieftes Recht, einen bestimmten Standort zu bekommen. Insofern hat man durchaus Möglichkeiten, Einfluss zu nehmen. Natürlich hat ein Netzbetreiber aus Kostengründen das Interesse, so wenig Installationen wie möglich vorzunehmen, solange es seinen Bedarf deckt. Wenn Masten mit hohen Sendeleistungen benutzt werden, dann ist der mengenmäßige Bedarf geringer und der Netzbetreiber spart sich eine Menge Geld. Insofern mag dem Netzbetreiber ein Sendemasten im ATSV-Gelände ausreichen. Unsinnigerweise blasen Funkmastengegner meistens in das gleiche Horn des Netzbetreibers, indem sie so wenig Masten wie möglich fordern. Dabei müssten Gegner von Strahlenbelastungen zur Minimierung der Strahlenbelastung im Gegenteil ein dichteres Netz an Funkmasten fordern. 

Sie können es sich so vorstellen: Sendemasten und Empfänger (Handy) müssen sich verständigen. Je weiter die beiden voneinander entfernt sind, umso mehr müssen sie sich "anschreien". Die Summe der Strahlenbelastung ist somit an jedem Punkt zwischen den beiden gleich hoch. Je näher man am Masten ist, um so mehr strahlt der Mast. Je weiter man vom Masten entfernt ist, um so mehr strahlt das Handy. Wenn aber beide zusammenrücken, um so mehr können beide in "Flüstern" übergehen und alle Beteiligten sind weniger belastet.

Gleichzeitig ist zu berücksichtigen, dass ein Handynutzer zwar in der Lage ist, sein eigenes Handy auszuschalten. Die Strahlung von fremden Handys und vom Sendemastens kann man nicht selbst ausschalten. Insofern geht es darum, die Sendeleistung der vorhandenen und zukünftigen Geräte zu minimieren. 

Prominentes Beispiel für geringe Strahlenbelastung ist der Marienplatz in München. Da jeder Sendemasten nur eine bestimmte Kapazität an gleichzeitigen Verbindungen hat, ist der Netzbetreiber gezwungen, mehr Sendemasten aufzustellen, als es die Reichweite erzwingen würde. Darum ist dort die Dichte an Sendemasten extrem hoch. Die Sendeleistung der Masten ist aber extrem gering, da diese nur sehr kurze Distanzen überbrücken müssen. Weder das Handy noch der Sendemast müssen "schreien". Das ist die ideale Situation für alle, denn sie haben am Marienplatz bei bestem Empfang die geringste Summe an Strahlenbelastungen.

Wir finden, dass wir von den Netzbetreibern in Kirchseeon verlangen können, etwas mehr zu investieren, um unsere Gesundheit nicht zu gefährden.