Erste Antwort aus einem Bundestagsausschuss


Guten Tag allerseits, inzwischen ist eine erste Antwort aus dem Bundestag bei mir eingetroffen. Den Text der E-Mail von Herrn Bernd Rützel (SPD) (Foto), dem Amtierenden Vorsitzendes des Ausschusses für Arbeit und Soziales, habe ich unten vollständig beigefügt.
Er schrieb mehrere Sätze, die das Anliegen unserer Petition unterstützen, allerdings hat er eine Änderung bei der Anrechnung der Bildungszeiten bislang nicht ausgeschlossen und wird dies ja auch nicht allein entscheiden. Stattdessen gibt es selbst aus der gleichen Partei immer wieder Äußerungen, die auf Verschlechterungen bei der Anrechnung der Bildungszeiten hinauslaufen; z.B. vor wenigen Tagen von Frau Bundesministerin Bärbel Bas. Und in der CDU gibt es auch gewichtige Stimmen, die ein längeres Arbeiten fordern; z.B. Bundeskanzler Friedrich Merz und Bundesministerin Katherina Reiche.
Daher müssen wir weiter Unterschriften sammeln, damit die Bundespolitik in unserem Sinne handelt. Bitte verteilt diese Petition daher weiter. Ihr könnt einfach den kurzen Link zur Petition ( https://change.org/rente-mit-70 ) teilen und - falls Ihr wollt - selbst noch etwas dazu schreiben.
Mit vielen Grüßen und Dank für Eure weitere Unterstützung
Tobias
Hier nun wie versprochen die Antwort von Herrn Rützel:
"Sehr geehrter Herr Walke,
vielen Dank für Ihre Nachricht und die Übersendung Ihrer Petition. Ich habe sie aufmerksam gelesen und möchte Ihnen antworten – auch wenn es mir nicht möglich ist, auf die Anfragen aller Bürgerinnen und Bürger aus dem gesamten Bundesgebiet eine Rückmeldung zu geben.
Bildungszeiten sind keine „Lücken“, sondern ein wichtiger Beitrag zur persönlichen Qualifikation und zugleich eine Investition in die Zukunft unserer Gesellschaft. Wer Zeit in Schule, Ausbildung, Fachschule oder Studium investiert, übernimmt später wichtige Aufgaben, die auch der Gesellschaft nutzen.
Im Augenblick kursieren viele Vorschläge zu Reformen an unserem Rentensystem. Ich warte die Veröffentlichung der Ergebnisse der Rentenkommission ab und bewerte dann die Vorschläge.
Eine Verpflichtung zu längerem Arbeiten ist aus meiner Sicht keine Lösung, ganz egal wen es treffen soll. Ich halte nichts davon, in Diskussionen um unsere Altersversorgung Jüngere und Ältere gegeneinander auszuspielen. Das gilt auch für eine Spaltung von Menschen mit längeren und kürzeren Ausbildungszeiten.
Viele Menschen haben ihren Lebensweg auf Grundlage der geltenden gesetzlichen Regelungen geplant und darauf vertraut. Dieses Vertrauen verdient Schutz. Deshalb müssen die Auswirkungen möglicher Änderungen sehr sorgfältig geprüft werden und nicht alles, was eventuell von der Rentenkommission vorgeschlagen wird, wird am Ende gesetzgeberisch umgesetzt werden.
Freundliche Grüße
Bernd Rützel"
Das hier beigefügte Foto ist © Bernd Rützel / DBT/Stella von Saldern .