„Ich bin sehr enttäuscht“ – Bäder-Chef nennt hohe Kosten mit als Grund für ausbleibende Besucher
Der aktuelle WAZ-Bericht „Ich bin sehr enttäuscht“: Herner Bäder-Chef zieht bittere Sommerbilanz sollte bei der Diskussion über die geplanten Parkgebühren im Gysenbergpark unbedingt berücksichtigt werden.
Der Chef der Herner Bädergesellschaft zeigt sich enttäuscht über die Besucherzahlen und nennt die gestiegenen Kosten und die finanzielle Zurückhaltung der Menschen als einen Grund dafür, dass Besucher ausbleiben.
Gerade vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage:
Warum wird der Besuch des Gysenbergparks jetzt zusätzlich verteuert?
Künftig soll zusätzlich eine Parkgebühr von zunächst 1 Euro pro Stunde, maximal 5 Euro pro Tag, erhoben werden.
Für regelmäßige Besucher können daraus erhebliche zusätzliche Kosten entstehen.
Über 80 Kennzeichen bereits freigeschaltet – aber nach welchen Kriterien?
Besonders kritisch sehen wir die Tatsache, dass bereits über 80 Kennzeichen für die Nutzung ohne Parkgebühr freigeschaltet worden sein sollen.
Damit stellt sich eine ganz grundsätzliche Frage:
Wer entscheidet, welches Kennzeichen freigeschaltet wird – und nach welchen Kriterien?
Für die Bürgerinnen und Bürger muss nachvollziehbar sein:
- Welche Personengruppen haben Anspruch auf eine Freischaltung?
- Welche Voraussetzungen müssen erfüllt sein?
- Wer entscheidet über die Freischaltung?
- Wer kontrolliert diese Entscheidungen?
- Wie kann ein Bürger erfahren, ob er ebenfalls anspruchsberechtigt ist?
Transparenz statt Einzelfallentscheidungen
Wenn es berechtigte Gründe für eine Befreiung von der Parkgebühr gibt, ist das grundsätzlich nachvollziehbar.
Aber dann müssen die Kriterien für alle gelten und öffentlich transparent sein.
Es darf nicht der Eindruck entstehen, dass einzelne Nutzergruppen oder Personen bevorzugt behandelt werden, während andere Besucher die Parkgebühr bezahlen müssen.
Gerade bei einem öffentlich getragenen Freizeit- und Erholungsstandort erwarten wir klare Regeln, nachvollziehbare Kriterien und Transparenz.
Und damit sind wir wieder beim eigentlichen Problem:
Die Bädergesellschaft beklagt enttäuschende Besucherzahlen und weist gleichzeitig darauf hin, dass die finanzielle Belastung der Menschen eine Rolle spielt.
Trotzdem werden zusätzliche Parkgebühren eingeführt.
Das erscheint uns widersprüchlich.
Wenn die Verantwortlichen mehr Menschen für Schwimmen, Sport, Bewegung und Freizeit im Gysenberg gewinnen wollen, sollte der Besuch attraktiver und bezahlbarer werden – nicht teurer.
Unsere Forderung
Wir fordern deshalb:
Keine Parkgebühren für Besucher des Gysenbergparks.
Und sollte an der Parkraumbewirtschaftung festgehalten werden, erwarten wir zumindest:
vollständige Transparenz darüber, nach welchen Kriterien die bereits über 80 freigeschalteten Kennzeichen berücksichtigt wurden und welche Personengruppen dahinterstehen.
Denn:
Gleichbehandlung braucht transparente Regeln.
Der Gysenberg gehört den Menschen in Herne und der Region. Er muss ein Ort für Sport, Gesundheit, Familien, Vereine, Ehrenamt, Freizeit und Naherholung bleiben – und darf nicht durch immer neue Kosten und undurchsichtige Sonderregelungen unattraktiver werden.
Mehr Besucher gewinnt man nicht, indem man den Besuch verteuert.
✍️ Unterstützt unsere Petition
Wenn auch ihr der Meinung seid, dass der Gysenbergpark ohne zusätzliche Parkgebühren für alle zugänglich bleiben sollte, unterstützt bitte unsere Petition:
👉 Jetzt die Petition unterstützen – „Gegen Parkgebühren im Revierpark Gysenberg“
https://www.change.org/keine-Parkgebühren-im-Gysenbergpark
Jede Stimme zählt. Bitte teilt die Petition auch mit Freunden, Familie, Vereinen und Bekannten.