

Liebe MitEngagierte
Der Rhythmus von neuen Unterstützer-Unterschriften für unsere Petition wird nach langer Zeit aktuell immer länger. Dieser Tatsache steht das Erfordernis gegenüber, das sich aus der Gefahrenlage ergibt: Ab Herbst dieses Jahres ist die Stationierung der neuen US-Mittelstreckenraketen in Deutschland geplant. Durch diese offensivfähigen Präzisionsraketen, die binnen Minuten russische Kommandozentralen und Militär-Standorte ausschalten können, wächst die Gefahr, dass Krisen zu Konflikten führen, die das Potential eines großen Krieges in sich tragen. Der inkauf genommene Zeitdruck macht Fehlreaktionen bei internationalen Spannungen oder auch bei technischen Irrtümern mit fatalen Auswirkungen wahrscheinlich. Dies kann dazu führen, dass unserer Welt auf das gefährlichste Jahrzehnt der Geschichte bevorsteht. Mindestens bis zur geplanten Stationierungszeit macht es also Sinn, unsere Petition zu unterschreiben .
Hier grundsätzliche Begründungen, warum unser gemeinsames Engagement aktuell und grundsätzlich so wichtig ist:
Das Gefahrenpotential der globalen Krisen bedeutet:
Eine globale Priorität auf Frieden wird zum Gebot der Stunde –
Es geht darum, • die Gefahr eines Weltkriegs sowie die globalen Risiken in der Folge von ökologischen Katastrophen weitgehend abzuwenden
• Atomwaffen erst einmal zu reduzieren und • sie zusammen mit offensiv-fähigen Raketen wie der Dark Eagle, die auch ohne Atomsprengkopf wegen ihrer Treffgenauigkeit und minutenkurzen Flugzeit enthauptungsschlagfähig sind, aus der Welt zu schaffen
Existenzielle Bedeutung der Friedensbewegung
· Die Friedensbewegung ist heute wichtiger denn je, um gefährliche Trends in Welt- und Innenpolitik entgegenzuwirken, Alternativen zur Militarisierung zu entwickeln und durchzusetzen.
· Historisch trug die breite, klare Mobilisierung in den 1980er Jahren zum Abbau landgestützter Mittelstreckenraketen bei, was ein großer Beitrag zum Frieden war.
· Die aktuellen Spaltungstendenzen der Friedensbewegung erschweren gemeinsame Aktionen, doch ist ein vereintes Bündnis notwendig, um globale Sicherheits- und Umweltprobleme im Sinn der Überlebensaussichten der Menschheit anzugehen.
Wachsende nukleare, soziale, ökologische u. technolog. Bedrohungn und Abrüstung
· Die Gefahr eines Atomkriegs steigt durch die zunehmende Zahl und Modernisierung von Atomwaffen, sowie den für eine Stationierung in Deutschland ab Ende dieses Jahres vereinbarten Mittelstreckenraketen wie den Dark Eagle erheblich.
· Die Doomsday-Clock zeigt mit 85 Sekunden vor Mitternacht die höchste Gefahr seit Hiroshima, bedingt durch Atomwaffen, disruptive Technologien wie KI und Biotechnologie und durch die Gefahr , die von Kipp-Punkten im Erdsystem durch die ökologische Katastrophe entstehen.
· KI-Entwicklungen bergen das Risiko, Systeme zu schaffen, die außer Kontrolle geraten und die Menschheit auslöschen könnten; demokratische Kontrolle ist essenziell.
· Mohamed El-Baradei fordert eine globale atomare Abrüstung und eine Anpassung des Nichtverbreitungsvertrags an die Realitäten des 21. Jahrhunderts.
Globale Kooperation und Friedenspolitik
· Der Frieden ist international, interkulturell, demokratisch, gewaltfrei und ökologisch, basierend auf einer Weltfriedensordnung, die die Sicherheit aller respektiert.
· Die Strategie der nuklearen Abschreckung steht im Widerspruch zu den Erfordernissen globaler Zusammenarbeit im Atomzeitalter und gefährdet das Überleben der Menschheit.
· Es besteht die Notwendigkeit, den Kurs zu ändern, um Selbstzerstörung zu vermeiden, und einen Fahrplan für umfassende Abrüstung zu entwickeln.
Lokale Kooperation - friedensökologische Keimzelle der Bewegung für das Überleben
· Eine breite Friedensbewegung ist im Interesse des Überlebens der Zivilisation existenziell; ökologische und sozial engagierte Spektren wie die Gewerkschaften sind natürliche Bündnispartner im Ringen um eine nachhaltige Welt.
· Die Ostermärsche und Aktionen zum ersten Mai zeigen, wie wichtig die Friedens-bewegung – ist, und wie erfolgreich Friedenskräfte Herabwürdigungen in den Medien getrotzt hat. Der Frieden ist weder nationalistisch, noch rassistisch oder gar undemokratisch; somit ist die Friedensbewegung weder rechtsoffen noch antisemitisch, auch wenn sie wiederholt in diese Ecke gestellt oder als naiv und somit gefährlich denunziert wird.
· Die Gefahren, die mit der Raketenstationierung zusammenhängen, zeigen, dass es eine Zukunft nur gibt, wenn die Menschheit zu einer globalen Kooperation findet, um eine nachhaltige Welt aufzubauen. Mit einer Strategie der Konfrontation, Abschreckung und Bruch internationalen Rechts steigern die Militärpolitiker und die Militärs sowie die Rüstungskonzerne die Gefahren im 21. Jahrhndert.
- Gustav Heinemann erklärte in seiner Antrittsrede als Bundespräsident schon 1969, der Friede und nicht der Krieg sei der Ernstfall, in dem wir uns zu bewähren haben, hinter dem Frieden gibt es keine Existenz mehr… • Das gilt heute mehr denn je
- Nicht umsonst haben wir unsere Petition „Gegeen die atomare Bedrohung vorgehen“ genannt.